VfL Wolfsburg: Der Stachel aus dem Hinspiel sitzt noch tief

Wolfsburg.  Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, fordert ein „Quäntchen mehr“ gegen Gent. Dessen Coach sagt: „Ein Punkt kann sehr wichtig sein.“

Schnelles Wiedersehen für Maximilian Arnold (vorne) und den VfL.

Schnelles Wiedersehen für Maximilian Arnold (vorne) und den VfL.

Foto: Darius Simka / regios24

Zwei Wochen ist das 2:2 im Hinspiel bei KAA Gent her– eine Partie, in der der VfL Wolfsburg eine 2:0-Führung unglücklich und nach strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen noch aus der Hand gab. Vor dem Wiedersehen in der Europa League am Donnerstag ab 21 Uhr ist den Beteiligten in Wolfsburg anzumerken, dass dieser Stachel noch tief sitzt.

„Wir haben Gent wieder in den Sattel geholfen“, erklärt Wout Weghorst. „Wir müssen unbedingt verhindern, dass wir, wenn wir wieder 2:0 führen, den Sieg noch aus der Hand geben.“ Dieses Missgeschick in Belgien scheint den Wolfsburgern auch einen kleinen Knacks gegeben zu haben. Danach folgten ein schwaches 0:0 gegen Kellerkind Augsburg sowie die klaren Niederlagen gegen Leipzig (1:6) und in Dortmund (0:3).

Oliver Glasner bewertet den Auftritt bei KAA gewohnt differenziert. Der VfL-Coach weiß: „ Gent hat zwölf von 13 Heimspielen gewonnen. Die einzigen, die den Platz nicht als Verlierer verlassen haben, waren wir. Das zeigt, dass unsere Leistung schon sehr, sehr okay war.“ Zuletzt stellten die Belgier ihre Heimstärke am vergangenen Wochenende unter Beweis, als sie den Tabellenzweiten Standard Lüttich mit 3:1 schlugen.

Glasner erwartet Gent ähnlich aufgestellt wie im Hinspiel. Anders als er hat sein Gegenüber, der Däne Jess Thorup , der mal für anderthalb Jahre in der 2. Liga beim KFC Uerdingen spielte, kaum rotiert seit der ersten Begegnung. Der VfL-Coach hofft, dass seine Mannschaft „das Quäntchen mehr“ auf den Platz bringt, „das uns im Hinspiel noch gefehlt hat. Ich bin zuversichtlich, dass das gelingt.“

Ebenso optimistisch ist allerdings Thorup. Gents Coach, der noch ordentlich Deutsch spricht, sagt über das Selbstvertrauen seiner zuletzt so erfolgreichen Elf: „Das kannst du nicht im Laden kaufen, das haben wir uns über Monate erarbeitet – und das brauchen wir auch gegen einen starken Gegner.“ Zu Beginn, so der 49-Jährige weiter, sei Wolfsburg der große Favorit gewesen. „Aber die Gruppe ist sehr ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen“, so Thorup. Seine Rechnung: „Wir wollen gewinnen, aber ein Punkt kann auch sehr wichtig sein.“

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