Hauptversammlung von VW heute im Live-Ticker

Hannover  Die Aktionäre von Europas größten Automobilkonzerns kommen heute in Hannover zu ihrer Hauptversammlung zusammen. Im Live-Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden.

Europas größter Autobauer VW lädt seine Aktionäre für heute zur Hauptversammlung nach Hannover. Das Treffen der Anteilseigner folgt auf die überraschende Vorlage der Quartalsergebnisse vom Vortag, die es ursprünglich erst nächste Woche hätte geben sollen.

Demnach leidet Volkswagen zunehmend unter der Absatzflaute auf dem Heimatkontinent Europa. Dennoch hält der Konzern bisher an seinen Zielen für 2013 fest. Der Erfolg in China ist eine wichtige Stütze. Mit Spannung wird erwartet, ob die Manager Trends zur jüngsten Entwicklung im begonnenen zweiten Quartal verraten.

Außerdem soll die Hauptversammlung VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche erneut in das Kontrollgremium berufen. Seine Wahl gilt als sicher.

+++ 18:03+++ Die Hauptversammlung beschließt die Dividende. Der komplette Vorstand wird außerdem entlastet. Und damit verabschieden wir uns aus Hannover.

+++ 17:21+++ Die Stimmkarten werden jetzt ausgezählt. Große Überraschungen sind da nicht mehr zu erwarten. Rückblickend muss man feststellen: Spannende Fragen haben die Aktionäre bei dieser Hauptversammlung kaum gestellt. Stattdessen nutzten einige Anteilseigner die Möglichkeit, sich in Szene zu setzen. Das war teilweise amüsant, zuweilen allerdings nervig. Die Zeiten der heftigen Auseinandersetzungen zwischen Aktionären und Unternehmen - man denke an die Zeit der VW-Affäre oder an die Übernahmeschlacht Porsche/VW - sind vorbei.

+++ 17:02 +++ Die Aussprache ist beendet - nur sechs Stunden! So schnell ging es seit Jahren nicht mehr. Nun beginnen die Abstimmungen.

+++ 16:53 +++ Alexander Schädel stellt sich als Kleinaktionär aus Berlin vor. "Ich besitze einen Passat von 1989, den habe ich aber abgemeldet. Warum bietet VW keine Car-Sharing-Dienste in der Hauptstadt an? Die Konkurrenz macht das."

+++ 16:13 +++ Für seinen Platz im Aufsichtsrat erhält Ministerpräsident Stephan Weil jährlich maximal 6200 Euro. Alles, was darüber hinausgeht, muss er an die Landeskasse abführen.

+++ 16:11 +++ 4800 Patente hat der VW-Konzern im vergangenen Jahr angemeldet. In Deutschland gibt es allerdings sechs Unternehmen, die noch innovativer sind.

+++ 16:10 +++ Schmallippig zeigt sich Winterkorn zum Stand der Verhandlungen mit Suzuki. "Darüber ist Geheimhaltung vereinbart worden."

+++ 16:07 +++ Hans Joachim Selenz will wissen, warum VW-Firmenjets auf den Cayman Islands angemeldet wurden und was das Unternehmen dort überhaupt will. Piëch antwortet direkt: "Das kann ich ich Ihnen sagen, weil ich das selbst in meiner Anfangszeit als Konzernchef veranlasst habe. Damals beschäftigten wir uns mit Entlassungen von 14000 Beschäftigten in Spanien. Es war wichtig für uns, zu den Verhandlungen mit der spanischen Regierung anonym anreisen zu können, ohne dass uns unsere Beschäftigten am Flughafen empfangen. Die Cayman Islands verweigern jede Auskunft zu Eigentümern von Flugzeugen. Das ist der einzige Grund."

+++ 15:47 +++ Herrmann Kaiser kritisiert das Engagement von Winterkorn und Garcia Sanz bei der VfL Fußball GmbH. "Das macht mir dort einen ungeordneten Eindruck. Wann werden Sie dort mehr Einfluss nehmen?" Er will ferner wissen, wenn es mal für VW nicht mehr möglich sein sollte, die VfL GmbH finanziell zu unterstützen, gibt es Überlegungen, die GmbH in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln? Und schließlich: Wolfsburg feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag, da hätte VW die Hauptversammlung doch in Wolfsburg veranstalten können. "Das wäre doch ein schönes Geschenk gewesen. Aber nach einem 75. Geburtstag kommt ja auch noch ein 80. Geburtstag."

+++ 15:44 +++ Für die zweite Fragerunde an den Vorstand hat sich bislang nur ein Redner eingetragen.

+++ 15:35 +++ Neumann berichtet, 2012 wurden bei VW Deutschland 1,39 Milliarden Euro als Erfolgsprämie an Tarifmitarbeiter ausgezahlt. Die Mitglieder des Managements erhielten insgesamt 814 Millionen Euro.

+++ 15:30 +++ Zu Kritik an der scheinbar niedrigen Dividendenrendite erklärt Pötsch: 3,50 Euro je Stamm- und 3,56 Euro je Vorzugsaktie sind Rekordwerte. Dass die Dividendenrendite so niedrig scheine, liege auch daran, dass der Kurs der VW-Aktie zuletzt angezogen habe.

+++ 15:12 +++ Neumann stellt klar: Das VW-Orchester heißt richtig Philharmonic Volkswagen Orchestra. "Wieder so ein Anglizismus", muss er allerdings einräumen.

+++ 15:11 +++ Rund 45000 Leiharbeiter beschäftigt der VW-Konzern, so Neumann, davon sind 11000 bei Volkswagen. 4780 Mitarbeiter der Autovision sind Leiharbeiter, rund 500 kamen bei Volkswagen zum Einsatz.

+++ 15:07 +++ Zur Frauenfrage bei VW erklärt VW-Personalvorstand Horst Neumann: Ende 2012 betrug der Anteil der Frauen bei VW Deutschland insgesamt rund 17 Prozent. "Der Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen", so Neumann. Er bekräftigte, Volkswagen sei an Ingenieurinnen interessiert. Ende des vergangenen Jahres waren 11 Prozent der Mitarbeiter im VW-Management Frauen (insgesamt 384), im Oberen Management waren es 7 Prozent (155) und im Kreis der Top-Manager 5,5 Prozent (10).

+++ 14:55 +++ Winterkorn und Pötsch antworten auf die Fragen der VW-Anteilseigner: Das Unternehmen bemühe sich, weniger englische Wörter zu verwenden, so Winterkorn. Allerdings sei dies bei vielen Wirtschaftsbegriffen nicht anders möglich. Und Pötsch berichtet, VW habe im vergangenen Jahr keine Parteien finanziell unterstützt.

+++ 14:25 +++ Eine Aktionärin ist sauer, dass der XL1 nur in einer Miniserie gebaut wird. "Wir wollen den XL1!"

+++ 13:59 +++ Dietmar Sievers - wieder ein alter Bekannter von der Hauptversammlung im vergangenen Jahr. "Herr Dr. Winterkorn, ich hoffe Sie können sich an mich erinnern", fängt er an. 2012 in Hamburg trat er mit einer BMW-Mütze auf. In diesem Jahr hat er eine weiße Kappe dabei - und bittet Winterkorn um ein Autogramm darauf. Bekommt er auch! Dafür legt er sich für den VW-Chef ins Zeug: Dessen Gehalt sei gerechtfertigt für diese Leistung. Er ist bislang der Redner, der den meisten Applaus bekommt. Nur dann lässt er den Chauvinisten raushängen. Zum Thema mehr Frauen in Führungspositionen meint er, einige Frauen, die bei bestimmten Parteien in der hinteren Reihe sitzen, möchte er nicht in der Küche haben. Für den Spruch bekommt er keinen Applaus.

+++ 13:43 +++ Hans Joachim Selenz war früher Vorstand von Preussag, heute ist er als Vertreter von "Cleanstate" bei der Hauptversammlung dabei. Dies ist ein Verein, der sich nach eigenen Angaben „für Recht und Gerechtigkeit in Politik, Staat und Wirtschaft“ einsetzt und sich als deutschlandweite Anlaufstelle für Whistleblower versteht. Er will Klarheit, wann der Vertrags mit Winterkorn verlängert wurde - möglicherweise sei dieser ungültig. Und: Wie viel Geld würde VW mehr an Steuern bezahlen, wenn keine Steueroasen genutzt werden würden.

+++ 13:32 +++ Martin Winterkorn war kurz mal vom Podium weg. Aktionär Wilm Müller möchte aber nur sprechen, wenn Winterkorn zuhört. Der VW-Chef ist sogleich wieder am Platz und Müller hat seinen Auftritt - es ist wirklich ein Auftritt. Er beantragt zum Beispiel, dass keinem Mitglied des Aufsichtsrats Entlastung erteilt wird. Denn er ärgert sich, dass das Kontrollgremium den Siemens-Aufsichtratschef Gerhard Cromme nicht motivieren konnte, ihm, Müller, das "Du" anzubieten.

+++ 13:26 +++ Aktionär Martin J. Meier möchte wissen: "Was macht das VW-Orchester? Man hört ja gar nichts mehr!"

+++ 13:12 +++ Aktionär Helmut Poguntke: "Das Ergebnis ist wunderbar, die Gewinne sind wunderbar, die Aktienvergütung kann man kritisieren, aber VW ist ein besonderes Unternehmen. VW hat eine besondere Verantwortung, nicht nur für Niedersachsen, sondern auch für Deutschland, für Europa, vielleicht sogar für die ganze Welt." Das hört wohl jeder VW-Beschäftigte gerne, aber die folgende Rede ist ein bisschen wirr. Er fordert, dass VW Atomstrahlen in den Autos einsetzt (dies hat er schon im vergangenen Jahr in Hamburg gefordert), er erinnert sich an alte Fußballspiele und wirbt für das Bürgerfernsehen. Aber jeder Aktionär, der sich angemeldet hat, darf heute sprechen - und das macht ja auch den Charme einer Hauptversammlung aus.

+++ 13:06 +++ Margit Ricardia Rolf von der "Mobbing-Zentrale/Arbeitskreis VW" erinnert an angebliche Mobbingopfer unter der Ära Peter Hartz. Sie fordert Ministerpräsident Weil auf, die Ermittlungen zur VW-Affäre wieder aufzunehmen. "Jetzt komme ich zu Ihnen, Herr Winterkorn!" Es geht ums Thema Managergehälter. Sie erinnert daran, was Hartz-IV-Empfänger verdienen. "17 Millionen Euro im vergangenen Jahr waren unanständig, und 14 Millionen in diesem Jahr sind es auch." Die Mobbing-Zentrale ist übrigens laut Rolf im Besitz einer einzigen VW-Aktie.

+++ 12:59 +++ Der nächste Aktionär Hagfried Pomplun kritisiert den Geschäftsbericht. "Das sind 360 Seiten. Überlegen Sie doch mal, ob das nicht knapper geht." Absolut unangemessen findet er die Vorstandsgehälter und die Dividende "Warum knausern Sie so mit der Dividende? Daimler hat eine Dividendenrendite von 5,1 Prozent, warum kann sich VW nur 2,3 Prozent leisten?" Unzufrieden ist er auch mit den Vergütungen für die Aufsichtsräte, "und die Arbeitnehmervertreter spielen da auch mit." An die Adresse von Piëch: "Sie waren schon immer ein guter Techniker, aber mit Finanzen haben Sie es nicht so." Kein Applaus.

+++ 12:48 +++ Der Aktionär Geert Teunies kritisiert die Anglizismen in den VW-Publikationen. Er nennt amüsante Beispiel aus dem VW-Geschäftsbericht und aus einer Anleitung zu einem VW-Navigationsgerät. "Es geht mir nicht um persönliche Erfolgserlebnisse. Wir wollen bis 2018 nicht nur ökonomisch und ökologisch, sondern auch sprachlich Weltmeister werden."

+++ 12:32 +++ Nächste Rednerin ist Ramona Pisal. Sie ist die Vorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes. Sie fragte schon im vergangenen Jahr nach, wie es denn bei VW mit der Förderung von Frauen in Führungspositionen ausschaut. Aktuell beträgt der Frauenanteil im Vorstand 15 Prozent - im Vergleich zu anderen Dax-Konzern in Deutschland sei das gar nicht mal schlecht, so Pisal. "Wir bedauern sehr, dass die neue Landesregierung die Chance verpasst hat, einen der zwei Plätze im Vorstand mit einer Frau zu besetzen", kritisiert sie.

+++ 12:19 +++ Und er legt nach: "Der Aufsichtsrat hat bei der Vorstandsvergütung versagt", legt er los. Das Geld, was bei den Vorstandsgehältern eingespart werden soll, verlangt er den Mitarbeitern bei VW-Tochtergesellschaften wie der Autovision auszuzahlen und deren Stundenlöhne anzuheben. Ein Vergütungsberater soll engagiert werden, um das Unternehmen zu beraten. Er will wissen: Wie viele Leiharbeiter beschäftigt der Konzern, wie viele Fördermittel erhielt der Konzern, unterstützte VW Parteien oder Gruppen, wie viele Arbeitstage sind durch Streik verloren gegangen.

+++ 12:14 +++ Der nächste Aktionär hastet ans Mikrofon. Er entschuldigt sich: Er ist mit den Örtlichkeiten in der Messehalle nicht vertraut, war auf der Toilette und hat den Weg nicht schnell genug zurückgefunden. Er mäkelt am Veranstaltungsort herum. "Das ist so schwarz hier wie die Heide." Buhrufe! "Na das ist ja hier eine herzliche Begrüßung", meint er angesäuert.

+++ 12:06 +++ Hansgeorg Martius, Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, mahnt: "Denken Sie an eine höhere Dividende für die Aktionäre!"

+++ 11:59 +++ Der Großteil der Aktionäre hat die Halle, in der die Hauptversammlung stattfindet, mittlerweile verlassen. Großer Andrang herrscht in der Ausstellungshalle - da ist auch das Buffet. Mahlzeit!

+++ 11:53 +++ "Wieder neue Aktien für die Belegschaft – das wünscht sich Schlichting. „Ein Unternehmen, das rechtzeitig neue, attraktive Beteiligungsprogramme seinen Mitarbeitern anbietet, hat einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern.“ Er rechnet vor: „Mit den 20 Prozent Stimmrechten des Landes Niedersachsen und mit den 2 Prozent Stimmrechten aus der Stiftung der Eigentümerfamilien sowie weitere durch Volkswagen zu erwerbenden Aktien, die dann in Mitarbeiterbeteiligungsprogramme einfließen würden, käme man der von Brüssel geforderten Sperrminorität von 25 Prozent deutlich näher.“

+++ 11:52 +++ Nun spricht im Namen der VW-Belegschaftsaktionäre der Vorsitzende Friedrich-Wilhelm Schlichting. „In den vergangenen Jahren war es immer wieder eine Forderung des Vereins, die jährliche Hauptversammlung an einem Volkswagen-Standort abzuhalten. Daher freut es uns außerordentlich, dass die diesjährige Hauptversammlung in Hannover stattfindet.“ Applaus!

+++ 11:44 +++ Ein paar Zahlen: 1400 Aktionäre sowie 800 Gäste des Konzerns haben sich auf den Weg nach Hannover gemacht.

+++ 11:42 +++ Die Aktionäre haben das Wort. Den Anfang macht Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz: "VW verkommt immer mehr zu einer Familiengesellschaft. Und Sie sind großzügig zu Ihren Leistungsträgern." Er lobt aber Winterkorn, dass dieser auf Gehalt verzichtet hat. Und dafür gibt es Applaus von den Aktionären. Er fordert Winterkorn auf, konkreter zu werden, wie die Strategie für die nächste Zeit aussehen soll. Und: Was tut VW, um bei den vielen Zulieferern weltweit die Qualität sicherzustellen? Hocker schafft es, gleich die Redezeit zu überziehen.

+++ 11:34 +++ "Volkswagen bläst ein harter Gegenwind ins Gesicht. Die kommenden Monate werden alles andere als leicht. Und wir müssen und werden uns mehr denn je ins Zeug legen und alles geben. Wir werden mehr Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr - wir werden den Umsatz erneut steigern - und wir setzen uns auch beim operativen Ergebnis das Ziel, wieder das hohe Vorjahres-Niveau zu erreichen."

+++ 11:29 +++ "Der Wettbewerbsdruck ist unverändert hoch und steigt weiter. Insbesondere Europa bleibt ein Wackelkandidat. Die Schuldenkrise ist nicht überwunden. Die Verunsicherung der Verbraucher ist mit Händen zu greifen - die Märkte hier bleiben auf absehbare Zeit sehr schwach."

+++ 11:27 +++ "Fest steht: Die Automobilindustrie ist unverändert in sehr schwierigem Gelände unterwegs. 2013 wird für die gesamte Branche zum Jahr der Bewährung. Auch für uns bei Volkswagen. Der PKW-Weltmarkt wird im besten Fall leicht auf knapp 68 Millionen Fahrzeuge ansteigen. Wir verzeichnen nach wie vor positive Impulse aus Nordamerika und China. Nahezu alle Regionen, vor allem die Märkte in Westeuropa, bleiben jedoch von teils großen Unsicherheiten geprägt."

+++ 11:22 +++ "Der VW-Konzern ist im besten Sinn ein bodenständiges Unternehmen. Wir sind in Niedersachsen, Deutschland und Europa tief verwurzelt. Das ist Teil unserer Stärke und dazu stehen wir." Und: "Europa braucht drei Dinge: mehr Initiative, mehr Innovation und mehr Industrie!"

+++ 11:19 +++ Das Vertriebsnetz wird weiter ausgebaut. Weltweit gibt es 20 000 Händler - in Wachstumsregionen sollen 1500 hinzukommen.

+++ 11:16 +++ Eine Weltkarte mit VW-Produktionsstandorten wird gezeigt. 100 Werke gibt bereits, zehn weitere sind geplant, davon allein sieben in China. "Bis 2018 erhöhen wir unsere Kapazitäten auf mehr als vier Millionen Fahrzeuge", so Winterkorn.

+++ 11:11 +++ "Wir stellen VW internationaler auf - Internationalität ist Teil der Volkswagen-DNA", so Winterkorn. 60 Prozent der Fahrzeuge werden außerhalb Europas verkauft.

+++ 11:07 +++ Martin Winterkorn zum Ausblick: "Das aktuelle Umfeld ist ein echter Belastungstest - insbesondere für die europäischen Autobauer. Das trifft VW aber nicht unvorbereitet. Bis 2015 werden 50,2 Milliarden Euro in neue Werke und neue Technologien investiert."

+++ 11:05 +++ Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch spricht. Volkswagen strebe den Abschluss des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages mit MAN an. Dadurch soll Zusammenarbeit verstärkt werden. "Der angestrebte Vertrag stellt einen Meilenstein auf dem Weg eines integrierten Nutzfahrzeugkonzerns dar." Der Unternehmensvertrag soll in den nächsten Tagen unterzeichnet werden. Die MAN-Hauptversammlung muss allerdings noch zustimmen. Die Aktionäre sollen 80,89 Euro je Stamm- beziehungsweise je Vorzugsaktie erhalten, alternativ eine Garantiedividende 3,30 Euro für jedes volle Geschäftsjahr.

+++ 10:53 +++ "Lassen Sie mich das vergangene Geschäftsjahr auf den Punkt bringen", so Winterkorn: "Der VW-Konzern mit seinen Marken hat sich im schwierigen Fahrwasser als zukunftsfähig erwiesen. Unsere Erfolge wurden uns nicht geschenkt, sondern sind das Ergebnis harter, konzentrierter Arbeit. Fleiß und Liebe zum Automobil zeichnet die Mannschaft aus. Darauf sind ich und meine Vorstandskollegen stolz. Gute Arbeit muss sich lohnen. Für die starke Leistung erhalten die VW-Beschäftigen 7200 Euro. Damit setzen wir das richtige Signal, auch im Sinne unser Aktionäre." Applaus!

+++ 10:50 +++ Mit den VW Financial Services ist der Konzern bestens aufgestellt. Das großartige Ergebnis wuchs um 17 Prozent.

+++ 10:48 +++ Winterkorn: "Porsche ist ein fester und unverzichtbarer Teil der VW-Familie. Unter dem Konzerndach entwickelte sich die Marke fester und besser denn je."

+++ 10:45 +++ Bentley habe seine Position im Luxussegment verteidigt - und 100 Millionen zum Konzernergebnis beigetragen. Die Nachfrage nach Lamborghini steige weltweit. "Das zeigen auch die Wartezeiten - 15 Monate muss man derzeit auf einen Aventador warten."

+++ 10:43 +++ Winterkorn: Die Krise und Südeuropa treffe Seat besonders hart - die Marke zeige aber Stärke. "Ich bin überzeugt: Die Substanz bei Seat stimmt!"

+++ 10:40 +++ Winterkorn: "Die Marke Volkswagen strahlt so hell wie nie. 5,7 Millionen Fahrzeuge wurden 2012 ausgeliefert - das ist ein ein Auslieferungsplus von mehr als 600 000 Einheiten im Vergleich zu 2011. Der neue Golf bleibt mit großen Abstand der Spitzenreiter in seiner Klasse und darüber hinaus."

+++ 10:36 +++ Winterkorn: "Auf dem Weg an die Spitze kommen wir nicht ins Straucheln! Die Stärke des Konzerns ist seine weltweite Aufstellung."

+++ 10:33 +++ "VW hat 2012 jedoch eine starke Performance hingelegt", so Winterkorn. Der Konzern habe alle selbstgesteckten Ziele erreicht und sich 2012 in Bestform präsentiert. Porsche sei eine absolute Erfolgsgeschichte. Ducati sei eine legendäre Marke, "wir starten im Geschäft mit Zweirädern durch." Die Allianz von Scania, MAN und Volkswagen Nutzfahrzeuge werde erfolgreich sein. Der MQB funktioniere.

+++ 10:30 +++ VW-Chef Winterkorn spricht. "2012 war in Westeuropa das schwächste Autojahr in den letzten 20 Jahren."

+++ 10:26 +++ Eine starre Altersbegrenzung für Vorstandsmitglieder ist nicht mehr zeitgemäß, so Piëch. Heißt auch: Martin Winterkorn muss also noch länger durchhalten bis zur Rente.

+++ 10:20 +++ Jetzt spricht Piëch über Bezüge der Vorstände im Rahmen des Corporate Governance. Der Bonus der Vorstände wird nach der Geschäftsentwicklung der vergangenen zwei Jahre errechnet. Seit 2010 wird zusätzlich ein langfristiger Bonus für die Geschäftsentwicklung der vergangenen vier Jahre gezahlt.

+++ 10:17 +++ Arbeitsbericht des Aufsichtsrats. Eher unspektakulär.

+++ 10:10 +++ Piëch spricht allen VW-Mitarbeitern seine Anerkennung aus. "Sie haben ihren Teil dazu geleistet, dass VW so erfolgreich ist."

+++ 10:07 +++ Zunächst die Regularien - das muss ein. Piëch weist darauf hin, wer die Aktionärsversammlung verläßt, soll aus Sicherheitsgründen seine Tasche mitnehmen. Mobiltelefone dürfen in der Versammlungshalle nicht benutzt werden - und auch Fotos sind verboten.

+++ 10:02 +++ Die 53. Hauptversammlung startet! Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Prälat Heinrich Günther werden namentlich von Piëch gegrüßt.

+++ 9:58 +++ Gleich gehts los! Ferdinand Piëch wird die Versammlung eröffnen.

+++ 9:49 +++ 1000 Besucher sollen heute zum Aktionärstreffen kommen. Die Ausstellung ist schon gut gefüllt. Die VW-Anteilseigner stärken sich mit Kaffee und Kuchen.

+++ 9:43 +++ Ein Zitat von VW-Chef Martin Winterkorn zur Krise auf dem Automobilmarkt: "VW ist global aufgestellt in Europa, China, Rußland, den USA und Südamerika. Davon profitieren wir."

+++ 9:35 +++ Stephan Weil wirkte anfangs fast ein bisschen schüchtern. Ein Lächeln ging allerdings über sein Gesicht, als er vor einem Bentley Mulsanne stand. Die Luxuslimousine gefiel ihm - vielleicht der neue Dienstagwagen, Herr Ministerpräsident?

+++9:32 +++ Das war eben Nahkampf: VW-Chef Martin Winterkorn, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Ferdinand Piëch und seine Frau Ursula haben die Autoaustellung besucht - verfolgt von einem Heer von Fotografen. Wer die beste Aufnahme haben wollte, der musste die Ellenbogen ausfahren.

+++ 8:37 +++ Im Vorfeld der Hauptversammlung bat unsere Redaktion Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs um ein Statement, wie wichtig der unternehmerische Erfolg von VW für Wolfsburg ist und was die Stadt leisten muss, um den Unternehmen, den Mitarbeitern und ihren Familien ein gutes Umfeld zu schaffen.

Mohrs antwortete: "Wolfsburg ist, vor allem Dank der Volkswagen AG, ein prosperierender Wirtschaftsstandort mit ebenso vielen Arbeitsplätzen wie Einwohnern. Die wirtschaftliche Stärke des Automobil-Weltkonzerns wirkt sich überaus positiv auf die Einnahmesituation der Stadt aus. Sie sichert uns als Kommune den Hauptanteil unserer Einnahmen und ermöglicht dadurch außergewöhnliche Handlungsspielräume. Das bedeutet aber auch die Verpflichtung für die Stadt, eine besondere Infrastruktur vorzuhalten, die Wolfsburg als Konzernsitz attraktiv macht.

In den kommenden Jahren werden 6000 neue Wohneinheiten geschaffen, um aus Pendlern neue Bürger zu machen. Vor dem Hintergrund der aktuellen finanziellen Möglichkeiten modernisieren wir sämtliche Schulen und Sporthallen. Wir sanieren Kindertagesstätten und bauen die Kinderbetreuung deutlich aus. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für ein attraktives Arbeitsumfeld und sind dabei ein wichtiger Standortfaktor für die Gewinnung der besten Fachkräfte.

Durch die Fusion mit dem Landkreis Helmstedt werden wir dies weiter ausbauen können. Bei all dem handeln wir maßvoll und weitsichtig, denn wir investieren in Zukunftsprojekte, die künftige Generationen entlasten."

+++ 8:32 +++ Bevor die Messehallen für die Besucher geöffnet wurden, wurde mit Sprengstoff-Schnüffelhunden jede Ecke durchsucht.

+++ 8:30 +++ Sicherheit wird in diesem Jahr groß geschrieben. Alle Besucher der Hauptversammlung müssen durch eine Sicherheitsschleuse wie am Flughafen. Nach versteckten Gegenständen wird von den Sicherheitsleuten sogar hinter den Gürtelschnallen getastet. Noch einmal will sich VW von Demonstranten - so wie im vergangenen Jahr in Hamburg - nicht an der Nase herumführen lassen.

+++ 8:29 +++ Guten Morgen aus der Landeshauptstadt. Die Redaktion begrüßt Sie von der VW Hauptversammlung aus Hannover. Aus Hannover berichtet Redakteur Hendrik Rasehorn. "2012 war ein forderndes Autojahr", schrieb VW-Chef Martin Winterkorn im ersten Satz an die Aktionäre. Wir dürfen gespannt sein, wie er die Entwicklung auf dem Weltmarkt für die nächsten Jahre einschätzt.

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