Hannover. Klaus Wichmann will kandidieren, die Fraktion mit nun 18 Abgeordneten gibt sich auch sonst selbstbewusst.

Es war in der Februarausgabe 2018 der AfD-Broschüre „Fraktion im Dialog“, als Niedersachsens AfD-Fraktionsvorsitzende Dana Guth beklagte, „wie weit sich die Vertreter der anderen Parteien von einer angemessenen politischen Kultur entfernt haben“. Nach erbitterten Machtkämpfen in Partei und Fraktion ist Guth längst AfD-Geschichte. Doch der aktuelle Fraktionsvorsitzende Stefan Marzischewski-Drewes klang jüngst gar nicht so anders. „Ich nehme an, dass es keine Räume für uns geben wird“, sagte der Gifhorner nach seiner Wahl zum Fraktionschef am 11. Oktober in einem Landtagsflur auf die Frage, wo denn die 18 neugewählten AfD-Abgeordneten ihre Büros haben würden. Das wäre zwar „ungewöhnlich“, würde ihn aber nicht erstaunen.