Basketball-Wechselkarussell nimmt Fahrt auf

Braunschweig.  Klubs, die die Bundesliga-Saison weiterspielen wollen, dürfen zweimal nachrüsten. Crailsheim hat schon zugegriffen.

Braunschweigs Garai Zeeb (rechts) beispielsweise hat noch einen weiterlaufenden Vertrag bei den Löwen und sollte eigentlich nicht als Wechselkandidat fürs Saison-Finale infrage kommen.

Braunschweigs Garai Zeeb (rechts) beispielsweise hat noch einen weiterlaufenden Vertrag bei den Löwen und sollte eigentlich nicht als Wechselkandidat fürs Saison-Finale infrage kommen.

Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Die Basketball-Bundesliga will die Saison mit einem Final-Turnier von zehn Mannschaften zu Ende zu bringen. Aber wie gut werden die Teams besetzt sein, die da den deutschen Meister 2020 ausspielen, sofern die Behörden grünes Licht geben?

Nicht alle zu ihren Familien abgereisten Auslandsprofis werden zurückkehren, das war schnell klar. Und so gestattet die Liga den Vereinen nun zwei Nachverpflichtungen, von denen die Crailsheim Merlins als erste Gebrauch machten. Schließlich gibt es bei den Vereinen, die sich aus finanziellen Gründen gegen eine Teilnahme an der Saisonfortsetzung entschieden, durchaus Profis, die sich vor Ort fit gehalten haben und darauf brennen, wieder Basketball zu spielen. Sie können nun zum Zug kommen.

So meldeten die Crailsheimer am Montag die Wechsel von Flügelspieler David Brembly vom Mitteldeutschen BC und von Powerforward Marvin Ogunsipe, der von Bayern München an die Hamburg Towers ausgeliehen war. Die beiden Akteure mit deutschen Pass sind schon nach Crailsheim umgezogen und trainieren individuell.

Löwen sind unter Vertrag

Dafür müssen die Merlins beim Play-off-Turnier, das im Juni beginnen soll, auf ihre Amerikaner Aaron Jones und Quincy Ford sowie den Slowenen Jan Špan verzichten. Im Fall Ford und Špan hätten die Agenten mitgeteilt, „dass sie nicht weiter am Trainings- und Spielbetrieb der Merlins teilnehmen“. Eine Art des Abschieds, wie er noch andere Teams treffen dürfte.

Die Spitzenklubs München, Berlin und Oldenburg, die ihre Profis weiterbezahlt hatten, sind allerdings zuversichtlich, alle Stars an Bord zu behalten.

Und was machen die Profis der Löwen Braunschweig, die ihre Saison beendet haben? Zumindest Karim Jallow, Lukas Wank und Garai Zeeb kommen normalerweise nicht als Wechselkandidaten infrage, weil sie noch weiterlaufende Verträge haben.

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