Liebenburg. Mehr als 60 Zuhörer sind zu dem Vortrag der Nabu mit dem Thema „Naturnahe Gärten – warum nicht?“ gekommen. Diese Tipps gaben die Nabu-Mitglieder.

Was kann der Gartenbesitzer tun, um heimischen Pflanzen, Kleintieren und Insekten einen guten Lebensraum zu bieten? Antworten darauf haben am Freitag vor rund 60 Zuhörern auf Einladung des Kulturvereins Lewer Däle Wolfgang Moldehn, Vorsitzender der Kreisgruppe Goslar des Naturschutzbundes (Nabu), Josefine Beims von der Regionalgeschäftsstelle Salzgitter und weitere Aktivisten gegeben.

Als Kulturort veränderten die Gärten im Laufe ihrer 10.000 Jahre alten Geschichte immer wieder ihr Gesicht: vom Nutzgarten, über den barocken Gesellschaftsgarten bis hin zum Spiel- und Freizeitgarten. Dabei wurde ihre Gestaltung immer wieder dem Trend der Gesellschaft angepasst, erinnerte Moldehn auch an die – meist in Neubaugebieten anzutreffenden und aus seiner Sicht abschreckenden – Schottergärten.

Heike Rühling (li.) bedankte sich nach der Veranstaltung bei Wolfgang Moldehn.
Heike Rühling (li.) bedankte sich nach der Veranstaltung bei Wolfgang Moldehn. © Andrea Leifeld

Dabei sein ein echter Naturgarten einfach zu händeln: „Verzichten Sie auf exotische Pflanzen im Garten. Pflanzen Sie heimische Arten, Blumen, aber auch Stauden und Gehölze. Und pflanzen Sie Bäume neu an, denn auch ein kleiner Baum wird mal groß“, hielten die Nabu-Mitglieder viele Ideen parat. Alte Obstbaumsorten seien zu bevorzugen.

Nabu-Mitglieder: Garten sollte nie komplett aufgeräumt sein

Der Garten sollte niemals komplett aufgeräumt sein, aber auch ein wildes Pflanzenchaos sei nicht nötig: „Lassen Sie in einer Ecke Totholz liegen oder die Brennnesseln wachsen.“ Viele Wildtiere benötigen diese „Unordnung“ als Nahrungsquelle, Schutz und Lebensraum.

Wasserquellen für Vögel und auch Insekten seien im Garten ebenso wichtig. Und es müsse nicht immer ein kurzgemähter Rasen sein: Kinder spielen auch gerne auf einer bunten Blumenwiese. Weitere Tipps gibt der Nabu auf seiner Homepage www.nabu-goslar.de.

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