Wolfsburg. Schon lange ist kein Top-Manager aus der Kernmarke VW Konzernchef geworden. Das könnte sich nach dem Ende der Diess-Ära ändern.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man Thomas Schäfer glatt als gebürtigen Ostwestfalen verorten. Denen geht im deutschen Managementwesen ein guter Ruf voraus: Pragmatismus gepaart mit einer gewissen Sturheit und Schnörkellosigkeit wird ihnen nachgesagt. Solche Leute kann man gut gebrauchen, um schwierige Aufgaben anzugehen. Der langjährige Allianz-Chef Michael Diekmann war so einer. Und es gibt weitere. Thomas Schäfer stammt allerdings nicht aus Bielefeld, sondern wurde in Marburg in Hessen geboren. Seine Karriere startete er bei Daimler. Jetzt ist er in Wolfsburg, soll die Kernmarke VW komplett umpolen auf E-Mobilität und dazu die Volumenmarken neu ordnen. Was macht man da zuallererst? Die Ärmel aufkrempeln und die trittfesten Arbeitsschuhe anziehen – wenn auch nur für den offiziellen Fototermin in der Produktion.