Grizzlys Wolfsburg – Suche nach Scoring und Härte läuft noch

Wolfsburg.  Hier erklärt Charly Fliegauf, der Manager des Eishockey-Erstligisten, welche Ziele er sich für die Vervollständigung des Kaders gesetzt hat.

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf befindet sich bei der Kaderzusammenstellung im letzten Drittel.

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf befindet sich bei der Kaderzusammenstellung im letzten Drittel.

Foto: Darius Simka / regios 24

Trotz vieler Unwägbarkeiten durch Corona im Vorfeld der Saison 2020/21 bastelt Charly Fliegauf emsig am künftigen Kader des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg. 19 von 25 bis 26 Stellen sind bereits besetzt. Was dem Team bislang vor allem noch fehlt, bringt der Manager auf den Punkt: „Zwei Import-Allrounder für die Abwehr sowie Scoring und körperliche Präsenz im Angriff.“

Für die noch fehlende Härte soll auch die Weiterverpflichtung Spencer Machaceks sorgen. Der Stürmer hat ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen und soll Interesse an einem Verbleib gezeigt haben (wir berichteten) . Und dann hätte Fliegauf gern noch einen „ähnlichen Spielertypen wie Machacek“. Denn: „Wir wollen den Sturm etwas anders ausrichten als bisher.“

Deshalb verlängerte der Manager auch Brent Aubins Vertrag nicht . Zuletzt sei der Frankokanadier vor allem noch in Überzahl von der blauen Linie gefährlich gewesen. Diese Aufgabe solle nun aber der neu verpflichtete Verteidiger Phillip Bruggisser übernehmen.

Stattdessen wünscht sich Fliegauf mehr Durchschlagskraft bei fünf gegen fünf. „In der vergangenen Saison fehlte uns ein bisschen Torgefahr. Dafür war eigentlich Mike Sislo eingeplant gewesen.“ Der US-Amerikaner hatte wegen gesundheitlicher Probleme und nach nur neun DEL-Einsätzen (null Tore, drei Assists) seinen Vertrag Anfang November auflösen lassen und seine Karriere beendet.

In der Verteidigung sieht Fliegauf Neuzugang Janik Möser aus Mannheim als Kandidaten für die Top 6. Vor allem für den Fall, dass die Grizzlys mit zehn Ausländern in die Saison starten und einer von diesen immer aussetzen muss – bestenfalls in der Abwehr, wenn eben Möser sein Potenzial abruft. Zudem läuft die Suche nach einem „Horse“ (zu deutsch: Pferd), wie im Eishockey die Spieler genannt werden, die sowohl nach hinten als auch nach vorne spielen (rennen) können. Und ein zweiter, auch eher allrounder Abwehr-Import soll kommen.

Allerdings könnte es sein, dass sich die Grizzlys aufgrund der wegen Corona ungeklärten Lage wie viele andere Klubs vorerst zurückhalten . Wie Fliegauf berichtet, berät die DEL-Rechts- und Wirtschaftskommission gerade, in welcher Form Klauseln wie Bereitschaft zu Kurzarbeit oder Gehaltsverzicht im Falle einer aufgrund von Corona beeinträchtigten Saison in die Spielerverträge eingebaut werden können. Die Grizzlys sind in dieser Kommission durch ihr Aufsichtsratsmitglied Hiltrud Werner vertreten. „Wichtig ist“, so Fliegauf, „dass wir in der Frage als Liga einheitlich auftreten.“

Aktueller Grizzlys-Kader:

Tor: Dustin Strahlmeier (neu/Vertrag bis 2022) und Chet Pickard (2021).

Abwehr: Jeff Likens (2021/A=Ausländer), Phillip Bruggisser (neu/2022/A), Dominik Bittner (2021), Ryan Button (2021), Janik Möser (neu/2021), Armin Wurm (2022), Maximilian Adam (2021) und Steven Raabe (2023).

Angriff: Anthony Rech (2022/A), Mathis Olimb (2021/A), Fabio Pfohl (2022), Sebastian Furchner (2021), Gerrit Fauser (2023), Garrett Festerling (2021), Phil Hungerecker (neu/2022), Valentin Busch (2021) und Jan Nijenhuis (2021).

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