Tennis und Theater – in Braunschweig eine große Liebe

Braunschweig.  Am Montagabend ging es bei den „Sparkassen Open“ wieder klassisch zu. Die Sponsoren trafen sich zur Gala. Und es gab reichlich Gesprächsstoff.

Die Tennisfamilie: (von links): Turnierveranstalter Harald Tenzer, Knud Maywald (Vorstand Öffentliche), Werner Schilli (Vorstand Landessparkasse), Christoph Schulz (Vorstandsvorsitzender Landessparkasse) und Oberbürgermeister Ulrich Markurt.

Die Tennisfamilie: (von links): Turnierveranstalter Harald Tenzer, Knud Maywald (Vorstand Öffentliche), Werner Schilli (Vorstand Landessparkasse), Christoph Schulz (Vorstandsvorsitzender Landessparkasse) und Oberbürgermeister Ulrich Markurt.

Foto: Philipp Ziebart

Das Wetter könnte schöner, wärmer, angenehmer sein. Doch die hartgesottenen ATP-Fans nehmen’s, wie es kommt. Statt luftiger Sommerkleidchen oder Shorts sind Pullover und Schal derzeit die deutlich bessere Kleiderwahl.

Inzwischen schon traditionell hatten Turnierveranstalter Harald Tenzer und Turnierdirektor Volker Jäcke am Abend des Turniermontags zur großen Gala der „Sparkassen Open“ geladen: mit Sponsorenempfang und Klassik-Open-Air . Das Staatstheater stimmte dabei schon mal hochemotional auf die neue Spielzeit ein.

Christoph Schulz, Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse, erklärte, dass die Sponsoren über die Jahre zu einer Tennisfamilie zusammengewachsen seien. „Solch ein hochklassiges Turnier ist wirtschaftlich nicht allein aus Eintrittsgeldern zu bestreiten“, betonte er.

Von Turnierveranstalter Harald Tenzer gab es dann auch großen Dank an die Tennisfamilie, ohne die es einfach nicht ginge. Er dankte auch der Mehrwerk gGmbH aus Neuerkerode , die für die Verköstigung in der Business Lounge des Turniers zuständig ist. „Hier sind mehrere Menschen mit Behinderung aktiv – das ist gelebte Inklusion!“

Oberbürgermeister Ulrich Markurth musste seine Ansprache ins Mikro mit links erledigen: „Habe einen Tennisarm“, erklärte das Stadtoberhaupt lachend. „Das Charmante dabei: Ich spiele doch gar kein Tennis.“

Markurth verwies auf den enormen Effekt des Turniers für das Stadtmarketing. „Wir müssen die Stärken unserer Region hervorheben“, sagte er. Die Region sei im Wandel, und man wisse nicht, wohin dieser Wandel führe. „Das Stabile ist jedenfalls der Mittelstand, das sind Sie“, wandte er sich an die Unterstützer des Turniers.

Dann gab’s mächtig Musik. „City of Love“ heißt das Motto, bei dem sich das Theater als pulsierendes Herz der Stadt präsentieren will. Als Ort der Behauptung, dass Liebe stärker ist als Hass und gegen Spaltung und Vorurteile wirkt. So jedenfalls heißt es verheißungsvoll im Turniermagazin „Matchpoint“.

Intendantin Dagmar Schlingmann möchte mit dem Motto Impulse geben, neu und anders über alltägliche Dinge nachzudenken, eine klare Haltung zu entwickeln und die Welt als veränderbar zu zeigen.

Kleiner Rückblick auf Sonntag: Die Gastronomen auf der Anlage hatten zusammengelegt und für den Abend Tommy Reeve und zwei seiner Freunde engagiert. Das Trio passte perfekt in den Tennistainment-Rahmen, weil es einen herrlich entspannten Sound bot. Drei Musiker, die fantastisch harmonieren. Reeve heißt eigentlich Thomas Vogt und stammt aus München. 2008 war er mit dem Titel „Just One Woman“ bei der Deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest angetreten.

Kleiner Blick voraus: Am Dienstag wird auf der Tennisshowbühne im Bürgerpark die „Familie Hossa“ einheizen: mit wohlvertrauten deutschen Schlagern. Die aufgekratzte Truppe bringt fürs heimelige Ambiente sogar ihr eigenes Wohnzimmer mit.

Die musikalische Bilderbuchfamilie hat schon mit Jürgen Drews, Guildo Horn und Chris Roberts auf der Bühne gestanden. Die Familienmitglieder versprechen: „Wir nehmen die Zuhörer mit in eine Ära, in der Schlaghosen, Plateauschuhe und Brusthaare hip waren und die Hitparade mit Dieter Thomas Heck ein absoluter Pflichttermin.“

Na dann: Hossa!

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