Großer Ansturm auf die neue Kita im Quartier St. Leonhard

Braunschweig.  Im Oktober startet die internationale Kita des CJD Braunschweig. Es gab 300 Anfragen auf 100 Plätze.

Julia Dogan ist die neue Leiterin der Kita International im CJD Braunschweig. Das Foto zeigt sie auf der Baustelle der Kita im Quartier St. Leonhard.

Julia Dogan ist die neue Leiterin der Kita International im CJD Braunschweig. Das Foto zeigt sie auf der Baustelle der Kita im Quartier St. Leonhard.

Foto: Privat

Das Interesse an der neuen internationalen Kindertagesstätte, die das CJD im Oktober im neuen Quartier St. Leonhard eröffnet, ist riesig. „Wir könnten locker noch eine zweite Kita eröffnen“, freut sich die neue Leiterin der Einrichtung, Julia Dogan, über die große Nachfrage. 300 Familien hätten sich für die 105 Plätze interessiert. Und für 2019 lägen bereits weitere rund 100 Anfragen vor.

105 Kinder aus 26 Nationen

Zwei Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren und drei Kindergartengruppen entstehen im neuen Quartier. Der Kindergarten mit den Kindern ab drei Jahren arbeitet bilingual: In jeder Gruppe gibt es zwei pädagogische Fachkräfte, die im Alltag mit den Kindern exklusiv entweder Deutsch oder Englisch sprechen – ergänzt durch starke Mimik und Gestik. „Mit dieser relativ neuen, aber bereits erfolgreich etablierten Immersionsmethode arbeiten zu können, ist natürlich toll“, freut sich die 36-jährige Erzieherin.

„Immer mehr Familien ist die Zweisprachigkeit zu Recht von Anfang an in der Erziehung wichtig“, sagt Julia Dogan. Sie ist derzeit noch damit beschäftigt, das Betreuungsteam zusammenzustellen. Die Gespräche mit den Bewerbern führt sie ebenfalls zweisprachig. „Alles andere ergibt bei unserer Kita keinen Sinn“, erklärt sie lachend.

Julia Dogan ist geborene Wolfenbüttelerin, ihre Eltern gehören der ethnischen Minderheit der Aramäer an. Sie flohen 1979 als verfolgte Christen aus ihrer Heimatregion zwischen Euphrat und Tigris nach Deutschland. „Fragen nach Heimat und Herkunft kann ich also nicht so einfach beantworten“, verweist Julia Dogan auf die religiösen und kulturellen Wurzeln ihrer Familie.

Ein bilinguales Angebot, kombiniert mit Betreuungszeiten zwischen 7 und 17 Uhr: Das scheint gut anzukommen bei den Eltern. Im Oktober geht es los – zwei Monate später, als ursprünglich geplant. 105 Kinder aus 26 Nationen werden die neue Einrichtung besuchen.

Start der Oberschule verschoben

Den Start der geplanten Oberschule hingegen hat das CJD um ein Jahr verschoben. Eigentlich hatte die private Schule zum neuen Schuljahr in den ehemaligen Räumen des Internats starten sollen – als erste Schule dieser Schulform in Braunschweig. Die Nachfrage war im Frühjahr schleppend gestartet. CJD-Sprecher Hubert Hüttermann erklärt: „Eine besonders geeignete Schulleitung konnte für das Schuljahr 2019/2020 gewonnen werden, daher hat das Leitungsteam die Verschiebung um ein Jahr beschlossen.“

Bereits angemeldete Schüler wurden am CJD-Gymnasium Christophorusschule und anderen Schulen untergebracht. „Alle weiteren Aufnahmegespräche wurden gestoppt und die Familien rechtzeitig informiert“, so Hüttermann.

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