Groß Lafferder kämpfen um ihre Grundschule

Groß Lafferde.  Der Ortsrat fordert einstimmig den Erhalt der Schule, Dutzende Bürger haben dafür demonstriert.

Dutzende Bürger haben – unter Einhaltung der Corona-Regelungen – auf dem Schulhof zum Erhalt der Groß Lafferder Grundschule demonstriert. 

Dutzende Bürger haben – unter Einhaltung der Corona-Regelungen – auf dem Schulhof zum Erhalt der Groß Lafferder Grundschule demonstriert. 

Foto: Kirsten Geske

Ein eindrucksvolles Zeichen: Dutzende Groß Lafferder – vor allem Eltern und Kinder – haben sich zur Ortsratssitzung auf dem Schulhof versammelt, um den Erhalt der Grundschule im Ort einzufordern. Zumindest im Groß Lafferder Ortsrat laufen sie damit offene Türen ein: Mit parteiübergreifender Einigkeit verlangt das Dorfgremium nicht nur den Fortbestand des Grundschulstandorts in Groß Lafferde, sondern auch in Gadenstedt und Adenstedt. Die Alternative ist die Schließung dieser einzügigen Standorte und ein dreizügiger Neubau für alle drei Ortschaften in Gadenstedt – zu entscheiden hat der Ilseder Gemeinderat am 8. Oktober.

„Unsere Grundschule in Groß Lafferde ist unser Herzstück – und das soll auch so bleiben“: Mit dieser emotionalen Aussage trifft Ortsbürgermeister Rainer Röcken (CDU) ganz genau den Nerv der Groß Lafferder Bevölkerung. Für Neubürger, die in diese Ortschaften ziehen möchten, sei die entscheidende Frage, ob es dort eine Kindertagesstätte und eine Grundschule gebe – beides sei in Groß Lafferde der Fall, und daran dürfe sich nichts ändern. „Unsere einzügige Grundschule ist so gut aufgestellt, dass wir sie in den nächsten Jahren ohne Probleme mit genügend Schülern am Leben erhalten können“, ist Röcken – ein Groß Lafferder Urgestein – felsenfest überzeugt. In der Vorlage der Gemeindeverwaltung vermisse er die Alternative zum besagten Grundschulneubau in Gadenstedt – deshalb sei für den Groß Lafferder Ortsrat nur der Erhalt der Grundschulstandorte in Groß Lafferde sowie in Gadenstedt und Adenstedt akzeptabel.

Ortsrat will mehr Windenergie ermöglichen

Abgesegnet hat der Groß Lafferder Ortsrat den Bebauungsplan „Windenergieanlagen“ sowie die dazugehörige die Änderung des Flächennutzungsplans: Demnach sollen private Investoren die Möglichkeiten bekommen, im Bereich Groß Lafferde/Oberg/Münstedt weitere Windenergie zu produzieren. Allerdings sind vorher artenschutzrechtliche Untersuchungen zum Feldhamster nötig – eine vom Aussterben bedrohte Tierart.

Für das Straßenausbau-/Straßenunterhaltungsprogramm der Gemeinde Ilsede meldet der Ortsrat folgende Groß Lafferder Straßen an: Mühlenweg, Goethestraße, Meescheweg, Südstraße, An der Kättge, Marktstraße, Fliederstraße – erforderlich seien Deckschichterneuerungen (entweder komplette Länge oder Abschnitte).

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