Kommentar

Die mutigen Grizzlys

„Nehmt Herz-Folgeerkrankungen nach Corona-Infektionen ernst! Mit diesem Appell hatten sich die Grizzlys Wolfsburg an die Öffentlichkeit gewandt.“

Nehmt Herz-Folgeerkrankungen nach Corona-Infektionen ernst! Mit diesem Appell hatten sich Eishockeyprofi Janik Möser und sein DEL-Klub, die Grizzlys Wolfsburg, zu Wochenbeginn an die Öffentlichkeit gewandt. Seitdem steht der Spieler bundesweit medial im Mittelpunkt. Der von den behandelnden Medizinern vermutete Zusammenhang zwischen seiner aktuellen Herzmuskelentzündung und einer bereits Mitte Oktober erlittenen Covid-19-Infektion hat eine dringend notwendige Diskussion angestoßen .

Angesteckt hatte sich Möser in der spielfreien Zeit. Anfangs hatten die Grizzlys den Fall deshalb gar nicht öffentlich gemacht. Als aber ein routinemäßiger Check des Spielers nach dessen vermeintlicher Genesung Auffälligkeiten ergab und eine daraufhin veranlasste Untersuchung bei einem Spezialisten die erschreckende Diagnose erbrachte, wollten Klub und Spieler den Fall als mahnendes Beispiel unbedingt publik machen .

Ein mutiger Schritt. Die medizinische Abteilung der Grizzlys hat bereits Erfahrung damit. Als der Klub vor einigen Jahren von schweren Gehirnerschütterungen bei Spielern betroffen war, wirkten Teamarzt Dr. Axel Gänsslen und Co. an einer erfolgreichen Kampagne zum Schutz vor Kopfverletzungen mit. Die führte zu klaren Richtlinien für die Reha. In dieselbe richtige Richtung geht es nun im Fall Corona und die Folgen.

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