Eintrachts Trainer Meyer wünscht sich weiteren Innenverteidiger

Braunschweig.  Am Sonntag erfolgt für Eintracht Braunschweigs Trainer Daniel Meyer die Rückkehr nach Aue. Danach soll ein weiterer Neuzugang kommen.

Daniel Meyer glaubt an ein knackiges Programm für Eintracht Braunschweig im Januar.

Daniel Meyer glaubt an ein knackiges Programm für Eintracht Braunschweig im Januar.

Foto: Darius Simka/regios24

Auf Eintracht Braunschweigs Cheftrainer Daniel Meyer wartet eine Reise in die eigene Vergangenheit. Wenn die Löwen am Sonntagnachmittag beim FC Erzgebirge Aue (13.30 Uhr/Sky) antreten, kommt es für den 41-Jährigen zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein. Meyer hatte die Veilchen von 2018 bis 2019 trainiert.

Doch zumindest was das Geschehen auf dem Platz angeht, rechnet der Coach des Tabellenfünfzehnten nicht mit einem warmen Willkommen. „Es ist für viele sicher nicht der liebste Termin, jetzt nach Aue fahren zu müssen“, sagt Meyer und spielt sowohl auf das eisige Wetter im Erzgebirge als auch auf die Qualität des Teams von Dirk Schuster an.

Ist FC Erzgebirge Aue ein Vorbild für Eintracht Braunschweig?

„Aue weiß, wie es geht, die Punkte zu holen“, erklärt der Fußballlehrer, der in der sächsischen Kleinstadt einst das Erbe von Domenico Tedesco und Hannes Drews antrat. Den eingeschlagenen Weg mit attraktivem Ballbesitzfußball führte er dort fort. Und auch in Braunschweig will er so Fußball spielen lassen. Insofern ist der FC Erzgebirge vielleicht sogar ein kleines Vorbild für die Eintracht in ihrer jetzigen Situation. „Aue hat sich festgebissen in Liga zwei“, lobt Meyer.

Unter Schuster sei aber auch das kämpferische Gesicht der Auer wieder stärker zum Vorschein gekommen. „Die Haltepunkte des Systems sind aber immer noch zu erkennen“, analysiert der Braunschweiger Trainer, der auswärts sicher auf Benjamin Kessel, Felix Burmeister und Niko Kijewski verzichten muss. Auch für Leon Bürger kommt ein Einsatz nach überstandenem Mittelfußbruch noch zu früh. Danilo Wiebe ist angeschlagen. Neuzugang Brian Behrendt darf erst gegen Düsseldorf spielen.

Meyer will eine aufmerksame Mannschaft sehen

Doch egal, wer aufläuft, der Trainer möchte von seiner Mannschaft die nötige Körperlichkeit und Aufmerksamkeit sehen. Defizite in der Defensivarbeit haben die anfälligste Verteidigung der Liga (29 Gegentore) immer wieder um Punkte gebracht. Die Spiele vor der Winterpause seien aber ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, betont Meyer, der Gegner Aue in der Offensive stark besetzt sieht. „Florian Krüger, Pascal Testroet, Ben Zolinski - das ist eine Riesenqualität in der Offensive, die wir erst einmal stoppen müssen.“ Zumindest Sonntag muss die Eintracht dies mit dem vorhandenen Personal schaffen.

Doch präzisierte der Trainer eines der Transferziele: „Wir haben uns einen kleinen finanziellen Puffer erarbeitet . Der zweite Innenverteidiger wird auch ohne zwingende Abgänge noch möglich sein.“ Damit die Blau-Gelben auch im Gesamtverbund stabiler werden, standen seit dem Trainingsstart am Dienstag erneut Zweikampfübungen und Spielformen auf dem Plan. Um dem Ziel Klassenerhalt näher zu kommen, muss hier eine Entwicklung erfolgen. „Es ist unheimlich schwierig, durch das erste Jahr in der 2.Liga zu kommen“, betonte Meyer.

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„Man muss das Beste aus seinen Möglichkeiten machen.“ Gemeinsam mit seinem Team, das kurzfristig noch verstärkt werden soll, will der Cheftrainer den nächsten Schritt gehen. „Das Programm im Januar ist knackig“, fasst er zusammen. Düsseldorf, Würzburg, der HSV, Heidenheim und Kiel folgen. Meyers Wiedersehen mit Aue ist erst der Anfang schwerer Aufgaben im neuen Jahr.

14. Spieltag in der 2. Bundesliga:

Samstag, 2. Januar (13 Uhr)
Heidenheim - Nürnberg
Bochum - Darmstadt
Würzburg - Karlsruhe

Sonntag, 3. Januar (13.30 Uhr)
Hamburger SV - Regensburg
Hannover - Sandhausen
Aue - Braunschweig
Fürth - St. Pauli
Kiel - Osnabrück

Montag, 4. Januar (20.30 Uhr)
Düsseldorf - Paderborn

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