Helmstedt. Auch Schülersprecher rufen zur Teilnahme an der Demo in Helmstedt auf. Das sind ihre Argumente für eine Teilnahme an der Kundgebung.

Die Kundgebung „Für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“, die heute von 16 Uhr an vor dem Helmstedter Rathaus stattfindet, wird von der Schülervertretung des Gymnasiums Anna-Sophianeum Schöningen und dem CDU-Stadtverband Königslutter ausdrücklich unterstützt.

Wir sehen im Erstarken der Rechten in Deutschland eine Gefahr für unsere Grundwerte.
Nick Dreyzehner und Finn Spitzer, Schülervertreter im Landkreis Helmstedt

„Wir rufen alle Menschen zur Teilnahme auf und bekennen uns klar zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Wir sehen im Erstarken der Rechten in Deutschland eine Gefahr für unsere Grundwerte, die es mit allen Mitteln zu schützen gilt“, mahnen Nick Dreyzehner, Mitglied des Kreisschülerrates, und sein Nachfolger als Schülersprecher am Schöninger Gymnasium, Finn Spitzer, im Vorfeld der Demo in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir rufen explizit alle Schülerinnen und Schüler auf, ihre Stimmen zu erheben, denn nie zuvor war es wichtiger sich einzubringen.“

Helmstedter Schülersprecher: „Der Frieden, in dem wir leben, ist nicht selbstverständlich“

Eine schweigende Mehrheit, so die Überzeugung der Schülersprecher, reiche nicht mehr: „Wir müssen laut werden! Die Lage ist so ernst, dass jede und jeder aktiv werden muss.“ Gerade junge Menschen, so die Schülervertreter in ihrem Appell, „müssen lernen, dass der Frieden, in dem wir leben, nicht selbstverständlich ist, dass die Demokratie und der Wohlstand nicht selbstverständlich sind und dass wir darum kämpfen müssen, dass diese Werte nicht unterwandert werden“.

„Nie wieder ist jetzt“ steht auf einem Plakat bei einer Demonstration für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Auch in Helmstedt rufen Schülersprecher ihre Mitschüler auf, bei der Kundgebung auf dem Marktplatz ihre Stimmen zu erheben. (Symbolfoto)
„Nie wieder ist jetzt“ steht auf einem Plakat bei einer Demonstration für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Auch in Helmstedt rufen Schülersprecher ihre Mitschüler auf, bei der Kundgebung auf dem Marktplatz ihre Stimmen zu erheben. (Symbolfoto) © picture alliance/dpa | Frank Hammerschmidt

Sie warnen: „Die Geschehnisse aus dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte dürfen sich nicht wiederholen. Nie wieder ist jetzt!“ Beide rufen alle Schülerinnen und Schüler im Landkreis Helmstedt auf: „Erhebt eure Stimmen, seid laut und steht für eure Werte und die Demokratie ein!“

CDU-Stadtverband Königslutter: „Demokratiefeindlichen Kräften gilt es sich entgegenzustellen“

Das politische, aber auch das gesellschaftliche Klima verändere sich zunehmend in Deutschland, ist der CDU-Stadtverband Königslutter ebenso in Sorge. „Gerade das Thema der ungesteuerten Migration ist ein Nährboden für rechtsextreme Ansichten. Den demokratiefeindlichen Kräften gilt es sich entgegenzustellen“, erklärt dessen Vorsitzender, Alexander Jordan, im Vorfeld der Helmstedter Kundgebung. Daher rufe der CDU-Stadtverband die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Königslutter und der dazugehörenden Ortschaften zur Teilnahme an der Veranstaltung in Helmstedt auf. „Wir als CDU treten schon immer für Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit ein. Diese muss sich aber dem Rahmen der verfassungsrechtlichen Ordnung unterordnen“, so Vorsitzender Jordan.

Aufgerufen zur Kundgebung hat Helmstedts Landrat Gerhard Radeck. Er wünscht sich, dass damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ein sichtbares Zeichen setzen und für die Werte des Grundgesetzes, für Freiheit, Toleranz, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und gegen Rechtsextremismus demonstrieren. Unterstützt wird sein Aufruf von den Kreistagsfraktionen der CDU, SPD, Gruppe FDP/UWG/Ziel, Bündnis 90/Die Grünen sowie dem Abgeordneten der Partei die Linke.

Ablaufplan der Demo

15.45 Uhr: Musik vom Band
16 Uhr: Begrüßung und Statement von Helmstedts Landrat Gerhard Radeck
Redebeitrag: Alexander Hoppe, Vorsitzender Awo-Präsidium
Lied: Johann Voß
Redebeitrag: Sozialverband (Hannover)
Gedicht: Johann Voß
Redebeitrag: Pröpstin Helmer-Pham Xuan
17 Uhr: „Lichtermeer“ zu Musik, anschließend Ende der Kundgebung

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