Verein If a Bird

Zwölf junge Menschen in Braunschweig: Was haben sie zu sagen?

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Teilnehmenden des Hör-gut-zu-Projekts und Mitglieder des Vereins „If a Bird“ (von links): Joey Becker, Sophie Gleissner, Sercan Özgüler, Teona Deniz-Roggenbrück, Tiana Kruškić, Elias Schönberger, Taisha Sisay, Charly Dewald-Cosocaru, Carl Giese, Lilith Randhahn, Andru König, Marie Gleissner und im Vordergrund Billy Ray Schlag mit Hund Soul.

Die Teilnehmenden des Hör-gut-zu-Projekts und Mitglieder des Vereins „If a Bird“ (von links): Joey Becker, Sophie Gleissner, Sercan Özgüler, Teona Deniz-Roggenbrück, Tiana Kruškić, Elias Schönberger, Taisha Sisay, Charly Dewald-Cosocaru, Carl Giese, Lilith Randhahn, Andru König, Marie Gleissner und im Vordergrund Billy Ray Schlag mit Hund Soul.

Foto: Andreas Rudolph

Braunschweig.  Der Verein „If a Bird“ will jungen Stimmen eine Bühne geben. Ein Liveorchester spielte die Soundtracks. Die Ergebnisse werden jetzt präsentiert.

Zwölf junge Menschen im Alter von 9 bis 22 Jahren haben über den Braunschweiger Verein „If a Bird“ eine Plattform erhalten, ihre Gedanken und Gefühle in Texte zu verpacken und so auszusprechen, dass ihnen zugehört wird. „Dabei entstanden zwölf Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten“, teilt der Verein jetzt mit, der kürzlich die Messe „Alternative sein Vater“ organisiert hatte.

Mit dem Projekt „Hör gut zu“ habe man vor allem die Stimmen derjenige verstärken wollen, die sonst von niemandem gehört würden. Die Geschichten der zwölf jungen Menschen seien sehr unterschiedlich. „Wir haben bewusst keine Ausschreibung gemacht, sondern uns in der Community umgehört, um genau die zu erreichen, die sonst nicht erreicht werden“, erklärt Billy Ray Schlag vom Verein.

Es geht um Themen wie Depressionen und Rassismus

Um die Geschichten entstehen zu lassen, hätten sich die Vereinsmitglieder um Billy Ray Schlag und Tiana Kruškić mit den Teilnehmenden zusammengesetzt und das getan, was das Projekt aussage: einfach zugehört. „Tiana hörte sich ihre Geschichten an und fragte nach ihren Emotionen und Empfindungen. Und irgendwann kam bei allen der Punkt, an dem man wusste, das ist es, damit arbeiten wir: Daraus machen wir Realpoesie“, beschreibt Schlag den Entwicklungsprozess. „Das war auch für uns sehr inspirierend und emotional.“

Die jungen Poetinnen und Poeten konnten sich ihm zufolge frei entfalten und so präsentieren, wie sie sind oder wie sie sein wollen. Dabei seien vielfältige Themen entstanden: Depressionen über die Zeit, Entscheidungen treffen, Rassismus. Zu jeder Geschichte habe der Verein mit dem jeweiligen Teilnehmenden ein individuelles Setting gestaltet. Ein neunköpfiges Liveorchester spielte dann die von Billy Ray eigens dafür komponierten Soundtracks für alle zwölf Jugendlichen.

Das Ziel: Erwachsene sollen den jungen Menschen zuhören

„Wir wollten für jede:n einen eigenen Safe Space kreieren, in dem die Emotionen laufen gelassen werden können“, heißt es seitens des Vereins. „Und wir wollten, dass die Erwachsenen den Kindern und Jugendlichen zuhören.“

Die Braunschweigische Sparkassenstiftung unterstützt das Projekt. „Kinder und Jugendliche sind die Erwachsenen von morgen und ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft“, sagt Christine Schultz, Geschäftsführerin der Stiftung.

Die Videos der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind auf YouTube, Instagram, Facebook und Soundcloud zu finden. Weitere Informationen zum Verein finden sich unter www.ifabird.com.

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