Maximilian Arnold und der stabile Kern des VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Das Trainer-Theater hatte anders als in der Vergangenheit keinen Einfluss auf die Spieler des VfL Wolfsburg.

Der VfL Wolfsburg kommt in der Bundesliga nicht voran. Wenngleich der Punkt in Mönchengladbach für Maximilian Arnold und Co. zumindest ein kleiner Erfolg ist. 

Der VfL Wolfsburg kommt in der Bundesliga nicht voran. Wenngleich der Punkt in Mönchengladbach für Maximilian Arnold und Co. zumindest ein kleiner Erfolg ist. 

Foto: Darius Simka / regios24

Die Partie des VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim war nicht nur sportlich wichtig für den Bundesligisten, sondern auch ein Stimmungstest. Wie würden die Kicker reagieren auf das Theater in der Chefetage, das durch Oliver Glasners Transferkritik in der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel in die Öffentlichkeit getragen wurde? Die Antwort fiel positiv aus: Sie ließen sich gar nichts anmerken und lieferten vor allem in der ersten Hälfte eine gute Partie ab. Maximilian Arnold erklärt: „Wir haben das nie thematisiert und unseren Stiefel heruntergespielt.“

Unruheherde sind weg

Früher, da stimmt der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler zu, hätten solche Unruheherde auch einen Einfluss auf die Spieler gehabt. „Heute aber nicht mehr“, so Arnold. „Wir kümmern uns nur noch um die Dinge, die wir selbst beeinflussen können. Und das sind die Dinge auf dem Platz. Wir haben einfach unseren Job gemacht: Fußball spielen.“

„Ich habe so viel erlebt“

Was sich so einfach und logisch anhört, ist in der Praxis oftmals genau das Gegenteil. In den beiden Relegationsjahren hätte eine solche Diskussion sicher auf die Spieler abgefärbt und deren Leistungen auf dem Rasen beeinträchtigt. Beweise dafür lieferten die VfL-Profis in diesen Phasen zuhauf. Jetzt wirkt die Mannschaft im Kern sehr viel stabiler, deutlich gefestigter. Arnold sagt: „Ich habe hier schon so viel erlebt.“

Viele Manager und noch deutlich mehr Trainer waren es in den zehn Spielzeiten, in denen Arnold mittlerweile das Wolfsburger Trikot in der Bundesliga trägt. Solche Erfahrungen härten ab.

Glasner bleibt

In den Jahresendspurt geht der VfL nun mit Glasner. Der 46 Jahre alte Österreicher hatte sich am Freitag noch zum Rapport bei Sportchef Jörg Schmadtke sowie Sportdirektor Marcel Schäfer einfinden und sich erklären müssen. Das Ende vom Lied: Der 46 Jahre alte Österreicher bleibt Trainer des VfL – und hat drei vermeintlich leichte Aufgaben vor der Brust.

Einfaches Programm?

Schalke, Bremen und Köln heißen die nächsten drei Gegner. Das klinge schon machbarer als wenn es nun gegen Bayern, Dortmund und Leipzig gehen würde, sagt Arnold. „Aber wenn wir mit dem Gedanken in die Spiele gehen und locker-flockig Einszweidrei spielen, dann fliegen wir auf die Nase. Es darf nicht passieren, dass wir leichtfertig werden und diese Gegner unterschätzen. Denn die können auch alle kicken.“

„… dann haben wir gute Chancen“

Gleichwohl, da sind sich alle im Allerpark einig, bieten die drei Gegner drei große Chancen, sich oben in der Tabelle festzusetzen. „Spielen wir so weiter wie bisher“, sagt Arnold, „dann haben wir gute Chancen.“

Der 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim, einen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze, soll Auftrieb gegen im Jahresendspurt. In der Länderspielpause konnten sich zudem wichtige Spieler wie Kapitän Josuha Guilavogui oder Verteidiger Kevin Mbabu von ihren Verletzungen erholen und stehen Glasner nun wieder zur Verfügung. Darüber hinaus wurde der Zwist zwischen Schmadtke und Glasner aus der Welt geschafft. Zumindest für die Öffentlichkeit. Intern dürfte es schwierig bleiben. Aber, und das ist das beste Ergebnis der Geschichte, die keinen echten Sieger kennt: Der Mannschaft ist es egal.

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