Braunschweig ist Corona-frei: Aktuell gibt es keine Erkrankten

Braunschweig.  Die letzte Neuinfektion liegt 13 Tage zurück. Oberbürgermeister Markurth: „Eine zerbrechliche Sicherheit, die wir bewahren müssen.“

Der letzte Erkrankte in Braunschweig wurde am Dienstag aus der Quarantäne entlassen.

Der letzte Erkrankte in Braunschweig wurde am Dienstag aus der Quarantäne entlassen.

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Seit Anfang März haben sich in Braunschweig nachweislich 331 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Wie die Stadtverwaltung jetzt mitteilt, gibt es momentan keine Erkrankten mehr. Ein letzter Betroffener sei am Dienstag aus der Quarantäne entlassen worden. Zudem hat es seit dem 4. Juni keine neuen Infektionen in Braunschweig gegeben. 18 Frauen und Männer sind bislang in Zusammenhang mit der Erkrankung gestorben.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth freute sich über die Nachricht: „Ich danke den Braunschweigerinnen und Braunschweigern für ihre Geduld und Disziplin in den vergangenen Wochen und Monaten. Nur weil wir alle uns konsequent an die Vorgaben gehalten haben, war diese gute Entwicklung möglich. Das ermöglicht, dass wir die Lockerungen dieser Tage jetzt auch genießen können – unter Einhaltung der Abstandsregeln.“

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Markurth machte deutlich, dass dies eine zerbrechliche Sicherheit sei. „Wir müssen sie bewahren. Wir haben bisher auch viel Glück gehabt, dass die Infektionszahlen insgesamt relativ niedrig geblieben sind. Doch auch hier sind Menschen mit und an Corona gestorben.“ Und der Blick in andere Städte, auch in Niedersachsen, zeige, wie schnell sich eine so positive Entwicklung der Zahlen ins Gegenteil verkehren könne. „Ist ein exponentieller Anstieg erstmal da, müssen wir sofort über neue Restriktionen entscheiden. Das möchte ich uns allen ersparen.“

Deshalb seien Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz und auch die neue Warn-App gute und wichtige Maßnahmen, mit der jeder einzelne einen Beitrag für sich und andere leisten könne. Dies weiter einzuüben sei wichtig, denn spätestens dann, wenn die Temperaturen wieder sinken und die Menschen sich wieder stärker in Gebäuden aufhalten müssten, steige eine Übertragungsgefahr.

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Markurth dankte insbesondere denen, die die medizinische Bewältigung der Corona-Pandemie der vergangenen Monate geleistet hätten: Ärzte und Pflegepersonal in den Kliniken sowie die niedergelassenen Ärzte: „Alle haben sich engagiert auf die Situation eingestellt. Es tut gut zu wissen, dass in Braunschweig auch eine deutlich dramatischere Situation, als wir sie jetzt erlebt haben, von unserem Gesundheitssystem bewältigt werden könnte.“

Derzeit gibt es noch zwei Menschen, die mit dem Verdacht auf Corona in Braunschweiger Kliniken behandelt werden. In dieser Zahl sind jedoch auch Patienten aus der Region erfasst.

Das Gesundheitsamt hat im Zusammenhang mit Corona-Infektionen in Braunschweig oder von Kontaktpersonen aus anderen Städten seit Ausbruch der Pandemie rund 3100 Kontakte zurückverfolgt. Dafür ist das Personal dort zeitweise um bis zu 40 Mitarbeiter aufgestockt worden.

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