Das Goldene Herz: 14.000 Euro für mehr Schutzausrüstung

Braunschweig.  Sechs Initiativen aus der Region werden mit der Spende unterstützt. Mit dabei ist die Mundschutz-Initiative-Salzgitter, die 3000 Masken genäht hat.

Katharina Homann (links), Melanie Gatz (vorne) und Martina Ney haben ein Mundschutz-Projekt in Salzgitter zum Laufen gebracht.

Katharina Homann (links), Melanie Gatz (vorne) und Martina Ney haben ein Mundschutz-Projekt in Salzgitter zum Laufen gebracht.

Foto: Jürgen Stricker

Mehr als 18.000 selbstgenähte Masken, 250 Näher und 160 Organisationen, die von der Aktion profitieren. Das ist das Re­sü­mee einer unglaublich erfolgreichen Aktion der Bürgerstiftung Braunschweig gemeinsam mit dem TU-Sandkasten-Projekt und dem Stoffladen „Schickliesel“. Eine Aktion, die aus der Not heraus entstanden ist. Denn vor einigen Wochen noch mangelte es überall in der Stadt an Mund- und Nasenschutz. „Genau da kam uns die Idee, dass wir etwas selbst nähen wollen und den Bedarf aber nur decken können, wenn wir die Bürger der Stadt mit ins Boot holen“, erklärt Susanne Hauswaldt, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Braunschweig. „Was daraufhin entstanden ist, ist einfach unglaublich.“ Die Masken wurden an 160 Organisationen in der Region verteilt. Und mit einem Teil der Masken konnte die Bürgerstiftung auch die Non-Profit-Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ unterstützen. 800 Masken sind über diese Verbindung bereits auf dem Weg in griechische Flüchtlingslager.

Reparaturen an Nähmaschinen verursachen Kosten

„Die Unterstützung der Bürger war groß – dafür ein großes Dankeschön“, betont Hauswaldt. „Aber einige Kosten sind natürlich trotzdem entstanden.“ Die Beschaffung von Gummiband für die Masken und die notwendigen Reparaturen an den Nähmaschinen mussten bezahlt werden. „Durch die Spende vom Goldenen Herz ist es nun möglich, einen Teil der Kosten zu decken“, erklärt Hauswaldt.

14.000 Euro gehen an sechs Projekte in der Region

Mehr als 250.000 Euro wurden bereits für die Sonderaktion „Das Goldene Herz – Helfen sie den Helfern“ gespendet. Aus diesem Spendentopf gehen jetzt 14.000 Euro an sechs Projekte in der Region, die sich in verschiedenster Weise für die Beschaffung von Schutzausrüstung eingesetzt haben. Mit 500 Euro wird „Pro Familia“ in Wolfsburg unterstützt, 2500 Euro gehen an den DRK Ortsverein Danndorf, 2000 Euro an die Mundschutz Initiative in Salzgitter und jeweils 3000 Euro an die Bürgerstiftung Braunschweig, an die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung in Wolfenbüttel und den Förderverein des Klinikums Braunschweigs.

Auch in Salzgitter wurde in den vergangenen Wochen fleißig gearbeitet: 3000 Masken haben 50 Helfer genäht. „Viele Masken konnten wir an die Tafel verteilen, aber auch Kitas und Privatpersonen wurden unterstützt“, sagt Katharina Homann, Krankenschwester an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), und eine der Initiatorinnen des Projekts. 200 Kunstherzpatienten von Homann konnte mit den bunten Masken zudem auch ein Schutz geboten werden. „Mit der Spende können wir nun einen Teil der Kosten decken – das ist einfach nur toll“, betont Homann.

Einkaufsdienst für Bürger in Danndorf wird dankend angenommen

Der DRK Ortsverein Danndorf hat zudem einen Einkaufsdienst für die Bürger aus Danndorf, die zur Risiko-Gruppe gehören, eingerichtet. „Nachdem wir die Werbetrommel für die Aktion gerührt haben, wurde der Dienst richtig gut angenommen“, erklärt Angela Hilbl, Mitglied im DRK Orstverein Danndorf. Zwischen 15 und 20 Personen haben sich für die Einkaufshilfe angemeldet. „Da ist man natürlich manchmal mehr als einmal in der Woche im Einsatz“, erklärt Hilbl. „Dafür wäre es toll, wenn wir Wechseluniformen hätten – das ist durch die tolle Spende jetzt möglich.“

Auch für die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung stellt die Spende eine finanzielle Entlastung dar. „Mit der Spende gewährleisten wir auch weiterhin die Ausstattung aller Mitarbeiter und Klienten mit ausreichend Schutzmasken“, erklärt Carolin Hammermeister aus der Öffentlichkeitsarbeit. Dies sei wichtig, um die Angebote auch weiterhin aufrecht zu halten.

Die Freude ist überall groß

Helmut Reise, Mitglied im Vorstand des Fördervereins des Klinikums: „Wir haben gehandelt, weil die Mitarbeiter nicht ungeschützt ins Klinikum gehen können.“

Ann-Leonie Wiechmann, Stellenleitung bei „Pro Familia“ Wolfsburg: „Um die Beratungsangebote und die Qualität aufrechtzuhalten, müssen wir uns schützen.“

So können Sie mit Ihren Spenden helfen

Alle Spenden kommen ohne Verwaltungsaufwand den Projekten zugute. Einzahlungen sind möglich bei allen Banken und Sparkassen auf das Spendenkonto des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Braunschweig bei der Braunschweigischen Landessparkasse:

IBAN: DE53 2505 0000 0000 3006 16

(BIC: NOLADE2HXXX)

Geben Sie auf Ihrer Überweisung Ihre Anschrift für eine Spendenquittung an. Bis 200 Euro gilt der Überweisungsträger als Quittung. Die Namen der Spender veröffentlichen wir in unserer Zeitung auf der Leser-Seite. Wer das nicht möchte, schreibt bitte zusätzlich in den Verwendungszweck das Wort „Anonym“.

Bewerbungen von Helfern und Institutionen um Spenden sind weiterhin per E-Mail an kontakt@dasgoldeneherz-braunschweig.de möglich.

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