Braunschweig. Wettbewerb: Zehn Entwürfe von Architekturstudierenden der TU wurden für die nächste Runde ausgewählt. Welcher Entwurf soll realisiert werden?

Auf dem Domplatz mitten in der Braunschweiger Innenstadt wird demnächst ein temporärer Architekturpavillon stehen. In den Sommermonaten soll er als offener Raum unter anderem für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden und damit ein Anziehungspunkt sein. Zurzeit läuft ein Wettbewerb, wie der Pavillon aussehen soll – initiiert vom Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig.

Studentinnen und Studenten des Departments Architektur der Technischen Universität Braunschweig haben an dem Architekturwettbewerb teilgenommen. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt von Stadt, TU und dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA).

Stadt Braunschweig: Nachhaltigkeit ist bei allen Entwürfen wichtig

Die Studierenden entwickelten in ihren Entwürfen ganz unterschiedliche Pavillons, wie die Stadt jetzt in einer Pressemitteilung erläutert: „Von einer mobilen, aufblasbaren Luftmembran über einen gelben Sonnenfächer mit verstellbaren Lamellen, der wie eine Skulptur wirkt, und einem Pavillon aus Stampflehm bis hin zu einem Kubus aus alten Obstkisten, die zum vertikalen Garten werden und das Konzept der essbaren Stadt aufgreifen.“

Wichtig sei bei allen Entwürfen die Berücksichtigung des Themas Nachhaltigkeit. So kommen zum Beispiel recycelte Materialien zum Einsatz. Außerdem integrieren die Studierenden in ihren Arbeiten ausgemusterte Bahnschienen oder verwenden neue Verfahren des 3D-Drucks, mit denen der Verbrauch der Baustoffe reduziert werden kann.

Entwürfe sind noch bis Freitag an der TU Braunschweig zu sehen

Eine sechsköpfige Jury hat am Montag die eingereichten Wettbewerbsbeiträge beurteilt und zehn Entwürfe ausgewählt. Die Studierenden konnten an der Jurysitzung teilnehmen und so Diskussion und Entscheidungsfindung verfolgen. Den zehn Siegerinnen und Siegern des Wettbewerbs wurden Architektinnen und Architekten renommierter Braunschweiger Architekturbüros als Mentorinnen und Mentoren zugelost. Die Entwürfe sind noch bis einschließlich Freitag, 10. Februar im Architekturpavillon der TU Braunschweig, Pockelsstraße 4, täglich von 9 bis 18 Uhr öffentlich ausgestellt.

„Der Pavillonentwurf soll die Leistungen der Architekturstudierenden dokumentieren“, so die Stadtverwaltung. „Darüber hinaus soll das Projekt durch die Kooperation mit Braunschweiger Architekturbüros, die die Weiterarbeit an den Entwürfen jetzt professionell bis zur späteren Ausführungsplanung begleiten, die Architekturkompetenz Braunschweigs abbilden.“

Zukünftiges Ziel sei die Teilnahme der zehn Teams von Studierenden und Architektinnen und Architekten an einem weiteren Wettbewerb. Für das daraus als Sieger hervorgehende Team ist nach aktuellem Planungsstand eine erste Realisierung auf dem Domplatz vorgesehen.

Zehn Braunschweiger Architekturbüros beteiligen sich als Mentoren

Die Siegerinnen und Sieger (die Entwürfe entstanden zum Teil als Arbeit in Partnerschaft): Emre Ertual und Hazel Gül, Ronja Gutermann, Marie Röpke, Luisa Hartmann, Kim-Sophie Stichnoth, Ioannis Kefalas, Nikolaus Hildebrandt, Friedrich Mühlmann und Josepha Zadow, Christopher Freier und Merlin Poschmann, Marc-André Tiede.

Die teilnehmenden Architekturbüros: hsv-architekten bda, Ahola Architekten, OTTINGERARCHITEKTEN, KPN Architekten BDA | Architektur +Freiraum, Stauth Architekten, springmeier architekten, WELPvonKLITZING Architekten + Stadtplaner, GIESLER Architekten, Ahad Architekten BDA, jensenundhultsch architekten.

Die Jury: Prof. Dr. Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft), Cornelia Götz (Dompredigerin), Julia Hidde (BDA Braunschweig), Prof. Dr. Julian Busch (Berlin), Prof. Fahim Mohamadi (Stuttgart), Prof. Wolfgang Schulze (Kassel).

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Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Förderprogramms „Perspektive Innenstadt“ als Teil der Reaktion der EU auf die Covid-19-Pandemie finanziert.

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