Das Goldene Herz

Hilfe bei seelischer Not bietet die arcus Beratung in Peine

| Lesedauer: 4 Minuten
Arcus ist ein Anker für Menschen, die sich in psychischen Notlagen befinden. Das arcus-Beratungsteam hilft, Situationen zu bewältigen und versucht eine Brücke mit ihren Klienten zurück ins gesellschaftliche Leben zu bauen.

Arcus ist ein Anker für Menschen, die sich in psychischen Notlagen befinden. Das arcus-Beratungsteam hilft, Situationen zu bewältigen und versucht eine Brücke mit ihren Klienten zurück ins gesellschaftliche Leben zu bauen.

Foto: Heike Heine-Laucke

Peine.  In Selbsthilfegruppen finden sich Menschen zusammen, die sich vertrauen und stützen – so auch bei der Peiner Beratungsstelle arcus.

Die Beratungsstelle arcus blickt bereits auf eine 40-jährige Vereinsgeschichte zurück, die sich seit ihrer Gründung 1983 für Menschen einsetzt, die in seelische Schieflage geraten sind und dort unkompliziert Hilfe erhalten.

Leiter der Kontaktstelle in Peine ist Mathias Reisewitz. In seiner beruflichen Laufbahn hat er schon vielen Klienten zugehört und versucht, ihnen Halt zu geben. „Wichtig ist die unbedingt wertschätzende und annehmende Haltung in allen Gesprächen mit Ratsuchenden“, sagt Reisewitz. An arcus können sich diejenigen wenden, die Hilfe suchen – auch Anonym. Das ist dem Leiter wichtig zu betonen: „Anonym bleiben zu können gibt manchen Besuchern Sicherheit und schafft Vertrauen, um sich in besonders schwierigen oder schamhaften Situationen auf das Gespräch einlassen zu können“.

1998 wurde die gemeinnützige Gesellschaft arcus gegründet

Doch bevor arcus überhaupt ins Leben gerufen werden konnte, gründete sich 1983 der Verein „der Ring“ – Kontakt für Menschen in seelischen Notlagen und Angehörige e.V. und gründete die erste Kontaktstelle in Peine mit einem Offenen Treff und einer Gesprächsgruppe. Der Verein wurde von Sozialarbeitern des sozialpsychiatrischen Dienstes und Betroffenen gemeinsam ins Leben gerufen und geführt.

1998 gründete der Verein dann die gemeinnützigen Gesellschaft arcus – Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen, in der mittlerweile ein Großteil der Unterstützungsarbeit stattfindet.

Spontane Hilfe ohne formale Anforderungen

Ein weiterer, wichtiger Ansatz der Kontaktstelle ist, durch Öffentlichkeitsarbeit psychische Erkrankungen ins Gespräch zu bringen und Tabus in der Gesellschaft abzubauen sowie die Integration zu fördern. Darüber hinaus ist die Kontaktstelle durch verschiedene Arbeitskreise an der Weiterentwicklung der sozialpsychiatrischen Angebote vor Ort beteiligt. Die Kontaktstelle können Menschen aufsuchen, die Information, Beratung oder Unterstützung in Bezug auf psychische Belastungen, Probleme oder Erkrankungen benötigen. Zu diesem Personenkreis können neben direkt betroffenen Menschen auch Angehörige wie Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Nachbarn zählen. Die Hilfe kann spontan und ohne formale Anforderungen in Anspruch genommen werden. Das Einzugsgebiet für die Arbeit der Kontaktstelle ist der Landkreis Peine.

Angebote richten sich nach Bedürfnissen der Ratsuchenden

Bei arcus finden die Aufsuchenden Beratung, Begleitung und Information. Zudem ein Forum zum Kennenlernen, zum gegenseitigen Austausch, der gemeinsamen Freizeitgestaltung und damit der Hilfe zur Selbsthilfe. In der Kontaktstelle gibt es eine Vielzahl von Gruppen, die entweder von Betroffenen selbst geführt werden oder auch solche, die von Pädagogen begleitet werden. Der Ansatz ist in beiden Fällen gleich, den Menschen Hilfestellung anzubieten.

Mathias Reisewitz, Leiter der Kontaktstelle in Peine: „Ziel ist das (Wieder-)Entdecken eigener Kraft und Unterstützung im Lebensalltag.“ Ziele der Beratung sind: Information, Ordnen der Situation, Kontakt zu anderen Hilfsangeboten, Krisenintervention und Begleitung. Hierzu können – wenn notwendig – auch Gesprächsserien vereinbart werden. Im Gespräch können weitere therapeutische Möglichkeiten besprochen werden. Reisewitz: „Die Beratung selbst ist zwar keine Therapie, aber sie stabilisiert, inspiriert und bereit gegebenenfalls auf Therapie vor.“ Das Angebotsprogramm von arcus richtet sich an den Bedürfnissen der Ratsuchenden aus. Daher gibt es immer wieder Änderungen und Neuerungen im Programm. Teilweise denken sich Besucher auch selbst Gruppen aus, die vom Team der Kontaktstelle unterstützt und begleitet werden.

Im kommenden Jahr wird arcus 25 Jahre und ist seit der Gründung für die vielen Ratsuchenden ein Wegweiser geworden, der Hoffnung verbreitet, weil sie hier so sein können wie sie sind.

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