BraWo Open

Braunschweiger ATP-Turnier sattelt optisch ordentlich drauf

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In luftiger Höhe: Harald Tenzer, Veranstalter der BraWo Open, kann nun vom zweiten Stock des Business-Zelts direkt auf die Bühne schauen.

In luftiger Höhe: Harald Tenzer, Veranstalter der BraWo Open, kann nun vom zweiten Stock des Business-Zelts direkt auf die Bühne schauen.

Foto: Bernward Comes / Braunschweiger Zeitung

Braunschweig.  Die riesige Überdachung vor der Bühne und ein zweistöckiges Business-Zelt stehen schon. ATP-Veranstalter Harald Tenzer verrät, was noch alles neu ist.

Ein Gerücht geht um in Braunschweig: Beim ATP-Tennisturnier im Bürgerpark würden Speisen in diesem Jahr extrem viel teurer, das Angebot schmaler. Mit dem Titelwechsel zu BraWo Open werde es nur noch exklusive Häppchen geben. Austern und so etwas. Winzige Portionen. „Totaler Quatsch“, winkt Veranstalter Harald Tenzer auf unsere Nachfrage amüsiert ab. Es gebe nach wie vor Gerichte für den kleinen wie den großen Hunger, für den kleinen wie für den prallen Geldbeutel.

Doch Veränderungen gebe es in diesem Jahr beim „Tennistainment“, also dem Mix aus Spitzentennis und Unterhaltungsprogramm, jede Menge. „Wir setzen inhaltlich und optisch neue Akzente“, so Tenzer.

Wir schauten uns am Montagnachmittag auf der Anlage um und stellten fest: Die Überdachung vor der Bühne (die nun westwärts liegt) ist mit 25 mal 46 Metern gigantisch und schützt deutlich mehr Besucher vor Regengüssen. Rund 2500 Menschen können darunter Platz finden. Abends soll sie mit farbigen Lichtspielen illuminiert werden.

Blick nun vom Business-Zelt direkt auf die Bühne

Das Business-Zelt ist jetzt zweistöckig und mit Blick direkt auf die Bühne. Oben gibt es 168 Plätze, unten 138. Die Decke aus Stoff wurde eigens in Chemnitz für das Zelt auf Maß genäht. Es soll nicht zuletzt als Plattform zur Kontaktpflege für Unternehmen und Organisationen dienen. So wird etwa die VW-Bank auf der Anlage mit 5400 Mitarbeitern ihr Betriebsfest feiern. Bei der Players Night wird auch Basketball-Star Dennis Schröder erwartet. „Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, ausreichend viele Köche für die Veranstaltungen zu bekommen“, erklärt Tenzer. Das sei derzeit nicht selbstverständlich. „Personal- und Materialmangel sind überall genauso ein Thema wie die allgemeinen Kostensteigerungen.“

Auf der Anlage sind rund 23 Pagodenzelte verteilt: Shops ebenso wie die zahlreichen Gastro-Betriebe. „Es wird kein Pfand auf Flaschen und Gläser geben“, betont Tenzer. 4500 Weingläser und ebenso viele Wassergläser werden im Umlauf sein. In einer Waschstraße wird vor Ort heiß gespült. „Die schafft 25 Gläser in 90 Sekunden“, so der Veranstalter. Die Abwässer würden sämtlich mit einem Fettabscheider gereinigt.

Das Braunschweiger Turnier möchte möglichst nachhaltig sein

Tenzer hat inzwischen 90 Prozent der Anteile seiner Brunswiek Marketing GmbH an die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg abgetreten, die auch Hauptsponsor des mit 134.920 Euro dotierten Challenger-Turniers ist. „Mit diesem Schritt will ich sicherstellen, dass das Turnier in der Region bleibt, auch wenn ich es nicht mehr veranstalte“, so Tenzer. Er selbst bleibe Geschäftsführer der Marketing GmbH und könne selbst entscheiden, wie lange er noch weitermache.

Ja, das Turnier solle immer nachhaltiger werden, betont er. Die Gastronomen dürften kein Plastik mehr einsetzen; man zahle für Strom aus Windkraftanlagen, und die Turnierautos seien mit E-Motoren ausgestattet. Der großflächige temporäre blaue Vliesteppich werde am Ende recycelt.

Die BraWo Open bringen 1000 Übernachtungen für Braunschweiger Hotels

Das Turnier verschaffe den Braunschweiger Hotels rund 1000 Übernachtungen, so Tenzer. 800 davon im Steigenberger. Auch Arbeitsplätze sichert und schafft das Großevent, das über die Stadtgrenzen hinaus in die Region leuchten soll. Allein seine Firma beschäftige 250 Sozialversicherte, so Tenzer.

In diesem Jahr wird es auch ein neues zusätzliches Zahlungsmittel geben, das Bargeld überflüssig mache. Der Besucher könne ein Bändchen mit Chip über seine Bankverbindung aufladen und somit bequem zahlen. Restbeträge würden rücküberwiesen. Dennoch sei das Zahlen mit Kredit- und EC-Karte sowie Bargeld weiterhin möglich.

Am kommenden Donnerstag, 30. Juni, geht’s los. Noch nicht mit Tennis, aber ab 19 Uhr mit der „After Work-Party“ mit der Abba-Band „A33A“. Weitere Informationen unter www.brawo-open.de. Tickets gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung und bei der Konzertkasse (www.konzertkasse.de)

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