Wolfenbüttel. In Berlin erlebten die Schloss-Schüler viel Spannendes. Eine Begegnung zeigte aber auch, wie schön es doch in der Lessingstadt ist.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums im Schloss machten sich jüngst auf die Reise in die Hauptstadt, um im Rahmen einer dreitägigen Exkursion fachliche Schwerpunkte in Politik-Wirtschaft, Erdkunde und Religion zu vertiefen. Die Fahrt bot den 150 Jugendlichen die Gelegenheit, Berlin als politisches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum Deutschlands zu erleben, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.

Die Schülerinnen und Schüler erkundeten das Jüdische Museum, nahmen an einem Planspiel im Bundesrat teil und besuchten den Deutschen Bundestag. Hier trafen die Teilnehmerinnen den Abgeordneten Victor Perli (Die Linke) zum Gespräch. Ein weiteres Highlight sei der Vortrag im Bundesverteidigungsministerium gewesen, der den Jugendlichen einen Einblick in sicherheitspolitische Fragestellungen bot.

Ein tierisch gutes Argument für die Kleinstadt

Weiterhin stand ein Ausflug zum Evangelischen Johannesstift in Spandau auf dem Programm sowie eine Erkundung der Stadtmission am Hauptbahnhof. Außerdem setzten sich die Schüler im Rahmen einer stadtgeografischen Rallye in Berlin-Kreuzberg mit der Gentrifizierung und Entwicklung der Stadt auseinander.

„Ich war wirklich beeindruckt vom Jüdischen Museum, nicht zuletzt wegen seiner faszinierenden Architektur, weil dadurch auf eine besondere Weise die Geschichte der Juden während der NS-Zeit erzählt wird“, resümierte Schüler Robert Klam den Museumsbesuch. Und Jackson Langner sagte: „Neben den Programmpunkten hatten wir auch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Ich war mit meiner Gruppe shoppen in der Mall of Berlin, hab Fotos am Brandenburger Tor geschossen und wir sind eine Menge U-Bahn gefahren. Am Alex habe ich zum ersten Mal eine Ratte gesehen. Das war der Moment, an dem ich realisiert habe, wirklich in einer Kleinstadt leben zu wollen.“

Berlin-Fahrt bringt mehr als nur Fachkenntnisse

„Wir legen am Gymnasium im Schloss großen Wert darauf, den Schülerinnen und Schülern nicht nur fundierte Fachkenntnisse zu vermitteln, sondern auch ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Die Berlin-Fahrt ist hierfür aus zwei Gründen ein wichtiger Baustein. Der Aufenthalt bietet den Jugendlichen die Chance, über den Schulalltag hinaus im Fächerverbund praxisorientiert zu lernen. Außerdem müssen sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen selbstständig in der Stadt orientieren“, erläuterte Sabine Fuß stellvertretend für das Orgateam die Intention der Fahrt, die nun bereits zum vierten Mal stattfand.

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