Waggums Schützen brauchen mehr Platz

Braunschweig.   Im Norden der Stadt versteht man zu feiern: in Wenden wie auch in Waggum, wobei die Volksfeste in Waggum mit vier Tagen am längsten dauern.

Sie standen beim „Waggumer Frühstück“ im Blickpunkt: (von links) Michael Gerloff, Gerhard Stülten, die Volksfestkönige Sonja Gröschl und Michael Buchholtz, Martin Berlet und Christian Hildebrandt vom SV Waggum sowie Kreisschützenverbands-Vorsitzender Henning Hermanns.                                                               

Sie standen beim „Waggumer Frühstück“ im Blickpunkt: (von links) Michael Gerloff, Gerhard Stülten, die Volksfestkönige Sonja Gröschl und Michael Buchholtz, Martin Berlet und Christian Hildebrandt vom SV Waggum sowie Kreisschützenverbands-Vorsitzender Henning Hermanns.                                                               

Foto: Rainer Heusing

Am Montag bildete sich schon eine Stunde vor Beginn des „Waggumer Frühstücks“ eine Menschenschlange vor dem Festzelt am Fröbelweg. So war es nicht verwunderlich, dass sich wieder 300 Gäste eingefunden hatten. Für einige Geschäftsleute ist dieses Festfrühstück ein „Muss“.

Um teilnehmen zu können, schlossen sie am Montag für einige Stunden ihre Läden. Ausrichter des 72. Waggumer Volksfestes war diesmal der Schützenverein (SV) Waggum von 1954, der auf sein 65-jähriges Bestehen zurückblickt. Vereinsvorsitzender Martin Berlet berichtete, dass die Zahl der Mitglieder mit jetzt 110 „einen neuen Höchststand“ erreicht habe. Davon seien 24 im Alter bis 18 Jahren. Dies sei ein Beleg für die gute Jugendarbeit des Schützenvereins. 2016 sei das Bogenschießen ins Programm aufgenommen worden – mit der Folge, dass der SV nun eine größere Fläche für den Bogenplatz suche.

Darauf reagierte Bezirksbürgermeister Gerhard Stülten blitzschnell und sagte: „Da habe ich eine Idee. Dafür könnte doch die nicht mehr benötigte längere Landebahn des Flughafens verwendet werden.“ Der Geschäftsführer des Flughafens Braunschweig, Michael Schwarz, nahm diese Anregung lächelnd zur Kenntnis. Im Beisein des Landtagsabgeordneten Christos Pantazis sowie zahlreicher Vertreter des Rates und des Bezirksrates lobte Stülten die Programm-Vielfalt des Volksfestes, wobei er den Zeltgottesdienst, den Pfarrer Michael Gerloff zum fünften Male hielt, besonders würdigte. Der Bezirksbürgermeister ging auch auf einige lokale Probleme ein. So sei beim Festumzug die Zunahme des Fahrzeugverkehrs nach Kappung der Grasseler Straße „deutlich zu spüren“ gewesen. Eine bessere Verkehrsführung sei „dringend nötig“. Stülten sagte, am Freibad, das vor fünf Jahren saniert worden war, fehle noch der Parkplatz. Zudem kündigte er an, dass in Bevenrode ein Einkaufsmarkt mit Backshop entstehen werde. Im Beisein des Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes Braunschweig, Henning Hermanns, wurden auch die Volkskönige, Sonja Gröschl und Michael Buchholtz, beim Festfrühstück mit viel Beifall bedacht.

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