Braunschweig. Mehrere Tage hielt der Großbrand am Schöppenstedter Turm die Feuerwehren und die Braunschweiger Bürger in Atem. Alle Entwicklungen zum Nachlesen.

Zwei Tage nach der großen Brandkatastrophe am Schöppenstedter Turm in Braunschweig ist das Gröbste überwunden, die Feuerwehr ist vor Ort mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Teile des Brandortes wurden bereits an die Kriminalpolizei übergeben. Wann die Arbeiten der Feuerwehr jedoch vollständig abgeschlossen sind, ist noch unklar. Dennoch überwiegt schon jetzt die Erleichterung, dass der Brand größtenteils überstanden ist und es keine weiteren Personenschäden gab. Seit Dienstagmittag hielt der Brand in der Helmstedter Straße rund 200 Einsatzkräfte in Atem. Auf dem Gelände einer Aersolfirma hatte es zahlreiche Explosionen gegeben, der Bereich um den Brandort wurde weiträumig abgesperrt. Es kam zu einer großen Rauchentwicklung und bis zu 30 Meter hohen Flammen. Hier können Sie alle Entwicklungen nachlesen.

Donnerstag, 22:10: Noch ist die Braunschweiger Feuerwehr mit den Nachlöscharbeiten nicht ganz fertig, Teile des Brandortes wurden aber bereits der Polizei übergeben. Wir schließen daher diesen Liveticker und bedanken uns für Ihr Interesse. Alle Entwicklungen im Zeitverlauf können Sie trotzdem weiterhin an dieser Stelle nachlesen.

Donnerstag, 19.45 Uhr: An Tag drei des Brandes am Schöppenstedter Turm stinkt es auf dem Gelände. Feuerwehrmann Daniel Klann beschreibt das im Fachjargon etwas anders: „Die Einsatzstelle gast aus.“ Am Donnerstag wurde kontrolliert Gas abgebrannt. Quasi wie ein „riesenhafter Bunsenbrenner“ sehe die ,Fackel‘ aus. Die Eindrücke von Tag drei.

Donnerstag, 19 Uhr: Durch den Großbrand in der Chemiefabrik wurde auch das rund 130 Meter entfernte Fitnessstudio „Injoy Lady Braunschweig“ im Mitleidenschaft gezogen. Vorerst muss es geschlossen bleiben. Die Studioleiterin Lisa Brückner hat uns vom Brandtag erzählt. Das sind ihre Eindrücke.

Donnerstag, 14.30 Uhr: Gleich am Eingang der Firma ist Dieter Klein zu sehen, wie er erschüttert in Richtung Brandruine blickt. Klein ist seit mehr als zwanzig Jahren Geschäftsführer des Sprayentwicklers und -abfüllers Aerosol Service GmbH. Er hat bislang alle journalistischen Anfragen abgewehrt, nun aber sagt er unserer Redaktion doch drei Sätze. „Das Wichtigste ist, dass alle Mitarbeiter rausgekommen sind und dass weder Anwohner noch Feuerwehrleute schwer verletzt wurden. Darüber bin ich sehr froh.“ Überhaupt die Feuerwehr: „Im Namen der Firma möchte ich der Feuerwehr noch danken für die hohe Professionalität ihrer Arbeit und auch die Art der Zusammenarbeit.“ Klein bittet um Verständnis, dass er zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich nicht mehr sagen möchte – und schaut wieder versonnen in Richtung Ruine.

Donnerstag, 13.30 Uhr: Das kontrollierte Abbrennen von Gas auf dem Gelände der Firma hat begonnen. Es geht nicht um Gas in einem fest verbauten Tank, sondern um Gas, das sich in einem nicht mehr fahrtüchtigen Lkw befindet und durch einen Schlauch in eine Ecke des Geländes geleitet wird. „Entzündet wurde das Gas dort durch das, was wir ,Fackel‘ nennen, Sie können sich das vorstellen wie einen riesenhaften Bunsenbrenner“, erklärt Feuerwehrsprecher Daniel Klann. Die Flamme ist gar kein so spektakulärer Anblick. Interessanter sind die Gespräche am Rand. Zunächst können wir mit Abdul Salim sprechen, dem Besitzer des gleich neben der Firma gelegenen Restaurants „Safran“. Er berichtet über seine Sorgen, als er am Dienstag die ersten Nachrichten und Fotos mitbekommen hat. „Ich dachte, unser Haus ist weg.“

Abdul Salim vom Restaurant Safran.
Abdul Salim vom Restaurant Safran. © FMN | Lara Marie Lorenz

Donnerstag, 12:10 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen: Der Gastank auf dem Gelände wird abgelassen und das Gas währenddessen kontrolliert verbrannt. Starten soll diese Maßnahme gegen 12.30 Uhr. „Es wird laut der Fachfirma eine drei bis vier Meter hohe Flamme entstehen, die wahrscheinlich auch von Teilen der A39 aus sichtbar sein wird“, so Feuerwehrsprecher Klann. Gefährlich sei die Maßnahme für die Bevölkerung nicht – auch, da es zu keiner Rauchentwicklung kommen soll.

Donnerstag, 10.40 Uhr: Die Feuerwehr kämpft vor Ort weiterhin mit zahlreichen Glutnestern. Erste Bereiche auf dem Gelände seien inzwischen allerdings schon an die Kriminalpolizei abgegeben, erklärt Pressesprecher Klann. Zum Umgang mit dem gefüllten Gastank auf einem LKW auf dem Firmengelände haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr außerdem gemeinsam mit einer Fachfirma einen Ansatz erarbeitet: Aktuell prüft das zuständige Team, ob das Gas langsam abgelassen und dann kontrolliert verbrannt werden kann. Ob diese Option umgesetzt wird, steht laut Klann jedoch noch nicht final fest. „Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung in den nächsten ein bis zwei Stunden fallen wird.“ Danach muss dem Sprecher zufolge eine Fackel auf das Firmengelände gebracht und installiert werden. Diese sei nötig, um das Gas auch wirklich kontrolliert abzubrennen.

Donnerstag, 9.30 Uhr: In der Nacht war es etwas ruhiger auf dem Gelände der Chemiefirma: Die Einsatzkräfte der beteiligten Feuerwehren hatten sich größtenteils zurückgezogen, die Ortsfeuerwehr Rautheim hat unter der Leitung der Braunschweiger Berufsfeuerwehr Feuerwache gehalten. Gegen 7 Uhr wurde sie abgelöst. Seitdem ist die Feuerwehr wieder mit verstärkten Kräften auf dem Gelände unterwegs: Insgesamt sind am Donnerstagvormittag rund 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Gemeinsam mit einer Fachfirma prüfen die Einsatzkräfte nun, wie sie Gas aus einem LKW-Gastank möglichst risikoarm ablassen können, informiert Feuerwehrsprecher Daniel Klann. Außerdem gebe es noch immer Glutnester, die immer wieder aufflammen würden. Bisher sei daher nicht absehbar, wie lange die Arbeiten der Feuerwehr in der Helmstedter Straße noch andauern werden. Die Helmstedter Straße bleibt Klann zufolge bis auf Weiteres zwischen der Ebertalle und der Straße Erzberg gesperrt. Für Anwohner gebe es zudem weiterhin eine Notfallseelsorge vor Ort. Und immerhin auch die klare Ansage der Feuerwehr „Lüften ist ungefährlich“.

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Mittwoch, 22.44 Uhr: Mit dieser Empfehlung verabschieden wir uns für heute in den Redaktionsschluss: Eine Einsatzkraft aus Braunschweig erzählt vom Großbrand in der Chemiefabrik. Die nun einsetzenden Lobeshymnen will sie gar nicht hören, schreibt Reporter Andre Dolle.

Schwarze Brocken im Garten gehören in den Restmüll

Mittwoch, 22.02 Uhr: Stefan Paul ist Führer des ABC-Zugs der Feuerwehr Braunschweig. Diese Einheit kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um Gefahrenabwehr geht. In dem Fall, wenn der Verdacht besteht, dass sich atomare, biologische oder chemische Stoffe, ABC, in der Luft befinden. An der brennenden Aerosol-Firma in Braunschweig erkundeten Paul und sein Team am Dienstag, unterstützt von Fachleuten der Feuerwehr aus dem Kreis Peine und der Stadt Salzgitter, an 17 eingerichteten Messpunkten den Rauchgasaustritt. Im Einzelnen äußerte sich Paul nicht zu Werten oder überschrittenen oder unterschrittenen Grenzen. „Wir haben gemessen und konnten am Ende des Tages Entwarnung für die Bevölkerung geben“, erklärte er.

Mittwoch, 20.13 Uhr: Viele Anwohner haben schwarze Brocken in ihren Gärten liegen. Diese wurden in die Gärten geweht. Laut Feuerwehr-Sprecherin Paliga sind diese nicht giftig. Sie erklärte aber: „Wer diese Brocken in den Gärten oder vor den Häusern liegen hat, sollte diese aber nur mit Handschuhen anfassen oder per Schaufel entsorgen.“ Wenn diese noch erhitzt seien, müsse man die Brocken unbedingt vorher ablöschen, bevor sie im Restmüll entsorgt werden können, so die Feuerwehr-Sprecherin.

Auch Anwohner Guido Hora hat in seinem Garten einen schwarzen Klumpen gefunden. (Archivfoto vom 16. April)
Auch Anwohner Guido Hora hat in seinem Garten einen schwarzen Klumpen gefunden. (Archivfoto vom 16. April) © Guido Hora | Guido Hora

Mittwoch, 19.19 Uhr: Auch nach dem Großbrand in Braunschweig haben THW, Feuerwehr und Seelsorger noch viel zu tun. Das Fabrikgelände am Schöppenstedter Turm ist völlig verwüstet. Reporter Andreas Eberhard hat sich am Mittwoch vor Ort umgeschaut.

Greenpeace-Team reist nach Braunschweig um Proben zu nehmen

Mittwoch, 17.30 Uhr: Greenpeace kündigte gegenüber unserer Zeitung an, dass es Wasserproben in den Flüssen Wabe und Mittelriede nehmen wird. Die Organisation wird diese analysieren und die Ergebnisse veröffentlichen. Ein Greenpeace-Team aus Hamburg hat sich am späten Mittwochnachmittag auf den Weg nach Braunschweig gemacht. Das sagt die Feuerwehr zu den Gefahrstoff-Messungen während des Einsatzes.

Mittwoch, 16.53 Uhr: Die Mitarbeiter der Firmen an der Helmstedter Straße und auch die wenigen Anwohner im dünn besiedelten Gebiet konnten heute zumindest zeitweise und unter Anleitung der Feuerwehr wieder zurück in die Häuser und Firmengebäude.

Mittwoch, 16.37 Uhr: Laut Feuerwehr-Sprecherin Verena Paliga sind immer noch 70 Kräfte im Einsatz. „Auch morgen werden wir weiter löschen.“ Es gebe immer noch Glutnester, einzelne kleinere Brandherde auf dem Gelände. Die Drohnengruppe der Malteser und auch das THW haben sich vom Einsatzort entfernen können. Sie können aber von der Feuerwehr bei Bedarf jederzeit wieder gerufen werden.

Der Großbrand in der Helmstedter Straße in Braunschweig beschäftigt die Feuerwehr auch einen Tag nach Ausbruch. Wann der Einsatz beendet werden kann, steht noch nicht fest. Die Löscharbeiten dauern bis Donnerstag an.
Der Großbrand in der Helmstedter Straße in Braunschweig beschäftigt die Feuerwehr auch einen Tag nach Ausbruch. Wann der Einsatz beendet werden kann, steht noch nicht fest. Die Löscharbeiten dauern bis Donnerstag an. © FMN | Andreas Eberhard

Mittwoch, 16.13 Uhr: Die Polizei berichtet, dass es am gestrigen Mittag bei einem Wendemanöver an der B1 in Cremlingen zu einem lebensgefährlichen Unfall gekommen ist.

Noch meldet die Feuerwehr nicht, dass der Großbrand in Braunschweig vollständig gelöscht ist

Mittwoch, 15.16 Uhr: Bei der BSVG hat sich die Lage mittlerweile weitgehend normalisiert. Die größten Probleme, so Sprecher Felix Weiter, habe es Dienstagabend gegeben: „Weil die Autobahn zeitweise gesperrt war, gab es ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im gesamten Stadtgebiet. Auch unsere Busse standen im Stau.“

Die BSVG hatte die Evakuierung unterstützt und fünf Busse zur Verfügung gestellt. Weitner: „Wir hatten uns aber darauf eingerichtet, noch mehr Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, sollten weitere Gebiete evakuiert werden müssen. Zum Glück war das nicht notwendig.“

Die Linien 411 und 431 fahren seit Mittwoch um 8 Uhr, so Weitner, wieder nach Fahrplan. Die Umleitung wurde aufgehoben. Dies gilt noch nicht für die Linie 430. Die Haltstellen Schöppenstedter Turm und Reitlingstraße können weiterhin nicht bedient werden. Es ist eine Umleitung eingerichtet. Der BSVG-Sprecher: „Sobald die Sperrung dort aufgehoben ist, wird auch die 430 wieder nach Fahrplan fahren.“

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Mittwoch, 15.02 Uhr: Unterstützung auch aus der Landeshauptstadt Hannover: Der Sprecher der Berufsfeuerwehr der Stadt Hannover, Jörg Rühle, bestätigte den Einsatz eines sogenannten Hytrans Fire System (HFS) am Brandort. Man habe gestern Nachmittag der Bitte aus Braunschweig entsprochen, ein solches zusätzliches System vorzuhalten. Bei dem HFS handele es sich um eine Art „Großpumpe“ mit der man in der Lage sei, große Mengen Wasser zu fördern. So könnten mit dem HFS im Fahrbetrieb große Schläuche verlegt und Wasser über lange Wegstrecken gefördert werden. „Es kann Löschwasser zu einer Brandstelle pumpen, aber auch im sogenannten Lenzbetrieb in einer Hochwasserlage Wasser aus überschwemmten Gebieten rauspumpen“, erklärte Rühle dieser Redaktion. Man sei am Dienstag im Verlauf des Nachmittags von den Braunschweiger Kollegen angefordert worden. Insgesamt seien 10 Kräfte aus der Stadt Hannover an der betroffenen Fabrik bis in die Nacht zu Mittwoch im Einsatz gewesen.

Mittwoch, 14.45 Uhr: Nach wie vor ist die Notfallseelsorge vor Ort und betreut Anwohner der Wohngebäude am Schöppenstedter Turm. Nachdem diese gestern Knall auf Fall ihr Zuhause verlassen mussten, kehren nun einige zurück, um Dinge des täglichen Bedarfs wie frische Wäsche oder Zahnbürsten aus ihren Wohnungen zu holen. Dabei werden sie von Feuerwehrleuten begleitet. Wann sie wieder dauerhaft zurückkehren können, ist laut Feuerwehr noch völlig offen.

Auch am Mittwochvormittag sind noch immer rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die einstige Chemiefabrik ist eine Brandruine.
Auch am Mittwochvormittag sind noch immer rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die einstige Chemiefabrik ist eine Brandruine. © FMN | Andreas Eberhard

Mittwoch, 14.30 Uhr: Wurden im Kreis Wolfenbüttel Gefahrstoffe in der Luft gemessen? Wie hat der Landkreis Wolfenbüttel auf das Großfeuer reagiert? Die wichtigsten Fragen für den Kreis Wolfenbüttel beantworten wir hier.

Mittwoch, 14.15 Uhr: Auf dem Flüsschen Wabe hat die Feuerwehr unterhalb der Brücke Helmstedter Straße eine Schutzvorrichtung installiert, um mögliche Gefahrstoffe aufzufangen bzw. am Abfließen zu hindern.

Noch ist unklar, wie sehr die Brandkatatrophe die Wasserqualität in den umliegenden Flüssen beeinträchtigt hat.
Noch ist unklar, wie sehr die Brandkatatrophe die Wasserqualität in den umliegenden Flüssen beeinträchtigt hat. © FMN | Andreas Eberhard

Mitarbeiter der Stadtentwässerung entnehmen an Gewässern, die an den Brandort angrenzen, Wasserproben, um diese im Labor auf Schadstoffe untersuchen zu lassen.

Noch ist unklar, wie sehr die Brandkatatrophe die Wasserqualität in den umliegenden Flüssen beeinträchtigt hat.
Noch ist unklar, wie sehr die Brandkatatrophe die Wasserqualität in den umliegenden Flüssen beeinträchtigt hat. © FMN | Andreas Eberhard

Mittwoch, 14.10 Uhr: Das Technische Hilfswerk ist vor Ort. Ein aus Seelze (Kreis Hildesheim) angereister Mitarbeiter erklärte, das THW reiße mit einem Bagger einsturzgefährdete Gebäudeteile ein, um für die Feuerwehr Zugänge zu den letzten noch zu löschenden Brandnestern zu schaffen.

Auch am Mittwochvormittag sind noch immer rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die einstige Chemiefabrik ist eine Brandruine.
Auch am Mittwochvormittag sind noch immer rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Die einstige Chemiefabrik ist eine Brandruine. © FMN | Andreas Eberhard

Mittwoch, 14 Uhr: Zugang für die Presse verboten. Nach Angaben der Braunschweiger Feuerwehr hat der Inhaber der von Großbrand betroffenen Firma Aerosol Services GmbH über einen externen Berater untersagen lassen, dass Pressevertreter das Gelände betreten.

Auch am Mittwoch löscht die Feuerwehr Braunschweig weiter auf dem Gelände des Chemieunternehmens

Mittwoch, 13.10 Uhr: Die Feuerwehr setzt nach wie vor viel Löschwasser ein, aber längst nicht mehr so viel wie am Dienstag. Da waren der Höchstwert 1000 Kubikmeter pro Minute. Die Feuerwehr hatte neben dem Wasser aus dem Hydrantennetz auch zwei Großpumpen vor Ort, die Wasser aus der Wabe und der Mittelriede abgepumpt haben. Eine der Großpumpen kam aus Hannover, die andere von der Feuerwehr Braunschweig.

Es gab einen konkreten Einsatzplan der Chemiefabrik - in der Leitstelle und in jedem Einsatzwagen der Feuerwehr. „In Wort und Bild“, sagte Sprecher Längle. Der Gebäudekomplex, dort lagernde Stoffe, Notfalltüren und Zufahrtswege waren allen Einsatzkräften bekannt, da es sich um eine Chemiefabrik handelt.

Mittwoch, 13 Uhr: Die Anwohner im weiteren Umkreis der Chemiefabrik müssen nicht mehr darauf achten, Fenster und Türen zu schließen. „Wir haben ja keine Rauchsäule mehr“, sagte Feuerwehrsprecher Längle.

Es gibt noch vereinzelte Glutnester. Alte Flammen tun sich zum Teil wieder auf. Was die Bekämpfung der Glutnester so schwer macht: Viele Gebäudeteile sind eingestürzt, andere stark verformt. „Das macht es schwierig, gezielt zu löschen“, sagte Feuerwehrsprecher Längle. Mit dem THW zusammen tragen die Feuerwehrleute Bauschutt zur Seite.

Mittwoch, 12.30 Uhr: Feuerwehrsprecher Christian Längle gab unserer Zeitung ein Update vom Großbrand. „Wir werden den ganzen Tag noch vor Ort sein. Noch ist kein Ende absehbar“, sagte er. Etwa 100 Einsatzkräfte sind am Schöppenstedter Turm. Es sei aber kein Großbrand mehr wie am Dienstag. Die Feuerwehr macht regelmäßig Lagebesprechungen, holt immer wieder frisches Gerät und frische Einsatzkräfte an den Brandort.

Sachsen-Anhalt informiert Bevölkerung über Rauchwolke und den Austritt von Aceton

Mittwoch, 10.30 Uhr: Die amtliche Warnung hält an. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnt im näheren Radius rund um den Brandherd in Braunschweig Süd-Ost, Sickte und Schöppenstedt weiterhin vor Geruchsbelästigungen durch Brandrauch. Die Handlungsempfehlung lautet, das betroffene Gebiet zu meiden, sowie Fenster und Türen zu schließen und Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.

Auffällig: Die Warnsysteme in Sachsen-Anhalt scheinen etwas hinterherzuhängen. Für große Teile der Landkreise Harz, Börde und Mansfeld-Südharz gilt immer noch die Warnung von 20 Uhr am Mittwochabend.

Mittwoch, 8.50 Uhr: Die Zahl der verletzten Einsatzkräfte wurde inzwischen nach oben korrigiert. Zwei Feuerwehrleute und drei Polizeibeamte seien bei dem Einsatz am Dienstag verletzt worden, ein Polizist davon schwer, teilte ein Sprecher der Polizei am Mittwochmorgen mit.

Mittwoch, 8.44 Uhr: Die Löscharbeiten dauern noch immer an. Die Polizei bedankt sich beim Kurznachrichtendienst „X“ schon jetzt bei der Bevölkerung für die Unterstützung und die Mitarbeit.

Mittwoch, 8.20 Uhr: Der Berufsverkehr am Mittwochmorgen läuft deutlich flüssiger, da die A39 wieder freigegeben wurde. Lediglich in Braunschweig-Rautheim kommt es zu größeren Staus.

Mittwoch, 8 Uhr: Wenn Gas und andere Chemikalien brennen, kann das wie beim Brand an der Helmstedter Straße verheerende Folgen haben. Doch warum sind solche Brände eigentlich so gefährlich, wie gehen Anwohner vor, wenn sie verbrannte Teile in ihrem Garten vorfinden, und was ist mit eventuellen Gefahrstoffen? Brandexperte Roland Goertz hat die Ereignisse am Schöppenstedter Turm für uns eingeschätzt.

Mittwoch, 6.45 Uhr: Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt. Pressesprecher Lars Dehnert kündigt für den Mittwochmorgen eine erste Begehung zur Ermittlung der Brandursache mit einem Gutachter an, sobald die Feuerwehr dies zulässt.

Mittwoch, 6 Uhr: Die Feuerwehr Braunschweig hat den Einsatzort am Schöppenstedter Turm noch immer nicht verlassen. Eine offizielle „Feuer aus“-Meldung gab es daher ebenfalls noch nicht. Die Helmstedter Straße bleibt zwischen der A39-Anschlussstelle Rautheim und dem Schöppenstedter Turm gesperrt. Wir werden den heutigen Tag für die Nachlese nutzen und Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten. Um 7.30 Uhr erscheint ein Interview mit einem Brandexperten darüber, wie gefährlich der Aerosolbrand tatsächlich war.

Brand bei Braunschweig Aerosol Service GmbH sorgte für Explosionen

Dienstag, 22.58 Uhr: Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende zu. Der Brand in der Helmstedter Straße hat den Einsatzkräften viel Arbeit bereitet. Glücklicherweise wurden nur zwei von ihnen leicht verletzt. Die Auswirkungen des Großbrandes auf Braunschweig und Umgebung waren erheblich, und laut Polizeiangaben war die Situation teilweise sogar lebensbedrohlich. Die Löscharbeiten dauern noch immer an. Wir schließen unseren Ticker für heute Abend.

Dienstag, 22.20 Uhr: Die Feuerwehr berichtet von einem zusätzlichen Küchenbrand im Stadtgebiet. Kräfte von Haupt und Südwache sind im Einsatz.

Dienstag, 20.58 Uhr: An 17 Messstellen wird die Umgebungsluft kontrolliert. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, teil die Braunschweiger Feuerwehr mit.

Dienstag, 20.27 Uhr: Die Rauchwolke hat sich jetzt Richtung Sachsen-Anhalt ausgedehnt, deswegen wird für die Landkreise Harz, Börde und Mansfeld-Südharz gewarnt.

Dienstag, 20 Uhr: Das Technische Hilfswerk Braunschweig unterstützt die Feuerwehr mit Bagger und Radler.

Dienstag, 19.45 Uhr: Gegen 20 Uhr werden teilweise Einsatzkräfte durch „frische“ ersetzt. Die Löscharbeiten werden noch die ganze Nacht andauern. Die Braunschweiger Feuerwehr nehme zurzeit an 17 Messstellen Proben und beurteilen die Gefährdungen, so die Meldung via Instagram.

Dienstag, 19.30 Uhr: Nachlöscharbeiten an mehreren Brandherden, berichtet die Braunschweiger Feuer: „Ein Gebäude brennt noch“. Am Hauptgebäude versucht die Drehleiter von außen zu löschen, Gebäude werden nicht betreten. Weitere Gebäude seien total zerstört, so die Feuerwehr.

Dienstag, 19.08 Uhr: Die Braunschweiger Polizei teilt via Instagram mit, dass sie ihre Einsatzbegleitung beenden würden und baten darum, die weiterhin bestehenden Sperrungen in dem Bereich zu beachten. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass die Feuerwehr nach wie vor im Einsatz sei.

Dienstag, 18.42 Uhr: Die Nina Warn-App hat ein Update veröffentlicht: „Es besteht keine Explosionsgefahr mehr! Die Evakuierung ist aufgehoben.“

Dienstag, 18.15 Uhr: Die Stadt Braunschweig hat sich via Instagram noch einmal zu Wort gemeldet: „Aufgrund des Brandes am Schöppenstedter Turm gelangt Löschwasser mit Brandrückständen in Wabe und Mittelriede. Die Stadt Braunschweig warnt deshalb davor, diese Flüsse zu betreten, das Wasser zum Bewässern zu nutzen oder gar zu trinken. Auch Tiere wie etwa Hunde sollten von den Gewässern ferngehalten werden“, teilt sie dort mit.

Dienstag, 17.57 Uhr: Feuerwehr-Sprecher Christian Längle gibt weitere Entwarnung. „Wir nehmen das Feuer zunehmend unter Kontrolle“, sagte er. Die Löscharbeiten werden sich aber bis zum Mittwochvormittag hinziehen, erklärte er.

Brand in Braunschweig: Feuerwehr erklärt, warum die Lage in der Helmstedter Straße so schwierig war

Dienstag, 17.41 Uhr: Die Feuerwehr hat noch mal informiert, warum die Situation so gefährlich war. Ein mit 29 Tonnen gefüllter und randvoller Flüssiggastank steht mitten auf dem Gelände der Firma. Der Flüssiggastank ist im Boden eingelassen und war demnach weitgehend geschützt vor dem Brand. Die Feuerwehr war aber dennoch vorsichtig.

Dienstag, 17.35 Uhr: Unser Leser Guido Hora, der im Laufe des Tages auch in unserem Livestream zum Brand zu Gast war, hat sich noch einmal bei uns gemeldet. Seinen Schilderungen zufolge „liegen überall verbrannte Reststoffe hier im Dorf und auf den Feldern herum“, dies habe ihm auch die Freiwillige Feuerwehr Klein Schöppenstedt bestätigt.

Dienstag, 17.32 Uhr: Mehr und mehr machen sich auch die Auswirkungen des Brandes auf den ÖPNV bemerkbar: „Die Buslinien 411 und 413 werden im betroffenen Bereich umgeleitet, die Linie 430 entfällt. Es sind Verspätungen im gesamten Netz möglich“, meldet die BSVG.

In Braunschweigs Gärten lassen sich jetzt solche Brocken finden. Ob sie giftig sind, ist unklar.
In Braunschweigs Gärten lassen sich jetzt solche Brocken finden. Ob sie giftig sind, ist unklar. © Guido Hora | Guido Hora

Dienstag, 17.23 Uhr: Die Maßnahmen nach dem Brand in der Helmstedter Straße machen auch vor der Werkstatt für Menschen mit Behinderung am Erzberg nicht halt. Wie uns Miriam Herzberg von der Evangelischen Stiftung Neuerkerode berichtet, musste auch die Werkstatt evakuiert werden.

Dienstag, 17.10 Uhr: Nach Informationen unserer Reporter, die von der Polizei inzwischen bestätigt sind, ist inzwischen auch der Braunschweiger Oberbürgermeister Thorsten Kornblum vor Ort eingetroffen, um sich über die Lage und den Stand der Dinge beim Brand in der Helmstedter Straße zu informieren.

Feuerwehr hat Löscharbeiten nach Brand in Braunschweig wieder aufgenommen

Dienstag, 16.50 Uhr: „Wir haben inzwischen geschafft, den Angriffsweg wieder zu finden. Wir mussten uns ja in der Initialphase zurückziehen, aufgrund der zahlreichen Explosionen. Wir sind wieder dabei mit vier Löschzügen das Feuer dort zu bekämpfen, das merkt man auch, dass der Rauch nicht mehr diese schwarze Intensivität hat, sondern heller wird“, sagt Tore Malchau von der Braunschweiger Feuerwehr und fügt hinzu: „Wir haben nach wie vor eine Explosionsgefahr, deswegen können wir den Sperrbereich nicht aufheben. Wir haben wirklich nur die Kräfte da vorne im Einsatz, die wir für die Maßnahmen brauchen und sind jetzt eben dabei die Gebäudereste abzulöschen.“

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In dem helleren Rauch sei auch Wasserdampfanteil enthalten, der entsteht, wenn mit Löschwasser gelöscht werde, so Malchau weiter. Das zeige, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen. Auch die Rauchmenge sei weniger geworden. „Wir haben jetzt einen leicht drehenden Wind, der Rauch zieht mehr Richtung Sickte“. In den Orten werden auch die Schadstoffe gemessen. Die windstille Lage sei ebenfalls von Vorteil.

Dienstag, 16.39 Uhr: Die Rauchsäule sieht man übrigens bis nach Dedeleben, Sachsen-Anhalt, einem Nachbarort von Jerxheim-Bahnhof im Landkreis Helmstedt, so die Mitteilung einer Augenzeugin.

Dienstag, 16.28 Uhr: Die Wolke wird deutlich heller, das ist ein gutes Zeichen, sagt die Feuerwehr aktuell gegenüber einem unserer Reporter vor Ort. Das Wasser kühlt, so die Auskunft.

Torge Malchau, Leiter der Feuerwehr Braunschweig, zur aktuellen Brandlage am Schöppenstedter Turm

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    Wegen Brand in Braunschweig: IHK sagt geplanten Früjahrsempfang ab

    Dienstag, 16.20 Uhr: Die IHK Braunschweig hat wegen des Großbrands in der Helmstedter Straße in Braunschweig ihren für heute geplanten Frühjahrsempfang in Cremlingen abgsagt. Die Industrie- und Handelskammer will die für den Empfang vorgesehenen Speisen und Getränke den Rettungskräften zur Verfügung stellen.

    Dienstag, 16:15 Uhr: Ein weiterer Feuerwehrmann ist offenbar leicht verletzt. Die Feuerwehr verlässt den Sicherheitsradius und beginnt wieder mit den Löschmaßnahmen

    Polizeispecher Lars Dehnert zur Brandlage Schöppenstedter Turm

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      Dienstag, 16.08 Uhr: Da der Wind zwischen 11 und 16 Uhr hauptsächlich aus Süd-Westen kam und in Richtung Nord-Osten blies, war der Brandgeruch zum Beispiel in Sickte nicht wahrzunehmen. „Die Straßen von Sickte in Richtung Westen sind gesperrt, zum Beispiel die L 625 in Höhe von Hötzum“, sagte Michael Waßmann von der Samtgemeinde Sickte im Kreis Wolfenbüttel. Auch in Leinde, einem Ortsteil von Wolfenbüttel ist vom Brandgeruch nichts zu spüren, so Ortsbürgermeister Edwald Krüger.

      Brand in Braunschweig hat auch Auswirkungen auf den Busverkehr im Landkreis Wolfenbüttel

      Dienstag, 16.02 Uhr: Das Großfeuer hat auch Auswirkungen auf den Busverkehr im Landkreis Wolfenbüttel. So steckt die Regiobuslinie 730 des Reisebüros Schmidt derzeit komplett im Stau. „Da geht eben gar nichts“, sagt Georg-Wilhelm Schmidt, einer der Geschäftsführer des Reisebüros Schmidt. Die Buslinie führt von Braunschweig-Rathaus nach Evessen. Im gesamten Verkehrsgebiet komme es zu Verspätungen der Busse.

      Brand in Klein Schöppenstedt

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        Dienstag, 15.45 Uhr: „Chemie ist immer bedrohlich“, sagt Ralph Kothe. Er ist Apotheke-Bote und liefert Medikamente aus. Nach Rautheim wird er heute nicht kommen, sagt er: „Müssen wir sehen, wie wir dann die Patienten versorgen.“

        Dienstag, 15.42 Uhr: Eine Anwohnern kommt von der Arbeit, ist schnell noch im Einkaufszentrum im Heidberg einkaufen gewesen. „Ich bin kein Typ, der sich gleich verschanzt“, sagt sie. Sie will jetzt nach Hause, wohnt unweit vom Brand und von der Chemiefirma. „Mal schauen, ob ich wegen der Evakuierung überhaupt in meine Wohnung komme.“

        Zu einer Explosion kam es in der Nähe des Schöppenstedter Turms. Giftwolken stiegen auf.
        Zu einer Explosion kam es in der Nähe des Schöppenstedter Turms. Giftwolken stiegen auf. © Peter Sierigk | Peter Sierigk

        Dienstag, 15.37 Uhr: Polizeisprecher Lars Dehnert hat sich uns gegenüber ebenfalls geäußert: „Die Lage kann aktuell als lebensgefährlich eingestuft werden. Die Feuerwehr war in erster Linie mit Löscharbeiten beschäftigt, hat den Brandort momentan allerdings aufgegeben und ein Sicherheitsradius von 1000 Metern vom Brandort ausgeben, weil akute Explosionsgefahr besteht“, sagt er. Der Bereich soll weiträumig gemieden werden, die Polizei evakuiert den entsprechenden Bereich. Dehnert stuft die Lage als „hinreichend unbestimmt“ ein.

        Pressesprecherin der Feuerwehr Braunschweig gibt Update zur Lage beim Brand in Helmstedter Straße

        Dienstag, 15.33 Uhr: Verena Paliga, Pressesprecherin der Feuerwehr Braunschweig, gibt ein Update zur Lage und ordnet noch einmal ein, was am heutigen Tage nahe des Schöppenstedter Turms in der Helmstedter Straße passiert ist: In den Mittagsstunden sei zunächst die Alarmierung bei der Feuerwehr eingegangen, dass es „eine kleine Verpuffung beim Abfüllen von Flüssigkeiten in der Maschine gegeben habe. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren die Mitarbeiter auch schon alle aus dem Gebäude. Es wurde keiner verletzt. Alle haben das Gebäude rechtzeitig verlassen.“

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        Dadruch, dass es sich um „historisch gewachsene Gebäude beziehungsweise Firmenkomplexe“ handelt, sei das Feuer auf mehrere Gebäude überschlagen und es zu mehreren Explosionen und Verpuffungen gekommen ist.: „Aktuell sind 200 Feuerwehrleute, momentan werden durch Drohnenaufnahmen und Erkundungsfahrzeugen weitere Angriffswege gesucht, um den Brand weiter einzudämmen und bekämpfen zu können.“

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        Die Feuerwehrsprecherin ist sicher: „Es wird hier noch mehrere Stunden gehen und es werden weiterhin noch Kräfte vor Ort bleiben. In der Berufsfeuerwehr Braunschweig wurde ein Stab eingerichtet, der das dort koordiniert. Von der Verkehrs AG wurden Busse bereit gestellt, um die Leute zu evakuieren, wenn es nötig sein wird. Das wird alles zentral koordiniert und hier vor Ort wird die Feuerwehr viele Stunden sein. Die Drohnenbilder werden derzeit ausgewertet, um zu schauen, wie viel vom Gebäude noch steht.“

        Polizeisprecher erklärt: Feuerwehr hat Brand in Braunschweig aus Selbstschutz aufgegeben

        Dienstag, 15.00 Uhr: An der Polizeiwache in Heidberg ist eine Kräftesammelstelle für die Polizisten. Die Beamten kümmern sich darum, dass der Raum evakuiert wird.

        Diese Meldung der Warn-App tauchte am Mittag auf auf dem Handy der Menschen in Braunschweig und Umgebung auf und warnte vor extremer Gefahr für Klein Schöppenstedt, Braunschweig-Ost, Sickte und Cremlingen.
        Diese Meldung der Warn-App tauchte am Mittag auf auf dem Handy der Menschen in Braunschweig und Umgebung auf und warnte vor extremer Gefahr für Klein Schöppenstedt, Braunschweig-Ost, Sickte und Cremlingen. © FMN | Bernward Comes

        Dienstag, 14.55 Uhr: Polizeisprecher Lars Dehnert: „Ein Feuerwehrmann ist verletzt. Die Feuerwehr hat den Brand aus Selbstschutz aufgegeben. Evakuierungsradius von 1000 Metern. Die Polizei sperrt das Gelände großräumig ab.“

        Dienstag, 14.53 Uhr: Guido Hora berichtet, dass die Rauchwolken schmaler werden.

        Die Rauchwolke vom Brand in der Helmsteder Straße wird schmaler.
        Die Rauchwolke vom Brand in der Helmsteder Straße wird schmaler. © privat | Guido Hora

        Dienstag, 14.50 Uhr: Laut Aussagen einer Angehörigen einer Mitarbeiterin seien die Mitarbeiter nach der Explosion sofort evakuiert worden. Sie hätten einige Zeit in einem Bus auf ihren Abtransport warten müssen. Inzwischen sei ein Großteil der Mitarbeiter in eine Einrichtung in Rautheim gebracht worden.

        Brand in Braunschweig: Feuerwehrmann wird leicht verletzt – Bitte von Feuerwehr an Bevölkerung

        Dienstag, 14.37 Uhr: Die Braunschweiger Feuerwehr berichtet, dass sich beim Einsatz ein Feuerwehrmann leicht verletzt hat.

        Dienstag, 14.20 Uhr: Die Feuerwehr Braunschweig bittet Bürgerinnen und Bürger auf ihrem Facebook-Account, Fenster und Türen aufgrund der Rauchentwicklung geschlossen zu halten. „Schaltet außerdem eure Klimaanlagen aus und meidet den Außenbereich“, heißt es auf Facebook.

        Apotheken-Bote Ralph Kothe zu den Auswirkungen des Brandes

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          Dienstag, 13.30 Uhr: Verängstigte Anwohner melden sich bei Polizei und Feuerwehr. Auch in unserer Redaktion rufen besorgte Menschen an. „Wissen Sie, was da los ist?“, fragt der Klein Schöppenstedter Guido Hora, als er gegen 13.30 Uhr das erste Mal in unserer Redaktion anruft. Der Schöppenstedter beobachtet die Explosionen: „Das ist gespenstisch. Gerade hat es eine riesige Explosion gegeben“, berichtet er.

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          Dienstag, 12.30 Uhr: Gegen 12.25 Uhr versandte die Warnapp Nina für das gesamte Gewerbegebiet Schöppenstedter Turm in Klein Schöppenstedt eine Warnung wegen der sich dort entwickelnden Brandgase. Es wird von aus weiter Entfernung sichtbaren Brandsäulen berichtet. Aufgrund des Windes breite sich Rauch und Gestank auch in weiterer Ferne aus. Explosionsdruckwellen sind in Rautheim zu spüren. Von der Feuerwehr sind mehrere Löschzüge im Einsatz.

          Straßensperrungen und Verkehrschaos in Braunschweig und Wolfenbüttel

          Großräumig um den Brandort herum sind Straßen gesperrt, auch im Kreis Wolfenbüttel – darunter die Kreisstraßen 140 und 11 zwischen Klein Schöppenstedt und dem Abzweig nach Rautheim sowie die Landesstraße 625 zwischen Riddagshausen und dem Schöppenstedter Turm. Grund dafür ist nach Angabe der Verkehrsmanagementzentrale die Sichtbehinderung durch den Rauch.

          Brand Aerosol Schöppenstedter Turm online
          Brand Aerosol Schöppenstedter Turm online © FMN | Jürgen Runo

          Auch die Autobahn ist 39 ist laut Polizei zwischen dem Rautheim und Scheppau gesperrt, sowie beide A39-Kreisel an der Ausfahrt Sickte. Die B1 ist zwischen Schöppenstedt und Erzberg dicht. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet möglichst großräumig zu umfahren. Berichten zufolge fahren Schulbusse im betroffenen Gebiet nicht. Eltern sollen ihre Kinder selbst abholen. Der Bahnverkehr ist bislang nicht betroffen, informiert die DB auf Nachfrage gegen 14.30 Uhr. Eine Übersicht der aktuellen Verkehrslage finden Sie hier.

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