Eintracht-Routinier Kessel soll bald wieder trainieren

Braunschweig.  Für nächsten Mittwoch ist die Rückkehr von Benjamin Kessel ins Eintracht-Training geplant. Das Spiel in Rostock kommt für ihn zu früh.

Benjamin Kessel fällt für das Spiel in Rostock aus, steigt danach aber wieder ins Eintracht-Training ein.

Benjamin Kessel fällt für das Spiel in Rostock aus, steigt danach aber wieder ins Eintracht-Training ein.

Foto: Florian Kleinschmidt / BestPixels.de

Eine Option für das Spiel am Montagabend (19 Uhr) in Rostock ist Benjamin Kessel noch nicht. Trotzdem gab es am Freitag positive Nachrichten von Eintrachts Verteidiger, der sich im vergangenen Heimspiel gegen Uerdingen bei einem Foul einen Bruch der linken Augenhöhle zugezogen hatte. „Er soll wahrscheinlich am Mittwoch wieder ins Training einsteigen können und das auch ohne Gesichtsmaske oder Helm“, berichtete Trainer Marco Antwerpen.

Damit steht Kessel Braunschweigs Drittliga-Fußballern wohl deutlich eher wieder zur Verfügung als zunächst gedacht. In den vergangenen Tagen hatte man in der medizinischen Abteilung der Löwen diskutiert, ob ein Schutzhelm oder eine Gesichtsmaske die Wiedereingliederung des 32-Jährigen in die Übungseinheiten beschleunigen könnte. Das ist wohl aber nicht mehr nötig. Allerdings wird man zumindest in den ersten Tagen nach der Rückkehr bei Kessel noch etwas Vorsicht walten lassen. Deshalb könnte es gut sein, dass der Routinier neben dem Spiel in Rostock auch die Heimpartie am nächsten Samstag gegen Viktoria Köln verpasst.

Deutlich weiter als Kessel ist da schon Leandro Putaro. Der Offensivspieler ist zurück im Mannschaftstraining, wie Kessel aber „noch keine Option für Montag“, betont Antwerpen. Das ist bei Danilo Wiebe, der ebenfalls seine leichte Knieverletzung überwunden hat, anders. Der Mittelfeldspieler absolvierte im Test gegen den VfV Hildesheim eine gute erste Hälfte und kann sich in Rostock Chancen auf eine Rückkehr in den Eintracht-Kader ausrechnen. „Er hat mir in dem Testspiel gut gefallen, und es war auch wichtig, dass er mal wieder 45 Minuten Spielpraxis gesammelt hat“, sagt Antwerpen. Allerdings machte er Wiebe wenig Hoffnung auf einen Platz in der Startelf. „Dafür ist er noch keine Option“, sagt der Coach.

Das liegt sicherlich auch daran, dass Antwerpen bestrebt ist, seine Mannschaft nach dem 4:1 gegen Uerdingen so wenig wie möglich zu verändern. Mit dem Ausfall von Kessel muss er bereits eine Position in der Startelf neu vergeben. Sehr wahrscheinlich erhält Robin Ziegele, der bereits gegen Uerdingen für Kessel eingewechselt wurde und eine gute Leistung ablieferte, den Zuschlag für den Posten. Doch ansonsten möchte Antwerpen nach den vielen erzwungenen Wechseln der vergangenen Wochen an möglichst viel aus dem Uerdingen-Spiel anknüpfen. „Wir wären natürlich froh, wenn wir nach einem erfolgreichen Spiel mal mit der gleichen Aufstellung spielen könnten“, sagt der Trainer.

Deshalb wird die Eintracht wohl auch in Rostock mit einer Doppelspitze auflaufen, obwohl viele Teams auswärts lieber etwas defensiver agieren. Aber mit Marvin Pourié und Nick Proschwitz haben die Blau-Gelben auch ein Pfund, mit dem sie wuchern wollen. „Es spricht nichts dagegen, dass wir wieder mit ihnen spielen“, so Antwerpen. Pourié und Proschwitz würden sich zudem gut ergänzen. Auch in einer eher defensiven Ausrichtung sieht der Coach da keine Probleme. „Wir haben es auch mit Doppelspitze geschafft, den Gegner zu beschäftigen und haben zwei Stürmer, die bei den anderen Mannschaften Eindruck schaffen. Das wollen wir nutzen“, sagt Antwerpen. Und am besten mit einem Sieg an der Ostsee nachlegen.

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