Wolfsburg. In Hattorf wird seit 2021 gebaut, für Kästorf und Fallersleben läuft die Planung. Der Feuerwehr-Ausschuss erfuhr, wie es weitergeht.

Im April hatte der Stadtbrandmeister Alarm geschlagen. Ihm ging es mit Bau und Planung der dringend benötigten Feuerwehrhäuser für die Freiwilligen Feuerwehren in Wolfsburg zu langsam voran. Auf Nachfrage unserer Zeitung bei der Stadt zu den Gründen gab es damals nur eine ausweichende Antwort. Erst jetzt erfuhr der Feuerwehr-Ausschuss, wo und warum es Probleme gibt.

In Hattorf wird schon seit eineinhalb Jahren am neuen Feuerwehrhaus gebaut. Für Fallersleben muss eine Ersatzlösung für das marode und unter Denkmalschutz stehende kleine Feuerwehrhaus in der Altstadt konzipiert werden, zudem müssen die vorhandenen Gebäude umgebaut werden. Für Kästorf wird ebenfalls ein neues Feuerwehrhaus geplant. Das ist die aktuelle Situation. In einer schriftlichen Kenntnisgabe informierte die Stadtverwaltung über Details.

Der Neubau in Hattorf

„Die Gesamtfertigstellung im Hochbau ist für September vorgesehen. Die Außenanlagen starten im Sommer und werden im November beendet“, heißt es zum Sachstand in Hattorf. Damit wird das Feuerwehrhaus - dessen Planung und Bau seit Jahren mit Pleiten, Pech und Pannen einhergeht -, deutlich später fertig als noch zu Jahresbeginn geplant: Damals war noch von einem Einzug im Frühjahr die Rede gewesen. „Das hängt weit zurück“ – so lautete das Urteil von Stadtbrandmeister Jörg Deuter im April.

Nun räumt die Stadt ein, dass die Bauarbeiten hinterherhinken. „Grund für die Verzögerungen sind mehrfach erforderliche Ausschreibungen bei zahlreichen Gewerken, da wiederholt keine verwertbaren Angebote vorlagen und somit auch keine Aufträge vergeben werden konnten“, heißt es. Betroffene Gewerke: Dachabdichtung, Fenster, Estrich und Fliesen. Zudem sei wegen Materialengpässen infolge der Energiekrise das Brennen der Verblendsteine erst im April möglich gewesen. Immerhin: Die Verblendarbeiten seien im Mai angelaufen und nun abgeschlossen.

Das kleine Feuerwehrhaus in Fallersleben ist marode, ein Neubau muss her. (Archiv)
Das kleine Feuerwehrhaus in Fallersleben ist marode, ein Neubau muss her. (Archiv) © regios24 | Darius Simka

Die Planung für Fallersleben

Im zweiten Halbjahr 2022 gab es etliche Treffen, an denen auch die Fallersleber Feuerwehr, der Stadtbrandmeister und der Ortsrat beteiligt waren. Da ging es nicht nur um den Raumbedarf und die Gebäude, sondern auch um den Standort für den Neubau und um die beengte Verkehrssituation, informiert die Verwaltung. Ziel ist eine Planungsvorlage für einen Neubau und Umbauten. „Die abschließende denkmalrechtliche Bewertung zur Fixierung des Standortes liegt nun vor“, heißt es weiter. Vor und nach der Sommerpause soll sich die Steuerungsgruppe erneut treffen, um die Vorlage vorzubereiten.

Im Feuerwehr-Ausschuss, der am Mittwoch im Vorsfelder Feuerwehrhaus tagte, gab es von Hochbau-Geschäftsbereichsleiter Christian Brinsa weitere Informationen zum kniffligen Projekt in der Fallersleber Altstadt. Zum Standort des neuen Feuerwehrhauses sagte er, dass die Landesdenkmalbehörde zwei Vorschläge geprüft habe. Ergebnis: „Die bisherige Flucht ist einzuhalten. Ein Abweichen des Baukörpers nach Norden ist nicht erlaubt.“

Vize-Ausschussvorsitzender André Schlichting hob hervor, dass die Einladungen zur vorletzten Abstimmungsrunde schon raus sind. Im Ortsrat hatte er kürzlich bekannt gegeben, dass am 4. Juli noch einzelne Punkte wie die Flächenplanung zwischen Schloss und Scheune aufgrund neuester Erkenntnisse besprochen und für die Planungsvorlage verifiziert werden sollen.

Für die Kästorfer Feuerwehr wird ein Neubau als Ersatz für das alte Gebäude geplant. (Archiv)
Für die Kästorfer Feuerwehr wird ein Neubau als Ersatz für das alte Gebäude geplant. (Archiv) © regios24 | Helge Landmann

Die Planung für Kästorf

Was Kästorf betrifft, ist der Planungsprozess laut Verwaltung „wie vereinbart unter Beteiligung der Ortsfeuerwehr gestartet“. Der Objektbeschluss ist nun für Dezember vorgesehen, ursprünglich war Oktober genannt worden, wie der Stadtbrandmeister im Frühjahr in Erinnerung gerufen hatte. Die weiteren Termine sollen in der finalen Vorlage genannt werden. Feuerwehr-Chef Manuel Stanke hatte im Feuerwehr-Ausschuss im April den Zeitplan so skizziert: Bauantrag im März 2024, Baustart im September 2024 und Fertigstellung 2025.

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Weitere Feuerwehrhäuser in Heiligendorf und andernorts

„Das ist sehr positiv, dass es bei allen drei Feuerwehren vorangeht“, lobte Stefan Kanitzky (Volt) im Ausschuss. Und wollte wissen, wann es den jährlichen Bericht zu den Feuerwehrhäusern gibt. Außerdem fragte er nach, wie es mit der Planung für das neue Feuerwehrhaus in Heiligendorf aussieht.

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Feuerwehr-Chef Stanke kündigte an, dass es nach der Sommerpause den Bericht zu den Feuerwehren gibt - auch zur Berufsfeuerwehr, deren Neubau bevorsteht. In Bezug auf Heiligendorf und die weiteren Feuerwehrhäuser verwies Hochbau-Leiter Brinsa auf die Prioritätenliste: „Wenn ein Feuerwehrhaus in den Bau geht, fangen wir mit der Planung des nächsten an.“ Wenn also in Kästorf Baustart sei, laufe die Planung für die nächste Feuerwehr an.

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