Hannover. „Als Arzt schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, sagt Niedersachsens Minister. Unklar ist noch, ob es Modellregionen geben soll.

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) sieht die Pläne zur Cannabislegalisierung wegen gesundheitlicher Risiken kritisch. Der Wirkstoff THC könne laut Studien im Gehirn junger Menschen zwischen 18 und 25 Jahren kurz- und mittelfristig Schäden hervorrufen, sagte der Politiker dem „Weser-Kurier“. Persönlich halte er für Menschen in dieser Altersgruppe eine Art Cannabis light, die er nicht weiter konkretisierte, für denkbar.

Der Minister sagte zudem, dass noch unklar sei, ob es in Niedersachsen Modellregionen geben soll, in denen die Droge in Fachgeschäften gekauft werden kann. Bisher ist vorgesehen, das Cannabis ansonsten nur in sogenannten Cannabis-Clubs angebaut und an Mitglieder verkauft werden darf.

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„Ich persönlich finde es besser, saubere Medikamente zu verteilen als Medikamente, die noch kränker machen“, sagte Philippi. Derzeit sei es leicht, an unsaubere und gestreckte Substanzen zu kommen, die teilweise hochgiftig sind und junge Menschen noch schneller abhängig machen. Die Idee der Cannabis-Clubs, in denen Mitglieder bis zu fünf Pflanzen besitzen dürfen, finde er dennoch befremdlich, sagte der Minister. „Als Arzt schlagen zwei Herzen in meiner Brust.“

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