Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg will zum vierten Mal in sieben Jahren die Parkgebühren anheben. Was sie dem Rat vorschlägt – und warum.

Die Stadt Wolfsburg will im Sommer die Parkgebühren erhöhen. Die Weichen hat der Rat schon im März mit dem Haushaltsbeschluss gestellt. Nun liegt ihm eine neue Gebührenordnung zur Entscheidung vor.

1,30 statt 1 Euro soll eine halbe Stunde Parken künftig in der Parkzone 1 in der Innenstadt kosten. In Fallersleben und Vorsfelde, der Parkzone 3, ist eine Erhöhung von 50 auf 60 Cent geplant. Wer maximal 15 Minuten parkt, würde per Brötchentaste weiterhin den Kurzzeittarif von 10 Cent zahlen. In allen anderen bewirtschafteten Straßen, der Parkzone 2, sollen Autofahrer künftig 80 statt 60 Cent für jede angefangene halbe Stunde zahlen.

Stadt Wolfsburg will Parkgebühren um bis zu 30 Cent erhöhen

Stimmt der Rat zu, setzt sich ein recht rasanter Anstieg der Parktarife fort: Bis 2016 bezahlten Autofahrer für 30 Minuten Parken in der Innenstadt 60 Cent. Dann kam eine Erhöhung auf 65 Cent, zwei Jahre später fand die nächste Anhebung auf 80 Cent statt. 2020 beschloss der Rat, die Parkgebühren in der Innenstadt zwecks Haushaltskonsolidierung von 80 Cent auf 1 Euro zu erhöhen.

In Fallersleben wurden 2020 nach vielen Jahren überhaupt erst wieder Parkscheinautomaten aufgestellt. Zuvor konnte man im Zentrum der Hoffmannstadt jahrelang kostenlos parken. 2022 lief schließlich auch die Parkgebührenbefreiung für E-Autos nach sieben Jahren aus.

Es wäre die vierte Gebührenerhöhung in sieben Jahren

Die nun vorgeschlagene Gebührenerhöhung begründet die Stadtverwaltung erneut mit der Notwendigkeit, das Loch im städtischen Haushalt zu verkleinern. Dieses Erfordernis werde durch ausgebliebene Einnahmen infolge der Corona-Pandemie und durch eine 2024 in Kraft tretende Umsatzsteuerpflicht für bestimmte Parkplätze verstärkt. Die zur Diskussion stehende Anhebung soll der klammen Kommune in Zukunft jährliche Mehreinnahmen von 420.000 Euro bescheren.

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Zur Parkzone 1, in der das Parken am teuersten ist, zählen unter anderem ein Teil der Heinrich-Heine-Straße, die Eichendorffstraße, die Kantallee, ein Teil der Kleiststraße, der Schachtweg, ein Teil der Heinrich-Nordhoff-Straße, der Willy-Brandt-Platz, die Heßlinger Straße, die Alessandro-Volta-Straße, der Otto-Wels-Platz, die Kettelerstraße, der Antonius-Holling-Weg, die Pestalozziallee und die Bebelstraße. Den Vorschlag, hier überproportional um 30 Cent zu erhöhen, begründet der Geschäftsbereich Finanzen mit einem hohen Parkdruck trotz ausreichend zur Verfügung stehender Parkhäuser.

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