Polizei Niedersachsen

Kreis Uelzen: Betrunkene prügeln sich mit Krücke und Spaten

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Im Landkreis Uelzen haben sich am Samstag vier alkoholisierte Männer geschlagen – mit ungewöhnlichen Waffen. (Symbolbild)

Im Landkreis Uelzen haben sich am Samstag vier alkoholisierte Männer geschlagen – mit ungewöhnlichen Waffen. (Symbolbild)

Foto: Silas Stein / dpa

Bad Bodenteich.  Vier Männer verletzten sich am Samstagabend in Bad Bodenteich gegenseitig. In der Region Hannover wurde ein Geldautomat gesprengt. Der Überblick.

Bei einer Schlägerei in Bad Bodenteich sind vier betrunkene Männer mit einer Krücke und einem Gartenspaten aufeinander losgegangen. Alle Beteiligten im Alter von 22 bis 50 Jahren waren bei dem Vorfall am Samstagabend im Landkreis Uelzen stark alkoholisiert, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Durch einen Schlag mit einem Spaten erlitt einer von ihnen eine Platzwunde an der Stirn und musste im Krankenhaus behandelt werden. Ein anderer wurde mit einer Krücke an der Nase und am Ellenbogen verletzt.

Mehrere Zeugen beobachteten das Szenario auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Die Polizei stellte dann die Atemalkoholwerte der Männer fest – dabei betrug der geringste gemessene Wert 1,13 Promille und der höchste 3,07 Promille. Gegen alle vier wurden diverse Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der genaue Grund für die Auseinandersetzung war zunächst unklar.

Autofahrer stirbt nach Aufprall von Wagen gegen Baum in der Wedemark

Bei einem Verkehrsunfall in der Wedemark (Region Hannover) ist in der Nacht zu Sonntag ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der Mann starb noch an der Unfallstelle, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen war er in einer Linkskurve mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Die Identität des Fahrers und die Unfallursache blieben zunächst unklar.

Geldautomat in Isernhagen gesprengt – Gebäude stark beschädigt

Unbekannte haben einen Geldautomaten in einer Bankfiliale in der Gemeinde Isernhagen (Region Hannover) gesprengt. Ob die vier mutmaßlichen Täter in der Nacht zu Sonntag dabei Geld erbeuteten, war zunächst unklar. Das Gebäude des Geldinstituts sei durch die Detonation mit Festsprengstoff stark beschädigt worden, hieß es. In der Umgebung der Bank befinden sich einem Polizeisprecher zufolge vor allem Gewerbeimmobilien. Menschen wurden nicht verletzt.

Nach den bisherigen Ermittlungen erschütterte gegen 2.35 Uhr ein lauter Knall den Ortsteil Altwarmbüchen. Anwohner wurden wach und beobachteten vier Personen. Drei von ihnen hantierten im Vorraum des Geldinstituts herum. Ein Anwohner alarmierte daraufhin die Polizei. Doch noch vor dem Eintreffen der Beamten flüchteten die Täter in einem schwarzen Auto Richtung Autobahn. Die sofort eingeleitete Großfahndung, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, blieb erfolglos.

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Da nach der Sprengung nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch scharfes Sprengmaterial in den Räumen befand, wurden Spezialisten des Landeskriminalamts Niedersachsen hinzugezogen. Die Schadenssumme war zunächst unklar. Ermittelt wird laut Polizei wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Verbindung mit gemeinschaftlichem schweren Bandendiebstahl. Die Beamten hoffen nun auf Zeugenhinweise.

Hoher Sachschaden nach Brand eines Autohauses in Rastede

In einem Autohaus in Rastede (Landkreis Ammerland) hat es in der Nacht zum Sonntag aus noch ungeklärter Ursache gebrannt. Ersten Schätzungen zufolge sei dabei ein Sachschaden in Millionenhöhe entstanden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Flammen hatten sich von der Werkstatt des Hauses rasch in Richtung des Verkaufsraumes ausgebreitet. Nach Angaben der Polizei befanden sich dort mehrere hochwertige Oldtimer. In welchem Maße diese beschädigt wurden, blieb zunächst unklar.

Die Feuerwehr löschte den Brand und rückte den Angaben zufolge am frühen Morgen ab. Während der Löscharbeiten wurde ein Abschnitt der Oldenburger Straße voll gesperrt.

„Querdenken“-Kundgebung in Hannover gegen Corona-Politik

Über 2.500 Menschen sind laut Polizei einem Aufruf der „Querdenken“-Bewegung gefolgt und haben in der Innenstadt von Hannover gegen die Corona-Politik demonstriert. Am frühen Samstagnachmittag versammelten sich zunächst rund 750 Demonstrantinnen und Demonstranten auf dem Opernplatz, wie ein Polizeisprecher sagte. Später, als der Demonstrationszug durch die City lief, erhöhte sich die Zahl demnach deutlich auf in der Spitze rund 2.550 Menschen. Die Veranstalter hatten bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.

Die Demonstration sei am Abend auf dem Trammplatz mit einer Kundgebung zu Ende gegangen. Sie stand unter dem Motto: „Rücknahme der einrichtungsbezogenen Impfpflicht!!! Aufarbeitung der niedersächsischen Coronapolitik jetzt sofort!!!“

Die Kundgebung sei weitgehend friedlich verlaufen, so die Polizei. Allerdings hätten Polizisten einen Redner von einer Bühne holen müssen, hieß es am Nachmittag. Er habe unter anderem gegen Auflagen der Demonstration verstoßen. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zudem gab es weitere kleinere Zwischenfälle.

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