Glasner freut sich auf seinen Vorgänger beim VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Bislang hatte der Coach des VfL Wolfsburg keinen Kontakt zu Bruno Labbadia. „Er ist ein sehr erfolgreicher Trainer.“

Freut sich aufs Kennenlernen: Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, trifft in Berlin erstmals auf seinen Vorgänger Bruno Labbadia.

Freut sich aufs Kennenlernen: Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, trifft in Berlin erstmals auf seinen Vorgänger Bruno Labbadia.

Foto: Darius Simka / regios24

Der eine kam, weil der andere ging: Oliver Glasner ist auch deshalb jetzt Trainer des VfL Wolfsburg, weil Bruno Labbadia seinen Vertrag beim Bundesligisten 2019 nicht verlängern wollte. Am Sonntag ab 18 Uhr treffen beide erstmals aufeinander, wenn der VfL im aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen leeren Olympiastadion bei Labbadias neuem Klub Hertha BSC in Berlin antritt.

Wer einen neuen Job antritt, der erkundigt sich vielleicht mal beim Vorgänger, wie die Lage ist oder auf was er achten muss. Womöglich ist das bei Bundesliga-Trainern aber auch anders. Als Glasner im Sommer 2019 das Trainerbüro von Labbadia übernahm, gab’s jedenfalls keinerlei Austausch zwischen beiden. „Es gab keinen Kontakt“, sagt der aktuelle VfL-Coach. „Ich habe seine Nummer auch gar nicht.“ Wobei das sicher das geringste Problem gewesen wäre…

Dass es nicht zu einem Austausch kam, heißt jedoch nicht, dass Glasner da Berührungsängste hat. Das Gegenteil ist der Fall. „Ich freue mich darauf, ihn kennenzulernen“, sagt der Österreicher vor der Partie am Sonntag in Berlin. Er hat großen Respekt vor seinem Vorgänger auf dem VfL-Stuhl: „Er ist ein sehr erfolgreicher Trainer, der schon lange in der Bundesliga arbeitet. Und ich war ja auch ein Profiteur seiner Arbeit in Wolfsburg.“

Labbadia wurde Sechster, Glasner Siebter

Stimmt, schließlich hatte Labbadia den VfL im Abstiegskampf übernommen und in seiner zweiten Saison sogleich ins europäische Geschäft geführt. In diesem sportlich stabilem Zustand übernahm Glasner den Klub dann. Auf Labbadias Platz 6 aus der Saison 2018/19 folgte Rang 7 in der zurückliegenden Spielzeit. Da war es noch nicht zu einem Wiedersehen mit dem Ex-Coach gekommen, weil dieser die Hertha erst im April von Alexander Nouri übernommen hatte.

Beide Trainer eint das gemeinsame Ziel: Sie sollen ihre Klubs ins internationale Geschäft führen. „Er ist ein sehr, sehr gute Trainer, das hat er in Wolfsburg gezeigt“, lobt Glasner Vorgänger Labbadia. Doch Geschenke wird’s am Sonntag natürlich keine geben.

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