In Braunschweig wächst ein neues Quartier

Braunschweig.  St. Leonhard: Kita und Internat der International School eröffnen im Herbst 2018.

Eine Baugrube, von Süden gesehen. Im Hintergrund die Leonhardstraße.

Eine Baugrube, von Süden gesehen. Im Hintergrund die Leonhardstraße.

Foto: Norbert Jonscher

Die Handwerker ­ wuseln kreuz und quer über die Baustelle. Die Sonne brennt. Das Thermometer zeigt knapp 30 Grad Celsius. Der Schweiß rinnt. Überall stehen Baufahrzeuge herum, selbst nebenan auf dem Bürgersteig. Einige sind gar in den alten Pferdeställen abgestellt. Die Bauarbeiten am integrativen Stadtquartier St. Leonhard laufen auf Hochtouren.

An allen fünf Neubauten wird derzeit parallel gearbeitet. Die Zeit drängt. Bereits 2019 ist Fertigstellungstermin. Dann leben und arbeiten hier, schräg gegenüber von Stadthalle und Brawo-Park, alte und junge Menschen zusammen in einem Quartier, Menschen mit und ohne Behinderungen, Schüler, Kindergartenkinder und Pflegebedürftige. Ein bunter Mix der Nationen und Generationen. So ist es gewollt.

Wie ist der aktuelle Stand?

„Die Bauarbeiten sind mit einem sehr hohen logistischen Aufwand verbunden“, erklärt der Bauherr, die Richard Borek Stiftung und die Borek Immobilien GmbH. Denn die Arbeiten im Quartier liefen zeitlich parallel und seien eng miteinander verzahnt, um das Projekt wie vorgesehen zum Abschluss zu bringen. Alle Planungsbüros und Fachfirmen seien mit in den Prozess eingebunden.

Bei allen Neubauten haben aktuell die Rohbauarbeiten begonnen. Der erste Bauabschnitt stehe unmittelbar vor dem Abschluss, heißt es. „Im Herbst werden der Internationale Kindergarten und das Internat der International School Braunschweig-Wolfsburg ihren Betrieb aufnehmen.“ Beide Einrichtungen werden vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) betrieben. Das Gebäude: ein schlicht-funktionaler Trakt, der sich baulich dezent im Hintergrund hält.

Was wird gebaut?

Insgesamt werden fünf Häuser neu errichtet sowie die beiden stadtbildprägenden Stallscheunen an der Leonhardstraße denkmalgerecht ausgebaut integriert. Die Sanierung der Scheunen starte noch in diesem Herbst, so Projektleiter Carsten Burgdorf. Seit 1978 die Reiterstaffel der Polizeidirektion Braunschweig das ehemalige Landesgestüt verließ, hatte das 15 000 Quadratmeter große Areal weitgehend brachgelegen. Es gab verschiedene Pläne für das exponierte, die sich letztlich nicht verwirklichen ließen.

Was ist mit der Kita?

Die Kita bietet einen Lebens- Lern- und Spielort für 105 Kinder. Zwei Krippengruppen beherbergen 15 Kinder im Alter von 6 Monaten bis zu 3 Jahren. Drei Kindergartengruppen sind geplant für je 25 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Die Kita wird von 8 bis 16 Uhr geöffnet, Sonderöffnungszeiten ermöglichen eine Betreuungszeit von 7 bis 17 Uhr. Die Kita St. Leonhard International zielt in den Ü3-Gruppen auf deutsche und internationale Familien, denen eine Zweisprachigkeit (deutsch–englisch) von Anfang an in der Bildung wichtig ist.

… und das Internat?

Im Internat werden 108 Jugendliche in Wohngruppen Platz finden. Jede Wohngruppe wird zum größten Teil mit Einzelzimmern und vereinzelt Doppelzimmern ausgestattet sein. Zusätzlich werden je ein gemeinsames Wohnzimmer und eine Küche eingerichtet, um deren Esstisch sich alle zu Mahlzeiten versammeln können. Außerdem wird es neben den Funktionsräumen auch Platz für Musik, Fitness und gemeinsame Aktivitäten geben.

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