Unwetter mit Hagel hinterlässt Spuren in der Region

Region  Am Sonntag stehen viele Haus- und Autobesitzer vor einem Scherbenhaufen. Tennisball-große Hagelkörner haben ihre Fensterscheiben und Dächer durchschlagen.

Mit der Rekordhitze kamen auch die Unwetter. Seit Samstagnachmittag wüteten Gewitter mit teilweise starken Hagelschauern in der Region. Nach Polizeiangaben waren vor allem die Landkreise Gifhorn und Peine sowie die Stadt Wolfsburg betroffen. Im Landkreis Helmstedt litten vor allem Teile des Nordkreises unter dem Hagel. Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter sind laut Feuerwehr vergleichsweise glimpflich davongekommen.

Der Spuk dauerte nur eine halbe Stunde, doch die Schäden sind am Tag danach deutlich sichtbar. In Wolfsburg sowie den Landkreisen Helmstedt und Gifhorn durchschlugen teilweise Tennisball-große Hagelkörner Fenster und Dachziegeln. Autos und Häuser wurden stark beschädigt. In den Gärten liegen abgeknickte Äste. Sehr viele Hausbesitzer in der Region benötigen am Sonntag dringend einen Dachdecker.

Im Landkreis Peine sorgte das Unwetter für 13 Feuerwehreinsätze, bei denen Keller ausgepumpt und abgeschnittene Äste beseitigt werden mussten. In manchen Ortsteilen wurden laut Polizeiangaben 30 bis 40 Prozent der Dächer stark beschädigt oder sogar zerstört. Im Peiner Ortsteil Abbensen musste die Freiwillige Feuerwehr ausrücken, um ihre eigene Einsatzleitstelle zu schützen. „Durch den Hagel gab es große Schäden an Autos und Häusern“, sagte ein Sprecher der Polizei Peine. Viele Straßen - auch die Autobahn 2 - waren zeitweise nur schwer befahrbar oder mussten sogar gesperrt werden. Wie stark die Landwirtschaft betroffen ist, lasse sich erst in den kommenden Tagen abschätzen, so der Sprecher. „Die Felder sind ebenfalls stark durch das Unwetter beschädigt worden. Die Mais- und Rübenernte könnte an einigen Orten sehr beeinträchtigt werden.“