St. Leonhard: Bald zieht hier neues Leben ein

Braunschweig.  Die Kindertagesstätte eröffnet am 15. Oktober. Ende November startet die Sanierung der alten Reitställe.

Das Quartier St. Leonhard: Vorn rechts das Kita-Gebäude, links die beiden alten Pferdeställe.

Das Quartier St. Leonhard: Vorn rechts das Kita-Gebäude, links die beiden alten Pferdeställe.

Foto: Norbert Jonscher

Den stadtbildprägenden Kirchturm von St. Leonhard sieht man kaum noch. An der Ecke zum Leonhardplatz schießt das imposante Eckgebäude in die Höhe. Und weiter hinten, im neuen Stadtquartier St. Leonhard am Hauptbahnhof, zieht jetzt neues Leben ein. Die Kita St. Leonhard International des CJD Braunschweig eröffnet in ihrem neuen, soeben fertiggestellten Gebäude. Am Montag, 15. Oktober, kommen die Kinder.

Offizielle Eröffnung am 24. Oktober

Offizielle Eröffnung in Haus 4 des Quartiers – das erste von insgesamt 7 Häusern – sei aber erst eine Woche später, sagt Kita-Leiterin Julia Dogan. „Wir freuen uns schon total. Alles ist so schön bunt geworden, jede Gruppe hat eine andere Farbe.“ Julia Dogan spricht von einer „wunderschönen Stadt-Kita im Herzen von Braunschweig“.

Die zurzeit noch inmitten einer Baustelle liegt. Das Bild wirkt surreal: Ein Klettergerüst auf saftig grünem Rollrasen hier und ringsherum, jenseits des Zauns, Bauschutt. Dogan: „Das ist aber kein Problem. Und für die Eltern haben wir einen sicheren Zu- und Abweg über das Gelände der Grundschule.“

Die Kita bietet Platz für 105 Kinder

Die neue Kita bietet einen Lebens-, Lern- und Spielort für 105 Kinder. Zwei Krippengruppen beherbergen 15 Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren. Drei Kindergartengruppen sind geplant für je 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Kita ist von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Sie zielt in ihren Ü3-Gruppen auf deutsche und internationale Familien, denen eine Zweisprachigkeit (Deutsch – Englisch) von Anfang an wichtig ist. „Dabei werden die Sprachen nicht gelehrt, sondern gelebt“, heißt es. In jeder Gruppe gebe es zwei pädagogische Fachkräfte, die im Alltag mit den Kindern entweder Deutsch oder Englisch sprechen.

Seit 1978, als die Reiterstaffel der Polizeidirektion Braunschweig das ehemalige Landesgestüt verließ, hatte das Areal gegenüber der Stadthalle weitgehend brach gelegen. Tagesklinik, Diakoniestation, stationäres und betreutes Wohnen, Werkstätten für Menschen mit Einschränkungen sollen das Quartier St. Leonhard zu einem inklusiven Leuchtturmprojekt machen. Abgerundet wird der Gedanke des integrativen Quartiers durch die Errichtung von 36 attraktiven Mietwohnungen für Singles und Familien.

Wie geht es weiter?

Als nächstes sollen die beiden denkmalgeschützten Stallscheunen saniert werden. Sie befinden sich nach jahrzehntelangem Leerstand in einem heruntergekommenen Zustand. Die Sanierung startet Ende November. Schon jetzt ist klar: Viele marode Elmsandsteine müssen aus statischen Gründen ersetzt werden. Hierfür liegen bereits Quader bereit, die beim Abriss der alten Pferdeställe an der Westseite des Areals ausgebaut wurden.

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