Braunschweig. Ex-Trainer der Eintracht sitzt gegen Mainz nicht auf der Bank. Nach dem Schlaganfall seiner Frau bleibt er bei seiner Familie.

Bundesliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 muss am Wochenende gegen den FSV Mainz 05 ohne Cheftrainer Torsten Lieberknecht auskommen. Dies teilten die Hessen am Donnerstag mit. Seit dem Schlaganfall seiner Frau vor ein paar Tagen weilt der 50-Jährige bei seiner Familie in der Nähe von Düsseldorf. „Simone Lieberknecht befindet sich auf dem Weg der Besserung und wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen“, erklärte ein Lilien-Sprecher bei der Pressekonferenz.

Es sei „aber davon auszugehen, dass Torsten auch in der nächsten Woche noch nicht wieder vor Ort sein wird.“ Wegen der Länderspielpause beginnt der Spielbetrieb für den Aufsteiger nach diesem Wochenende erst wieder am 25. November, wenn die Hessen beim SC Freiburg gastieren. Der nun zuständige Co-Trainer Ovid Hajou befindet sich in engem Austausch mit Lieberknecht.

„Ich mache gar nichts alleine“, sagte der 39-Jährige. Es werde alles im Team abgesprochen, zu dem auch Kai Peter Schmitz sowie Torwarttrainer Dimo Wache zählen. „Wir machen Videokonferenzen, er nimmt wie immer an allen Entscheidungen teil, und selbst die Trainingseinheiten filmen wir, er schaut sie sich an, und wir telefonieren dann abends noch mal“, sagte Hajou. Wie Lieberknecht sich am Spieltag einbringen wird, sei bisher nicht geklärt. Bei Darmstadt sind Kapitän Fabian Holland, Matej Maglica und Klaus Gjasula für das Aufeinandertreffen gesperrt.