Kommentar

Braunschweiger Startup ist ein Kämpfer gegen Corona

„Das Braunschweiger Projekt erinnert an die Tübinger Firma Curevac – wie Corat Therapeutics eine Biotech-Firma.“

Es gibt Investitionen, die sind ein sicheres Ding. Es gibt welche, die haben ein gewisses Restrisiko. Und es gibt Hochrisiko-Projekte. Die Entwicklung von Medikamenten ist so eines. Die Erfolgsquote ist gering, sie liegt über alle Medikamenten-Gruppen hinweg bei unter einem Prozent.

Beim kleinen, aber sehr feinen Braunschweiger Startup Corat Therapeutics mag die Erfolgsquote höher liegen. Es hat sich zum Ziel gesetzt, ein Medikament gegen Corona zu entwickeln. Dieses basiert auf Antikörpern, wird dem Patienten injiziert. Es könnte auch zur Vorbeugung von Risikogruppen dienen, denn die Antikörper sind zwei, drei Wochen aktiv. Eine Gruppe von bisher unbekannten Braunschweiger Investoren pumpt nun als Gesellschafter Geld in das kleine Startup. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Millionenbetrag. Vielleicht sehen die Mäzene ihr Geld nie wieder.

Etwas erinnert das Braunschweiger Projekt an die Tübinger Firma Curevac – wie Corat Therapeutics ein Biotech-Unternehmen. Curevac soll den Corona-Impfstoff liefern. Hinter den Tübingern steckt auch ein großer Mäzen: Mehrheitseigner Dietmar Hopp. Und der deutsche Staat ist mit 300 Millionen Euro eingestiegen. Bei den Braunschweigern war es die landeseigene NBank.

Die Dimensionen sind beim Braunschweiger Startup viel kleiner. Die Firma ist gerade mal ein paar Wochen alt. Wie in Tübingen aber sind die Ziele die gleichen: Es geht um den Schutz der Menschen im Kampf gegen Corona, nicht um eine Gewinnmaximierung. Das ist aller Ehren wert.

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