Michelle Kradel aus Groß Lafferde bietet neuen Podcast

| Lesedauer: 2 Minuten
Nehmen sich gerne gegenseitig aufs Korn: Tobi Wagner und Michelle Kradel machen den Podcast "Word the fuck".

Nehmen sich gerne gegenseitig aufs Korn: Tobi Wagner und Michelle Kradel machen den Podcast "Word the fuck".

Foto: privat

Groß Lafferde.  Einen neuen Podcast zum Thema Wörter und Sprache bringt Michelle Kradel aus Groß Lafferde raus. Jeden Sonntag spricht sie darüber mit Tobi Wagner.

„Word The Fuck“ ist der Titel eines neuen Podcasts aus dem Genre Worte, Sprache, Sprichwörter. Vor allem aber gehe es um merkwürdige Situationen und Erlebnisse, heißt es in der Mitteilung der beiden Machen dahinter. Dies sind Tobi Wagner, Illustrator, Comiczeichner und Journalist aus Schöppenstedt im Landkreis Wolfenbüttel, und Michelle Kradel, Journalistin, Redakteurin und Moderatorin aus Groß Lafferde.

Ärger mit der Polizei

Sie hatte privat so manchen Ärger mit der Polizei, freut sich über Blitz und Donner und ärgert sich über falsche Horoskope, heißt es weiter. Er finde das Grillen suspekt, knabbere rohen Rhabarber und habe durch eine Arschbombe seine Frau kennengelernt. „Wir sind beide an Worten interessiert. Besondere, unbekannte oder banale Worte regen uns zum Nachdenken und zum Reden an. So entstand die Idee zum Podcast“, wird Wagner in der Mitteilung zitiert.

Jeden Sonntag sprechen beide rund 30 Minuten über zwei Wörter. Der Titel des Podcasts sei ein Wortspiel und lehne sich an das Englische WTF „Was zum Teufel“ an. Doch es sei keine „Unterrichtsstunde. Beide könnten nicht viel mit Besserwissern anfangen. Es werde zwar auch kurz der Hintergrund zu einem Wort erklärt, aber eigentlich gehe es immer um eine persönliche Geschichte dazu.

Viele schöne Wörter

„Die deutsche Sprache ist super! Umfahren ist das Gegenteil von um fahren. Es gibt so viele schöne Worte, bei denen sich ein zweiter Blick lohnt.“ Als Beispiel nennt Michelle Kradel die Wörter Bulle, Fremdscham, Konterbier und Aberglaube. Aber beiden sei auch wichtig, alles nicht zu ernstzunehmen. Die Sprecher erzählten aus ihrem Leben und nähmen sich gegenseitig auf den Arm. Denn Tobi könne viele vermeintlich „männliche“ Sachen nicht und Michelle rege sich gerne auf, wenn sie in eine gesellschaftliche Schublade gesteckt worden sei.

Gerade die Unterschiede schätzten die beiden aneinander. „Michelle und ich kennen uns gut. Durch unsere Podcast-Gespräche erfahren wir trotzdem immer wieder neue Dinge. Über den anderen und manchmal auch über uns selbst“, so Wagner. Und das wöchentlich. Dabei blieben hier und da Hinweise zu ihrer Herkunft nicht aus. Beide kämen vom Land, aber während Tobi das Landleben bevorzuge, sei Michelle inzwischen dem Trubel der Stadt verfallen.

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