Niedersachsen

FDP fordert längeren Betrieb des Kernkraftwerks Emsland

Die Aufnahme zeigt die Reaktorkuppel und den Kühlturm des Kernkraftwerks Emsland. (Archivbild)

Die Aufnahme zeigt die Reaktorkuppel und den Kühlturm des Kernkraftwerks Emsland. (Archivbild)

Foto: Ingo Wagner / dpa

Lingen (Ems).  Niedersachsens FDP fordert die Landesregierung dazu auf, sich für einen Weiterbetrieb des Kernkraftwerks in Lingen einzusetzen.

Die FDP hat Niedersachsens Landesregierung aufgefordert, sich für einen Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Emsland in Lingen einzusetzen. Die Regierung müsse umgehend eine Task Force einsetzen, die eine Aufrechterhaltung des Leistungsbetriebs über das Jahresende hinaus ermöglicht, heißt es in einem Positionspapier zur Energieversorgung, das die Fraktion am Montag vorgestellt hat. Planmäßig soll das Kernkraftwerk Ende Dezember vom Netz gehen.

Bereits vergangene Woche hatte FDP-Chef Stefan Birkner der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ gesagt, wegen der zunehmend unsicheren Gasversorgung sei es „allerhöchste Zeit, alles zu tun, um den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke und insbesondere des Kernkraftwerks Emsland zu ermöglichen“. Schon kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte die FDP auch die erneute Nutzung bereits stillgelegter Atomkraftwerke vorgeschlagen.

Kommentar dazu: Schaltet die letzten AKW wie geplant ab!

Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) hat jedoch seitdem mehrfach erklärt, am Atomausstieg festhalten zu wollen. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betonte vor wenigen Tagen, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke würden mit Blick auf drohende Energieengpässe nicht kurzfristig helfen.

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