Naldo ist Co-Trainer bei Schalke: Es ist alles neu für mich

Wolfsburg.  Die Pokalsieger-Medaille des VfL Wolfsburg hat Naldo immer in Griffweite. Jetzt freut er sich aufs Wiedersehen - und lobt Maximilian Arnold.

Der ehemalige Wolfsburger Abwehr-Chef ist nun Co-Trainer von Schalke 04. Eine Aufgabe, die dem 38 Jahre alten Deutsch-Brasilianer sehr gefällt. 

Der ehemalige Wolfsburger Abwehr-Chef ist nun Co-Trainer von Schalke 04. Eine Aufgabe, die dem 38 Jahre alten Deutsch-Brasilianer sehr gefällt. 

Foto: RHR-FOTO/Tim Rehbein via www.imago-images.de / imago images/RHR-Foto

Bei Oliver Glasner stehen die Initialen OG auf den Trainingsklamotten, bei Bruno Labbadia natürlich BL, und Hansi Flicks Outfit schmücken die Buchstaben HF. So ist’s altbekannter Usus bei den Trainern der Fußball-Bundesliga. Aber ein ganz neuer Kollege schert aus: Naldo . Auf seinem blauen Trainingsanzug prangt neben dem Logo von Schalke 04 ein einsames N. Naldo eben.

Der 38-Jährige hat seine aktive Karriere im September beendet, und im Oktober mit dem nächsten Kapitel seiner erfolgreichen Fußball-Laufbahn begonnen. Manuel Baum holte ihn als Co-Trainer zu den darbenden Schalkern, die in einer Negativspirale feststecken. Am Samstag empfangen die Gelsenkirchener nun den VfL Wolfsburg . Ohne Sieg gegen unbesiegt. Und Naldo gab vorab in einer Medienrunde Auskunft über seinen neuen Job, seine Aufgaben und Maximilian Arnold.

Naldo über...

… den Eindruck von seiner Mannschaft : „Wir haben in der Länderspielpause ganz hart gearbeitet, um endlich unseren ersten Dreier zu holen. Beim 2:2 in Mainz haben wir uns besser präsentiert und einen kleinen Schritt gemacht, wir hatten wieder Struktur und Leben auf dem Platz. Am Samstag gegen Wolfsburg müssen wir es noch besser machen. Aber das wird nicht einfach, der VfL ist ein extrem unangenehmer Gegner für jede Mannschaft. Aber wir werden unsere Möglichkeiten bekommen. Es sieht momentan viel besser aus bei uns.“

… seine Aufgabe als Co-Trainer : „Ich bin seit ein paar Wochen hier. Zu Beginn war die Stimmung nicht gut, jetzt ist sie schon spürbar besser. Meine Aufgabe ist es, den Spielern Selbstvertrauen zu geben und eine positive Grundstimmung zu vermitteln. Meine Ziel ist, dass die Mannschaft dann auf dem Platz eng und gut zusammenbleibt, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Ich spreche jeden Tag mit den Spielern, um ihnen Vertrauen zu geben. Auch mit den Spielern, die vielleicht nicht zur ersten Elf gehören, die sind besonders wichtig fürs Klima des Teams. Wir müssen einfach zusammenbleiben.“

… sein Verhältnis zu Chef-Trainer Baum : „Ich lerne sehr viel von ihm. Es ist alles neu für mich auf der anderen Seite. Jetzt darf ich nach dem Training nicht direkt nach Hause gehen, sondern muss die Einheit noch nacharbeiten und die nächste schon vorbereiten (lacht). Das ist anstrengend, aber es macht mir sehr viel Freude. Manuel gibt mir viele Tipps. Er macht sich 18 Stunden am Tag Gedanken, wie wir uns verbessern können. Er ist wirklich zu 100 Prozent Schalker. Das beeindruckt mich.“

… Kontakte zum VfL : „In dieser Woche haben wir noch keinen Kontakt gehabt. Ich werde sicher nach dem Spiel mit einigen Spielern quatschen. Ansonsten schreibe ich immer mal wieder mit Josuha Guilavogui und Marcel Schäfer. Und auch mit Maximilian Arnold. Er ist ein echter Leader geworden, übernimmt Verantwortung und hat sich sowohl in der Offensive als auch in der Defensive deutlich verbessert. Dazu hat er nun die Ruhe am Ball. Das freut mich sehr für ihn. Meine Zeit beim VfL war wunderbar. Die Medaille vom DFB-Pokalsieg 2015 liegt in meiner Wohnung auf einem guten Platz, damit ich sie immer sehen kann (lacht).“

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