Stuhr. Über 20 Personen wurden bei dem Feuer in Osterholz-Scharmbeck verletzt. Unfälle bei Seesen und Belm, Prügelei bei Kohltour – der Blaulicht-Überblick.

Nach dem Feuer in einem Wohnblock in Osterholz-Scharmbeck mit 22 Verletzten ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Eine technische Ursache für den Brand könne ausgeschlossen werden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage. Spezialisten hätten den Brandort am Montag untersucht. Dabei seien Spuren dokumentiert und Proben genommen worden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand setzten bislang unbekannte Täter Sperrmüll und Abfall in Brand, wie es in einer Mitteilung der Polizei am Montagabend hieß. Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Die Höhe des Schadens konnte zunächst nicht beziffert werden.

Bei dem Feuer am späten Samstagabend waren insgesamt 22 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Zwei Personen schwebten weiterhin in Lebensgefahr, hieß es weiter.

Bei dem Brand hatte es laut Polizei und Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung im Treppenraum gegeben. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner waren deshalb in oberen Stockwerken in ihren Wohnungen des insgesamt achtstöckigen Gebäudes eingeschlossen. Feuerwehrleute retteten sie mithilfe von Drehleitern. Mehr als 100 Kräfte waren im Einsatz.

38-jähriger Autofahrer prallt in Stuhr gegen Baum und stirbt

Ein 38 Jahre alter Autofahrer ist mit seinem Wagen in Stuhr im Landkreis Diepholz gegen einen Baum geprallt und gestorben. Der Mann kam in der Nacht zu Sonntag mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Er sei noch am Unfallort seinen Verletzungen erlegen.

Ein Autofahrer ist mit seinem Wagen in Stuhr im Landkreis Diepholz gegen einen Baum geprallt und gestorben.
Ein Autofahrer ist mit seinem Wagen in Stuhr im Landkreis Diepholz gegen einen Baum geprallt und gestorben. © DPA Images | Nord-West-Media TV

Erhebliche Schäden an seinem Auto ließen vermuten, dass der Fahrer sehr schnell unterwegs war. Doch sei die Unfallursache bislang nicht abschließend geklärt. Die betroffene Straße blieb am Sonntagmorgen zunächst gesperrt. Zu größeren Verkehrseinschränkungen sei es aber nicht gekommen.

Kreis Osnabrück: Frau stirbt bei Frontalzusammenstoß zweier Autos

Beim Zusammenstoß zweier Autos im Landkreis Osnabrück ist eine 63-Jährige ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt. Ein 19-Jähriger war mit seinem Auto am Sonntag auf einer Landesstraße bei Belm in den Gegenverkehr geraten und mit dem Fahrzeug der 63-Jährigen frontal zusammengestoßen, wie die Polizei mitteilte.

Auch interessant

Vermutlich war überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch am Unfallort. Der 19-Jährige sowie sein 33 Jahre alter Beifahrer wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Straße blieb stundenlang voll gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Feuerwehrleute stehen an der Unfallstelle. Beim Zusammenstoß zweier Autos im Landkreis Osnabrück ist eine Frau ums Leben gekommen.
Feuerwehrleute stehen an der Unfallstelle. Beim Zusammenstoß zweier Autos im Landkreis Osnabrück ist eine Frau ums Leben gekommen. © DPA Images | Nord-West-Media TV

Schwerer Unfall bei Seesen: Schwerverletzte muss aus Wagen befreit werden

Durch einen Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 243 zwischen Seesen und Bornhausen hat sich am Samstag eine 25-jährige Frau schwer verletzt. Den Polizei-Angaben zufolge war sie gegen 17.52 Uhr in Richtung Bornhausen unterwegs gewesen, alleinbeteiligt von der Straße abgekommen und sowohl mit einem Baum als auch mit drei Leitpfosten und einem Verkehrsschild kollidiert. Am Ende verkeilte sich das Fahrzeug in einem weiteren Baum.

Durch die Kollision und die damit verbundenen Deformierung des Autos konnte sich die schwerverletzte Frau nicht eigenständig aus dem Wagen befreien. Feuerwehr und Rettungsdienst bargen und versorgten sie. Das Auto war ein Totalschaden, der Gesamtschaden beträgt etwa 15.000 Euro. Während der Bergungsarbeiten war die B243 zwischen Seesen und Bornhausen vollständig gesperrt.

Bremen: Schlägerei unter Teilnehmern mehrerer Kohltour-Gruppen

Teilnehmer mehrerer Kohltour-Gruppen haben sich in der Nacht zu Sonntag in Bremen geprügelt. Vier Beteiligte wurden bei dem Vorfall leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Etwa 30 Menschen sollen ersten Meldungen nach in die Auseinandersetzung verwickelt gewesen sein, teilte die Polizei mit. Die Schlägerei ereignete sich in und vor einer Gaststätte. Es sei ein Pfefferspray eingesetzt worden, teilte die Polizei mit.

Warum es zu dem Streit unter den Teilnehmern mehrerer Kohltour-Gruppen kam, war zunächst noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Wie viele verschiedene Gruppen an der Prügelei beteiligt waren, ist der Polizei nicht bekannt. Bei Kohltouren handelt es sich um einen Brauch, der vor allem im Norden sehr verbreitet ist.