Energiekrise

Kontaktbüro in Wolfenbüttel hilft bei Fragen zu Energie

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Bürgermeister Ivica Lukanic, Landrätin Christiana Steinbrügge, Thomas Vogel vom Jobcenter sowie Vera Steiner und Matthias Tramp von den Stadtwerken Wolfenbüttel haben gemeinsam das Kontaktbüro Energie ins Leben gerufen.

Bürgermeister Ivica Lukanic, Landrätin Christiana Steinbrügge, Thomas Vogel vom Jobcenter sowie Vera Steiner und Matthias Tramp von den Stadtwerken Wolfenbüttel haben gemeinsam das Kontaktbüro Energie ins Leben gerufen.

Foto: Stadt Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.  Im Zuge der Energiekrise hat die Stadt Wolfenbüttel jetzt ein Kontaktbüro Energie eröffnet. Dort werden Ansprechpartner vermittelt.

Im Wolfenbütteler Rathaus gibt es vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise seit Samstag das Kontaktbüro Energie (Stadtmarkt 7). Darüber informiert die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung. „Damit wollen wir den Menschen bei der Suche nach Antworten auf ihre ganz persönlichen Fragen helfen“, wird Bürgermeister Ivica Lukanic aus seiner Rede zur Eröffnung zitiert.

Besucher zum Auftakt waren der Mitteilung zufolge auch Landrätin Christiana Steinbrügge und Thomas Vogel, Geschäftsführer des Jobcenters. Beide lobten demnach die Initiative der Stadt und betonten, wie wichtig vor allem die Wegweiser-Funktion der neuen Anlaufstelle sei: „Einerseits können wir hören, welche Probleme die Menschen umtreiben – andererseits helfen wir dabei, direkt zu den richtigen Sachbearbeitern zu finden.“

Start des Kontaktbüros verlief eher schleppend

Tatsächlich können im neuen Kontaktbüro Energie nur wenige Probleme direkt gelöst werden. „Das ist bei der Fülle der Informationen ja auch gar nicht möglich“, sagte Thorsten Raedlein, der städtische Pressesprecher. Er hatte am Samstag gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführerin Vera Steiner die erste Schicht in dem Doppelbüro übernommen. Beiden standen mehrere umfangreiche Telefonlisten zur Verfügung: „Auf diese Weise erleichtern wir unseren Besuchern hier den Kontakt ins Rathaus, in die Kreisverwaltung, ins Jobcenter und zu den Stadtwerken.“

Diese Zentrierung habe großen Nutzen für alle, unterstrich Thomas Vogel: „Wenn sich Ratsuchende erst durch die halbe Behörde telefonieren müssen, um an die richtige Stelle zu kommen, ist das zeitraubend und frustrierend – für alle Beteiligten.“ Damit soll jetzt Schluss sein. Bürgermeister Ivica Lukanic freute sich über solche positiven Rückmeldungen, wenn der Start auch etwas schleppend verlief.

Das Büro ist samstags (9 bis 13 Uhr) und mittwochs (12 bis 16 Uhr) geöffnet. „Wir warten mal die Entwicklung ab und können die Öffnungszeiten im Zweifel noch mal anpassen“, erklärt der Bürgermeister der Mitteilung zufolge. Spätestens im neuen Jahr, wenn der Wochenmarkt wieder am Rathaus stattfinde, rechne er mit stärkerem Zulauf. „Jetzt ist erstmal die Hauptsache: Wir sind da!“

Schon die ersten Besucher ließen erahnen, wohin die Reise gehen wird, wird in der Mitteilung erklärt. Demnach berichtete einer, wie er unverschuldet in Not geraten sei und nun das Geld nicht mehr reiche für die steigenden Kosten der Energie und Lebenshaltung. Ein anderer fragte, ob es 2023 neben der landesweiten wieder eine lokale Förderung von Projekten der Solarenergie geben würde. „Da sieht man schon das breite Spektrum“, kommentierte Raedlein. Und: „Neben der eigentlichen Beratung geht es sicherlich oft auch darum, dass jemand sein Herz ausschütten will.“ Alle Besucher des ersten Tages wüssten nun, wo exakt ihnen ab Montag geholfen wird.

Ständige Veränderungen erschweren die Arbeit der Berater

In der Pressemitteilung wird zudem erklärt, was die Materie auch für Berater schwierig macht: „Zwischen Gaspreis-Deckel und Strompreis-Bremse, zwischen Härtefall-Fonds und Wohngeld (um nur einige Aspekte zu nennen) gibt es nicht nur eine Fülle von Informationen. Sondern sie befinden sich derzeit auch ständig im Wandel“, heißt es. Quasi wöchentlich ändere sich der Sachstand bei den Fördermöglichkeiten auf Bundesebene, beim Land und im Lokalen. „Ich bin sehr froh, dass wir nun dieses Büro als erste Anlaufstelle für die Stadtgesellschaft anbieten können“, wird Bürgermeister Ivica Lukanic zitiert.

Das war der Mitteilung zufolge so selbstverständlich nicht. „Denn die acht Beratungsstunden pro Woche mussten erstmal mit je zwei Personen besetzt werden – über die tägliche Arbeit hinaus.“ Doch innerhalb kürzester Zeit hätten sich zwei Dutzend Freiwillige aus Rathaus, Landkreis, Stadtwerken und Jobcenter gefunden, die den Dienstplan füllten. „Das hat mich beeindruckt und auch stolz gemacht“, wird der Bürgermeister zitiert. Er sprach demnach von einem „internen Erfolg“, den das Kontaktbüro jetzt schon ausgelöst habe. „Jetzt müssen wir es nur noch mit einem externen Erfolg verknüpfen.“, erklärte er demnach weiter.

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