100. Geburtstag

Der SV Brackstedt blickt auf wechselvolle Historie zurück

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Manfred Rösner (links) und Horst Jürgen Rockstein stellen das Programm zur Feier des SV Brackstedt vor.

Manfred Rösner (links) und Horst Jürgen Rockstein stellen das Programm zur Feier des SV Brackstedt vor.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Brackstedt.  Der SV Brackstedt feiert seinen 100. Geburtstag nach – mit großem Programm. 1973 war das bedeutendste Jahr der Klubgeschichte.

100 Jahre alt wurde der SV Brackstedt schon vor zwei Jahren, konnte aber aufgrund der Pandemie nicht feiern. „Für die Jahre von 1920 bis zum Neuaufbau nach 1946 gibt es leider – bis auf die Gründungsurkunde – keine anderen Unterlagen, da diese wohl in den Wirren der Kriegs- und Nachkriegsjahre verloren gegangen sind“, bedauert der Vereinsvorsitzende Manfred Rösner.

Dennoch kann der Sportverein auf eine wechselvolle Historie zurückblicken: In den ersten Jahren diente ein begradigter Acker als Sportplatz, heute verfügt der Verein über zwei Rasenplätze, eine Tennisanlage, eine elektronische Schießsportanlage, die Halle mit Tribüne und das Sportheim mit Schankraum. Der Verein zählt derzeit mehr als 600 Mitglieder, 250 davon sind Jugendliche.

1973 war ein bedeutendes Jahr für den SV Brackstedt

Die erste noch existente Satzung datiert vom 1. Mai 1947. Eines der bedeutendsten Jahre in der Vereinsgeschichte war 1973, da der Sportplatz hinter dem Friedhof eingeweiht wurde, nur zwei Jahre später wurde das Sportheim seiner Bestimmung übergeben. Die Tennisfreunde gründeten 1978 ihre Sparte und nahmen ein Jahr später den Spielbetrieb auf zwei Tennisplätzen auf. 1982 galt die Frauenfußballmannschaft als das Aushängeschild des SV Brackstedt.

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Im gleichen Jahr wurde der B-Platz von Grund auf renoviert und der Rasen neu eingesät, die Tennissparte weihte ihren Geräteschuppen ein, eine Doppelgarage für den Vereinsbus wurde errichtet. Vor 33 Jahren schlossen die Verantwortlichen mit der Stadt Wolfsburg einen Betriebsführungsvertrag ab – als einer der ersten Vereine im Stadtgebiet. „Jetzt galt es für die Mitglieder, dass sie öfters mal selbst Hand anlegen müssen, Rasen mähen, Wege und Anlagen in Ordnung halten, das Gebäude in Stand setzen“, erzählt Horst Jürgen Rockstein vom Organisationsteam.

Dieter Schulze spendete 100.000 Euro an den SV Brackstedt

Die Zweifeldhalle wurde ab 2003 errichtet, zudem erfolgte der Bau des vereinseigenen Sportheims. Für den Neubau hatte sich der damalige Vorsitzende Dieter Schulze stark gemacht, der schon 1957 im Alter von 17 Jahren in den SV eingetreten war. Er war von 1967 bis 2017 Vorsitzender, 2017 wurde Schulze, dessen Motto immer „Geht nicht, gibt’s nicht“ war, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. „Ihm hat der Verein ganz viel zu verdanken“, sagen Rösner und Rockstein.

Vor zwei Jahren schenkte der damals 80-Jährige dem SVB 100.000 Euro – damit konnte der Verein sämtliche Schulden im Zusammenhang mit dem neuen Sportheim bezahlen.

So feiert der SV Brackstedt den 100. Geburtstag

Ein Familienfest feiert der SV Brackstedt am Samstag, 2. Juli, ab 10 Uhr auf dem Gelände an der Langen Trift. Und so gibt es sechs Hüpfburgen, jede Menge Spiele für Kinder, Torwandschießen, Schwein am Spieß, Bratwurst und Steak vom Grill sowie ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen. Für Mitglieder sind Essen und Getränke kostenfrei. Auch Kinder bis sechs Jahre zahlen nichts. Vereinsfremde Schulkinder und Teenager zahlen fünf Euro, Erwachsene zehn. Dafür darf man schlemmen und trinken, so viel man möchte.

Ab 11 Uhr wird ein Imagefilm in der Zweifeldhalle gezeigt, Vorsitzender Manfred Rösner hat eigens einen überdimensionalen Beamer besorgt. Das Material stammt von Super-8-Filmen und Videokassetten aus dem Nachlass von Walter Weise. Zudem wurden sämtliche SVB-Sparten in Ton und Bild festgehalten. Rösner: „Die letzten Drehs haben wir vor drei Wochen abgeschlossen.“ Für einen 20-minütigen Streifen hat Benjamin Walter, Redakteur bei TV38, das Material zusammengeschnitten. Der Film wird durch die Vorführung von 300 Dias komplettiert.

Zwischen 14 und 16 Uhr unterhalten die beiden Zauberer Karsten Haug und Christian Voß Groß und Klein. Zu dieser Zeit findet auch die von Jugend- und Sozialwartin Marion Ulrich organisierte „Sportlerjagd“ für die Jugend statt, die Sieger werden um 17.30 Uhr gekürt.

Zur Eröffnung gibt es gleich Grußworte, und auch Oberbürgermeister Dennis Weilmann hat sich angekündigt. Zudem gibt es eine Überraschung: Das Vereinsheim erhält einen neuen Namen – der noch geheim und deshalb hinter einer blauen Plane bis zur Enthüllung versteckt ist.

Alle 80 Helfer, die im Einsatz sein werden, erhalten ein extra angefertigtes T-Shirt mit der Aufschrift „100 Jahre SV Brackstedt 1920-2020“. Außerdem entstand eine Festschrift zum Vereinsjubiläum. Auflage: 100 Stück.

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