Fallersleben. Die Oberliga-Handballer des VfB Fallersleben sind beim Tabellenvierten aus Südniedersachsen letztlich chancenlos.

Für immerhin 20 Minuten haben die Handballer des VfB Fallersleben den Favoriten beschäftigen können. Als der Northeimer HC aber das Tempo nach der Pause anzog, gerieten die „Lions“ deutlicher ins Hintertreffen. Der VfB musste beim Oberliga-Vierten eine 34:39 (13:16)-Niederlage hinnehmen.

Dass sie den HC würden fordern können, stand außer Frage. Im Hinspiel hatten die Fallersleber den Sieg gegen Drittliga-Absteiger Northeim nur knapp verpasst. Mit 33:34 unterlagen die Hoffmannstädter in eigener Halle. Auch wenn es in Südniedersachsen ungleich schwerer ist, reiste der VfB-Tross zuversichtlich und mit Zielen nach Northeim. Vor allem ging es darum, ein Zeichen zu setzen. Mannschaftsführer Kris Behrens hatte Einsatz und Leidenschaft eingefordert und sein Team darauf eingeschworen, der ungewöhnlichen und ungeklärten Personalsituation mit Leistung zu trotzen. Und das gelang.

VfB Fallersleben legt eine mutige Anfangsphase hin

Der VfB trat dem Tabellenvierten mutig entgegen. Nach sieben Minuten stand Northeim bei erst zwei Treffern, Fallersleben hatte dreimal getroffen. Der anschließende 5:0-Lauf der Gastgeber zwischen der 8. und 14. Minute, der dem HC eine 8:3-Führung einbrachte, warf die Hoffmannstädter nicht aus der Bahn. Phil Hornke und Tim Schroeter sorgten dafür, dass der VfB Schritt hielt. Nach 21 Minuten waren die Gäste noch immer dran (9:10). „Wir haben die Partie lange ausgeglichen gestaltet“, berichtete VfB-Trainer Mike Knobbe. In die Pause hätte seine Mannschaft auch mit nur zwei Toren Rückstand gehen können, wenn der Ex-Vorsfelder Hannes Bransche nicht mit der Schlusssirene zum 16:13 getroffen hätte.

VfB-Abwehr präsentiert sich im weiteren Spielverlauf zu passiv

Das Tor leitete einen Zwischenspurt der Hausherren ein, durch den sich der HC auf fünf Tore Vorsprung absetzen konnte (21:16). Probleme bereiteten den Gästen insbesondere die wurfgewaltigen Rückraumspieler des HC. Rick Harder und Malte Wodarz waren nur schwer zu stoppen. „Wir waren gegen die Rückraumschützen Northeims zu passiv, haben die nie in den Griff bekommen“, sagte Knobbe. „Die Tore sind zu einfach gefallen.“

Der VfB ließ in der Folge zwar nicht vollkommen abreißen, doch zeichnete sich ab, dass Northeim die Begegnung für sich entscheiden würde. „Der HC hat sich absetzen können“, erklärte Knobbe. Ins Schlussviertel ging der HC mit einem 30:23-Vorsprung (45.). Fallersleben bemühte sich nach Kräften, den Rückstand in einem erträglichen Rahmen zu halten. Mehr als Schadensbegrenzung war aber nicht drin. „Northeim war sehr souverän“, musste Knobbe anerkennen.

Auch Max Meyer verlässt den VfB Fallersleben

Fast härter als die Niederlage traf die Hoffmannstädter die Nachricht, dass mit Max Meyer der fünfte Abgang feststeht. Der Defensivspezialist und Kreisläufer wird sich in der kommenden Spielzeit Drittligist TSV Anderten anschließen.

VfB Fallersleben: Wilken, Schmidt, Hoch – Meyer, Hartfiel (3), Steiner, Schröder (5), Schroeter (5), Ströh (1), Frankenberg (3), Fuhlrott (1), Behrens (6), Hornke (6), Perl (3).