Bruma ist beim VfL Wolfsburg nur dabei statt mittendrin

Wolfsburg.  Der Verteidiger hat sich von seiner Verletzung erholt. Dennoch spielt er in den Planungen des VfL Wolfsburg keine Rolle. Der Trainer lobt ihn.

Jeffrey Bruma ist beim VfL Wolfsburg nur noch dabei und nicht mehr mittendrin. 

Jeffrey Bruma ist beim VfL Wolfsburg nur noch dabei und nicht mehr mittendrin. 

Foto: Darius Simka / regios24

Jeffrey Bruma hat seinen Muskelfaserriss auskuriert und stand am Dienstag erstmals seit dem Knall im Oberschenkel wieder mit seinen Kollegen des VfL Wolfsburg auf dem Trainingsrasen. Dennoch ist der 29 Jahre alte Niederländer beim Bundesligisten außen vor. Er ist nur dabei statt mittendrin.

Oliver Glasner hat keine Verwendung für den Abwehrbüffel, der mit einer rigorosen Zweikampfführung in der Luft und am Boden ausgestattet ist, aber nicht schnell und spielstark genug ist, um in des Trainers Abwehr spielen zu dürfen. „Es ist nicht so einfach für Jeff“, sagt der 46 Jahre alte Österreicher, der wegen der zweitstabilsten Abwehrreihe der Bundesliga keine Umbaunöte hat.

Glasner lobt Bruma

Glasner: „Maxence Lacroix tritt sehr stabil auf unglaublich hohem Niveau auf, John Anthony Brooks ebenfalls, und Marin Pongracic ist nach seiner Erkrankung zurück. In der Innenverteidigung wechselt man als Trainer ohnehin nicht permanent, erst recht nicht, wenn es die Jungs gut machen. Daher hat Jeff jetzt nicht die Perspektive, in zwei, drei Wochen wieder sicher zu spielen. Aber“, lobt Glasner, „er verhält sich sehr professionell und zieht immer voll mit.“

VfL überwies 11,5 Millionen Euro

Nur dabei statt mittendrin - das gilt für Bruma und den VfL noch bis maximal Ende Juni 2021. Dann läuft der Vertrag des Verteidigers aus, den er im Sommer 2016 unterschrieben hatte, als Ex-Manager Klaus Allofs ihn zum Naldo-Nachfolger machte. 11,5 Millionen Euro machte der VfL locker, um Bruma von der PSV Eindhoven loszueisen.

Nur 50 Einsätze

Nur: Ausgezahlt hat sich das Invest nie. Der knüppelharte Niederländer kam in viereinhalb Jahren teils verletzungsbedingt, teils formbedingt, teils fehlender Lobby bei Trainern bedingt auf bloß 50 Einsätze. Mehr werden aller Voraussicht nach auch nicht folgen.

5 Millionen Euro Gehalt

Dennoch - und da kann man dem Spieler keinen Vorwurf machen - gehört der 29-Jährige zu den Bestverdienern des gesamten Kaders. Kaum ein Vertrag ist besser dotiert als der des Niederländers, der um die 5 Millionen Euro im Jahr einsacken soll. Die Wolfsburger Verantwortlichen werden froh sein, wenn sie Bruma im Sommer von der Gehaltsliste streichen können. Genau wie Yunus Malli. Beide haben, obwohl sie fit sind, keine Perspektive mehr beim VfL.

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