Braunschweig. Die Wicherts von nebenan, Zwei Münchner in Hamburg, Diese Drombuschs: Unsere Autorin Birte Reboll schwelgt in TV-Erinnerungen.

Ich stehe auf Retro. Immer, wenn ich den Dachboden meines Elternhauses durchwühle, fallen mir wahre Schätze in die Hände: mein orangefarbener Walkman aus der Grundschulzeit, mein Jazz-Dance-Trainingsanzug in neonpink und meine Beverly-Hills-90210-Barbie aus der fünften Klasse.

Umso erfreuter war ich, als ich durch Zufall auf die Mediathek der öffentlich-rechtlichen Sender stieß. Auch dort verbergen sich wahre Schätze aus den 1980er Jahren, und zwar diese hier (über Geschmack lässt sich nicht streiten, gell?): Die Schwarzwald-Klinik, Die Wicherts von nebenan, Zwei Münchner in Hamburg, Diese Drombuschs. Nicht zu vergessen: Ich heirate eine Familie. Ist das nicht herrlich? Mein Daumen schwebte über der Fernbedienung und schwankte zwischen den Wicherts und den Drombuschs, als mein Mann mir die Fernbedienung jäh entriss. „Das ist alles überhaupt nichts für mich“, sagte er, beinahe entrüstet, und klickte die Edgar-Wallace-Reihe an. „Das wäre schon eher was“, raunte er zufrieden und erinnerte an die vielen bekannten Darsteller wie Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski und Ingrid van Bergen. Kurzum: Wir konnten uns an diesem Abend nicht auf einen Serien-Klassiker einigen. Letztlich schalteten wir einen Kommissar-Wallander-Film ein. Skandinavische Krimis sind meist gut gemacht und spannend – doch leider wurde ich bereits nach zehn Minuten so müde, dass ich bis zum Ende des Films die Augen schloss.

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