Sport in Wolfsburg

Auch so will die Wolfsburger Sport-Verwaltung sparen

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Im Freibad Fallersleben soll künftig ein Dienstleister zum Einsatz kommen.

Im Freibad Fallersleben soll künftig ein Dienstleister zum Einsatz kommen.

Foto: LARS LANDMANN / regios24 (Archiv)

Wolfsburg.  In den Freibädern soll weniger Personal eingesetzt werden. Bei den Sportplätzen in Fallersleben steigt der VfB ein und stellt drei Platzwarte.

Alle Geschäftsbereiche im Rathaus müssen ihr Scherflein beitragen, damit die Stadt nicht noch mehr Miese macht. Die Sportverwaltung setzt dafür beim Personal an. Wie das funktionieren soll, erfuhr der Sportausschuss bei der Vorstellung des Haushaltsplan-Entwurfs.

Die zum Sportbereich gehörenden Bäderbetriebe wollen in diesem Jahr 809.000 Euro einsparen. Neben den bereits vorgestellten Konsolidierungsmaßnahmen wie der weiteren Absenkung der Wassertemperaturen im Badeland und der Erhöhung der Preise in der Eis-Arena hat die Bäderverwaltung auch die Kassenhäuschen in den Freibädern im Visier.

Im Freibad Fallersleben soll Dienstleister eingesetzt werden

Wie Bäder-Leiterin Sabrina Spring berichtete, soll im Freibad Fallersleben an den Wochenenden künftig ein Dienstleister zum Einsatz kommen, das soll rund 85.000 Euro einsparen. Geplant sei eine Kombination aus einem Ticketautomaten zusammen mit städtischem Personal und einem Dienstleister.

„Der Automat wird in ein neues System integriert. Wir stellen das Kassensystem um. Wir wollen weggehen vom Bargeld-Verkehr“, erklärte die Bäder-Leiterin. Man werde einen „noch nicht ganz effizienten Zwischenschritt mit städtischem Personal und Dienstleister machen“.

Sportdezernentin Monika Müller berichtete im Ausschuss, dass der Förderverein fürs VW-Bad mehrfach die Bitte nach einem Bargeld-Automaten geäußert habe. Doch die Stadt fürchtet Probleme mit Aufbrüchen und sonstigem Vandalismus, das Freibad-Gelände sei abgelegen. „Aber wir werden Wertkarten ermöglichen“, versprach die Dezernentin.

Nachdenken über Zukunft des Wasserparks Hehlingen

Zur Sprache kam auch der Wasserpark Hehlingen, der seit einigen Jahren mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hat. Thomas Schlick (AfD) wollte wissen, ob die im Haushalt eingeplante Summe ausreiche, um den Park zu erhalten – und was mit Einrichtung und Ausstattung sei.

„Wir haben schon größere Probleme, als wir mit der Summe lösen können“, räumte die Sportdezernentin ein. Man müsse darüber nachdenken, ob man den Wasserpark weiterlaufen lasse oder eine andere Nutzung vorstellbar sei, zum Beispiel ein klassischer Wasserspielplatz. „Wir sind im Austausch mit dem Ortsrat“, sagte Monika Müller und versicherte: „Der Wasserpark soll erhalten werden, in welcher Form auch immer.“ In der nächsten Sportausschuss-Sitzung soll es einen Bericht dazu geben.

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VfB Fallersleben stellt künftig drei Platzwarte

„Wir können dadurch Personal sparen“, hieß es seitens der Sportverwaltung zu einem Betriebsführungsvertrag, der mit dem VfB Fallersleben geschlossen werden soll. Mitarbeiter, die in Pension gehen, sollen nicht ersetzt werden und weiteres Personal auf anderen Anlagen eingesetzt werden.

Die Rede ist von den Platzwarten auf den Sportanlagen am Windmühlenberg in Fallersleben. „Drei Platzwart-Stellen werden nicht mehr besetzt“, kündigte Sport-Geschäftsbereichsleiter Reiner Brill an. Drei in Fallersleben beschäftigte städtische Mitarbeiter würden auf andere Anlagen verteilt beziehungsweise gingen in Rente.

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