Hannover. Bei der Pressekonferenz in Hannover am Freitag lieferte 96-Trainer Stefan Leitl mit einigen Aussagen zum Derby Zündstoff-Potential.

Die Pressekonferenz in Hannover ist schon fast vorbei, da hat ein Journalist doch noch eine Frage an Hannover-96-Trainer Stefan Leitl: „Straßen-Umbenennungen, Fernzündungen, Derby-Vorgeplänkel – wie geht ihr vor dem Spiel auf Schalke damit um?“ Leitl grinst und antwortet: „Bei allem Respekt, und ich weiß natürlich auch um den Stellenwert dieses Spiels: Aber wir spielen auf Schalke gegen 60.000 Zuschauer gegen den drittgrößten Verein aus Deutschland. Ich glaube nicht, dass einen Eintracht Braunschweig interessiert.“ Zündstoff vor dem Kracher-Duell Anfang November in der Zweiten Fußball-Bundesliga.

Der Kick beim Krisenteam aus Gelsenkirchen am morgigen Samstag, 13 Uhr, ist für Hannover die Generalprobe für das Niedersachsen-Derby, während Eintracht Braunschweig bereits heute Abend zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf das letzte Spiel vor dem Nachbarschaftsduell absolviert. Am Sonntag, 5. November, kommt es dann in der längst ausverkauften Heinz-von-Heiden-Arena zum Aufeinandertreffen von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Während Eintracht Braunschweig mit neuem Trainer Marc Pfitzner und der Verpflichtung von „Eisen Ermin“ Bicakcic so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller raus möchte – am liebsten mit einem Sieg gegen den Erzrivalen – könnte sich Hannover 96 hingegen mit einem Dreier gegen die Blau-Gelben an der Tabellenspitze festsetzen.

Eintracht Braunschweig mit besserer Bilanz in beiden Spielen der Vorsaison

Beim Derby in der vergangenen Saison war Braunschweig tabellarisch ebenfalls der Underdog, ging aber im Hinspiel durch Anthony Ujah in Hannover in Führung. Havard Nielsen glich wenige Minuten später zum 1:1-Endstand aus. Beim Rückspiel in Braunschweig gewann die Eintracht durch einen Lucky Punch von Jannis Nikolaou mit 1:0. Anschließend kriselte es gewaltig in Hannover. Es kam zu heftigen Fan-Ausschreitungen rund um die Heinz-von-Heiden-Arena.