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Corona in Niedersachsen

562.750 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 7049 Tote

| Lesedauer: 12 Minuten
So weise ich meinen Impfstatus nach

So weise ich meinen Impfstatus nach

Die Coronaschutzimpfung ist eines der wichtigsten Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Der Impfnachweis gilt an vielen Orten als Voraussetzung für den Einlass. Mit diesen Möglichkeiten kann man seinen Impfstatus nachweisen:

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Hannover.  7049 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 562.750 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 663,9.

  • Die Zahl der Menschen, die sich in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, ist am Sonntag, 23. Januar, auf 562.750 gestiegen. Das sind 8724 mehr als am Tag zuvor.
  • 7049 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind zwei Todesfälle mehr als am Tag zuvor.
  • Laut RKI liegt auf Kreis- und Stadtebene in Niedersachsen derzeit keine Kommune über dem 100er-Inzidenzwert.
  • Über dem 200er-Inzidenzwert liegen auf Kreis- und Stadtebene in Niedersachsen laut RKI derzeit 45 Kommunen: Die Kreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Northeim, Peine, Wolfenbüttel, Göttingen, Region Hannover, Diepholz, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg (Weser), Schaumburg, Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Heidekreis, Stade, Uelzen, Verden, Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Leer, Oldenburg, Osnabrück, Vechta, Wesermarsch, Wittmund und die Städte Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Delmenhorst, Emden, Oldenburg (Oldb), Osnabrück und Wilhelmshaven.
  • Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 466.998 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.
  • In unserer Region sind bislang 1061 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.
  • Die Hospitalisierungsrate lag am Sonntag bei 6,5 (Vortag: 6,3) und damit über dem Schwellenwert von 6.
  • 4,5 Prozent der bereitstehenden Intensivbetten waren am Sonntag mit Covid-Kranken belegt (Vortag: 4,9 Prozent). Der Schwellenwert von 5 ist damit derzeit unterschritten. Quelle für Hospitalisierungswert und Intensivbettenbelegung: Land Niedersachsen.
  • In ganz Niedersachsen gilt aktuell Warnstufe 3.

Die Corona-Zahlen in unserer Region:

Kommune 7-Tage-Inzidenz (Vortagswert) Todesfälle
Braunschweig 686,8 (644,5) 221
Gifhorn 510,1 (476,2) 245
Helmstedt 480,8 (467,7) 120
Peine 566,1 (511,6) 116
Salzgitter 1130,3 (1169,8) 124
Wolfenbüttel 346,0 (365,3) 108
Wolfsburg 566,1 (553,9) 127

Niedersachsen ist seit dem vergangenen Jahr fest im Griff der Corona-Pandemie. Wir haben hier zusammengefasst, welche Regeln aktuell gelten, wo es eine Maskenpflicht gibt und wie die Teststrategie aussieht.

Neue Corona-Verordnung für Niedersachsen

Seit Sonntag, 12. Dezember, gilt eine neue, verschärfte Corona-Verordnung für das Land Niedersachsen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen bedeutet dies einen teilweisen Übergang zur 2G-Regel. Für den Besuch von Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Weihnachtsmärkten, Diskotheken, Gastronomie und Beherbergung ist ein Nachweis über die Impfung oder Genesung (2G-Regel) notwendig.

Mehr zur Verordnung: Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor

Wie werden die Kontaktmöglichkeiten insbesondere für Ungeimpfte eingeschränkt?

Schon ab Warnstufe 1 darf eine ungeimpfte Person nur noch mit anderen Personen aus dem eigenen Haushalt und bis zu zwei Personen aus einem weiteren Haushalt zusammenkommen. Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren sind dabei nicht einzurechnen, nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt.

Wann gelten Maskenpflicht und Abstand?

In sämtlichen Warnstufen wird die bisherige Privilegierung bei 2G zurückgenommen. Das bedeutet: Auch wer geimpft oder genesen ist, muss bei Veranstaltungen, auf dem Weihnachtsmarkt oder in Diskotheken Maske tragen und Abstand halten. Das gilt auch für bereits genehmigte Veranstaltungen.

Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

Erlaubt sind grundsätzlich sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken. Ab der Warnstufe 2 wird die Maskenpflicht in einigen Innenbereichen auf FFP2 verschärft. Seit Dienstag, 21. Dezember, ist auch im Einzelhandel eine FFP2-Maske Pflicht.

Wann tritt eine Warnstufe in Kraft?

In Niedersachsen greifen die Warnstufen künftig schneller. Welche Stufe gilt, wird an den Faktoren Hospitalisierungsinzidenz, Neuinfektionen (Sieben-Tage-Inzidenz) und Intensivbetten (Anteil Covid-19-Patienten) gemessen.

Leitindikator für die Feststellung der Warnstufen ist die landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz mit neu aufgenommenen Covid-19-Erkrankten. Damit eine Warnstufe greift, muss zusätzlich einer der weiteren Indikatoren den Wertebereich erreichen.

Warnstufe 1 tritt nun bereits ab einem Hospitalisierungswert von 3 in Kraft. Ab einem Wert von 6 gilt Warnstufe 2, ab 9 Warnstufe 3. In der höchsten Warnstufe wurde der Schwellenwert für die Intensivbettenbelegung durch Covid-19-Patienten zudem von 20 auf 15 Prozent gesenkt.

Indikatoren Warnstufe 1 Warnstufe 2 Warnstufe 3
Leitindikator Hospitalisierung mehr als 3
bis max. 6
mehr als 6
bis max. 9
Mehr als 9
Neuinfizierte mehr als 35
bis max. 100
mehr als 100
bis max. 200
Mehr als 200
Intensivbetten mehr als 5 %
bis max. 10%
mehr als 10%
bis max. 15%
Mehr als 15%

Der Wechsel von einer höheren Warnstufe in die nächst niedrige Warnstufe erfolgt nur dann, wenn neben dem Indikator Hospitalisierung noch mindestens ein weiterer Indikator mit in die Schwellenwerte der niedrigeren Warnstufe absinkt.

Was gilt bei Warnstufe 1?

Bei allen privaten Feiern gilt bei mehr als 25 Personen: 2G im Innenbereich, 3G im Außenbereich, Kontaktdaten müssen aufgenommen werden. Für ungeimpfte Personen gilt: nur ein Haushalt plus zwei weitere Personen aus einem weiteren Haushalt.

In der Gastro gilt: 2G in der Innengastronomie, 3G in der Außengastronomie, Maskenpflicht im Innenbereich bis zum Sitzplatz, Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.

Bei den körpernahen Dienstleistungen gilt 3G, im Sport 2G. Im Kino, Theater, Kultureinrichtungen und ähnlichem gilt 2G im Innenbereich und 3G im Außenbereich. Gleiches gilt für Clubs und Diskotheken - hier gilt jedoch auch eine PCR-Testpflicht für Jugendliche unter 18 Jahren.

Was gilt bei Warnstufe 2?

Bei allen privaten Feiern gilt bei mehr als 15 Personen: 2G plus im Innenbereich, 2G im Außenbereich, Kontaktdaten müssen aufgenommen werden, außerdem müssen FFP2-Masken auch im Sitzen getragen werden. Für ungeimpfte Personen gilt: nur ein Haushalt plus zwei weitere Personen aus einem weiteren Haushalt.

In der Gastro gilt: 2G plus in der Innengastronomie, optional 2G bei reduzierter Kapazität auf 70 Prozent. In der Außengastronomie gilt 2G. Die Maskenpflicht gilt im Innenbereich bis zum Sitzplatz, Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.

Bei den körpernahen Dienstleistungen gilt 3G.

Beim Sport, im Kino, Theater, Kultureinrichtungen und ähnlichem gilt 2G plus im Innenbereich, optional 2G bei reduzierter Kapazität. Im Außenbereich gilt 2G. Gleiches gilt für Clubs und Diskotheken - Masken müssen hier auch im Sitzen getragen werden, außerdem dürfen Clubs nur zu 50 Prozent ausgelastet werden.

Was gilt bei Warnstufe 3?

Bei allen privaten Feiern gilt bei mehr als 10 Personen generell 2G plus. Kontaktdaten müssen aufgenommen werden, außerdem müssen FFP2-Masken auch im Sitzen getragen werden. Für ungeimpfte Personen gilt: nur ein Haushalt plus zwei weitere Personen aus einem weiteren Haushalt.

In der Gastro gilt: 2G plus in der Innen- und Außengastronomie - optional 2G bei reduzierter Kapazität auf 70 Prozent. Die Maskenpflicht gilt im Innenbereich bis zum Sitzplatz, Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.

Bei den körpernahen Dienstleistungen gilt 3G, im Sport 2G plus. Im Kino, Theater, Kultureinrichtungen und ähnlichem gilt 2G plus im Innen- und Außenbereich, optional 2G bei reduzierter Kapazität auf 70 Prozent.

Was gilt, wenn keine Warnstufe ausgerufen wird?

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 dürfen an Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen in Innenräumen nur noch geimpfte, getestete oder genesene Menschen teilnehmen (3G), auch wenn keine Warnstufe gilt. Im Innenbereich gilt das auch für alle Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Gastronomie, Hotels und für körpernahe Dienstleistungen. Die 3G-Regel gilt außerdem für Weihnachtsmärkte.

Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 1000 Personen gilt die 2G-Regel.

Wer ist von der 2G-Pflicht ausgenommen?

Ausgenommen von einer 2G-Pflicht sind Kinder, Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie Personen, die ein ärztliches Attest vorlegen, dass sie sich aufgrund medizinischer Kontraindikation oder der Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen. Über 18-Jährige mit medizinischer Kontraindikation oder einer die Impfung ausschließenden klinischen Studie müssen dann allerdings den Nachweis eines negativen Tests führen.

Wer ist von der 2G-plus-Regelung ausgenommen?

Ausgenommen von der 2G-plus-Regelung, wie sie zum Beispiel in der Gastro gilt, ist, wer entweder einen Nachweis über eine Auffrischungsimpfung oder einen Nachweis über eine (Durchbruchs-)Infektion und Genesung nach dem Vorliegen einer vollständigen Schutzimpfung vorlegen kann.

Nach Information des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes kann davon ausgegangen werden, dass eine natürliche Infektion einer Impfung hinsichtlich der Immunität und der Nachhaltigkeit überlegen ist.

Weitere Ausnahmen von der 2G-plus-Regelung:

  1. In der Warnstufe 2, in der Warnstufe 3 und in regionalen Hotspots haben die Inhaberinnen und Inhaber von Gastronomiebetrieben, Beherbergungsstätten sowie Veranstalterinnen und Veranstalter die Möglichkeit, auf zusätzliche Tests zu verzichten, wenn nur 70 Prozent der an sich möglichen Kapazitäten genutzt werden. Dann gilt in diesen Einrichtungen 2G statt 2Gplus.
  2. Für Sportanlagen wird die Möglichkeit eingeräumt, bei einer Begrenzung auf 10 Quadratmeter pro sporttreibenden Person ebenfalls auf Tests zu verzichten. Auch dort bleibt es dann bei 2G.

Was ist die Hotspot-Regelung?

Die Hotspot-Regelung ist für Landkreise oder kreisfreie Städte, in denen der Indikator „Neuinfizierte“ mehr als 350 beträgt. Sollte aber in Zukunft in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die Inzidenz die Zahl 350 fünf Werktage lang überschreiten, so muss dort die Warnstufe 3 ausgerufen werden, sofern diese nicht ohnehin schon aus anderen Gründen gilt.

Was gilt an Silvester?

Es gilt ein Verbot von Feuerwerken und Ansammlungen zu Silvester und Neujahr. In der Zeit vom 31. Dezember 2021 bis zum Ablauf des 1. Januar 2022 ist auch in Niedersachsen das Abbrennen von Feuerwerk auf belebten öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie auf belebten öffentlich zugänglichen Flächen untersagt. Wo genau dies gilt, entscheiden die Landkreise und kreisfreien Städte im Wege einer öffentlich bekanntzugebenden Allgemeinverfügung.

Am 31. Dezember 2021 und am 1. Januar 2022 gilt zudem ein Verbot von Ansammlungen von Personen in der Öffentlichkeit. Man darf sich in dieser Zeit in der Öffentlichkeit außerhalb der eigenen Wohnung nur mit Personen treffen, die dem eigenen oder einem weiteren Haushalt angehören. Die Höchstgrenze liegt bei fünf Personen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahren nicht einzurechnen sind.

Weiterhin gilt die Weihnachts- und Neujahrsauszeit mit folgenden Regeln: Warnstufe 3: Diese Kontaktbeschränkungen gelten in Niedersachsen

Was gilt in Bussen und Bahnen?

In Bussen und Bahnen gilt seit dem 24. November die 3G-Regel. Das heißt: Nur wer genesen, geimpft oder getestet ist, darf mitfahren. Stichprobenartig wird dann etwa bei der Fahrscheinkontrolle überprüft, ob ein Fahrgast die 3G-Regel einhält. Ist das nicht der Fall, können Bußgelder verhängt werden. Bei Fahrtantritt darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Verantwortlich für die Kontrollen sind nach dem Gesetz die Unternehmen.

Die Änderungen in der Corona-Verordnung bewirken, dass nunmehr auch in Warnstufe 2 alle Personen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr, die Verkehrsmittel des Personenverkehrs oder die dazugehörigen Einrichtungen in geschlossenen Räumen - wie zum Beispiel an Haltestellen, Bahnhöfen, Flughäfen und Fähranlegern - nutzen, eine FFP2-Maske (oder eine Maske mit vergleichbarem Schutzniveau) zu tragen haben.

Lesen Sie auch: Testnachweise, bitte! 3G in Bussen und Bahnen gilt ab Mittwoch

Habe ich ihn Niedersachsen Recht auf Homeoffice?

Seit dem 25. November gilt bundesweit wieder die Homeoffice-Pflicht. Das bedeutet: Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen.

Gibt es betrieblich bedingte Gründe, die gegen die Arbeit im Homeoffice sprechen, kann die Regelung umgangen werden. Auch die Arbeitnehmer selbst können Gründe anführen, aus denen sie weiterhin im Büro arbeiten müssen.

Für Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten können, gilt 3G am Arbeitsplatz.

Was bedeutet 3G am Arbeitsplatz?

Die 3G-Regel am Arbeitsplatz bedeutet, dass Beschäftige entweder geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet sind. Ausgenommen davon ist man, wenn man im Homeoffice arbeitet. Auch Arbeitsplätze in Fahrzeugen gelten laut Bundesarbeitsministerium nicht als Arbeitsstätte, das Betriebsgelände hingegen schon.

Alle Infos: 3G-Regel am Arbeitsplatz: Alle Fragen und Antworten

Dieser Artikel wird aktualisiert.

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