Studentenleben

Uni-Start in Region Braunschweig: 11 Tipps für die Wohnungssuche

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Wie erfolgreich ist die "Wohnraumoffensive"?

Wie erfolgreich ist die Wohnraumoffensive ?

In vielen deutschen Städten ist Wohnraum knapp und teuer. Das hat auch die Politik erkannt und wollte mit einer Bau- und Förderoffensive für Entspannung sorgen. Während die Bundesregierung auf Erfolge verweist, bleiben noch immer Baustellen.

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Braunschweig.  In Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter und Wolfenbüttel starten die neuen Erstsemester ins Studium. Hier sind 11 Tipps für die Wohnungssuche.

WG oder eigene Wohnung? Zum Start ins Studium suchen viele Menschen eine Wohnung oder ein Zimmer in der Nähe der Hochschule. Hier sind elf wertvolle Tipps für die Wohnungssuche:

1. Hier gibt es finanzielle Hilfe für Studierende

Für eine schöne Wohnung braucht es natürlich Geld für die Miete. Aktuell gibt es einige Verbesserungen am Bafög, sagt Christiane Thoroe vom Studentenwerk Ostniedersachsen: „Es lohnt sich wirklich, einen Antrag zu stellen.“ Als Bafög-Empfänger erhalten Studierende beispielsweise Heizkostenzuschüsse und Vergünstigungen wie einen Erlass der Rundfunk-Gebühren. Wichtig sei es, jetzt nicht die Antragsfrist zu verpassen. „Um Bafög vom Beginn des Semesters an beziehen zu können, müsst ihr unbedingt im ersten Monat eures Studiums euren Antrag eingereicht haben“, rät das Studentenwerk. Dafür reiche zunächst ein formloser Antrag per E-Mail. Im Anschluss muss der digitale Antrag ausgefüllt werden unter: www.bafoeg-digital.de.

Für Menschen, die nicht Zuhause wohnen, kommt auch in Frage, Wohngeld zu beantragen. Dieses gibt es auf Antrag für Menschen mit geringem Einkommen. Ob es gezahlt wird, ist abhängig von der Zahl der Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens und der Höhe der zuschussfähigen Miete. Das Wohngeld muss bei dem Landkreis, der Gemeinde oder der Stadt beantragt werden, in der man den Wohnsitz angemeldet hat. Für den Antrag benötigt man das ausgefüllte Antragsformular, Nachweise zum Einkommen und den Nachweis zur Miete.

2. Früh auf Warteliste setzen lassen

Falls ein Wohnheim in Frage kommt, lohnt es sich, sich so früh wie möglich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Damit steigt die Chance, zum Wunschtermin auch ein Wohnheim-Angebot zu haben. Absagen kann man immer noch, falls sich eine andere Wohnmöglichkeit ergibt.

3. Das eigene Budget ausrechnen

Ermittelt, wie viel Geld im Monat für’s Wohnen zur Verfügung steht. Man sollte das persönliche Limit kennen und im Blick haben, dass die Warmmiete entscheidend ist. Auch ist es sinnvoll, nicht das gesamte Budget zu verplanen. Ein Puffer ist die Rettung, falls beispielsweise einmal die Waschmaschine kaputt geht oder der Mitbewohner mit dem Staubsauger auszieht.

4. Suchaufträge in Portalen und Apps nutzen

Es lohnt sich, auf mehreren Portalen gleichzeitig zu suchen. Beispiele sind: WG-Gesucht, Ebay Kleinanzeigen oder Immobilienseiten. Außerdem können auf diesen Seiten Suchaufträge eingestellt und Benachrichtigungen aktiviert werden, um schnell auf neue Angebote reagieren zu können. Auch Social Media kann hilfreich sein. Suchende können entsprechenden Gruppen beitreten oder ganz simpel: Suchposts veröffentlichen.

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5. Den Mietspiegel der Stadt kennen

So kann man Angebote preislich besser einschätzen. Den Mietspiegel müssen Städte ab 50.000 Einwohnern veröffentlichen. In Braunschweig liegt er bei aktuell 7,08 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter.

6. Andere Studierende kennenlernen

Lernt man Kommilitonen und Kommilitoninnen kennen und vernetzt sich, können Zimmer und Wohnungen untereinander vermittelt oder sogar gemeinsam eine neue WG gegründet werden.

7. Wohnungsbau-Unternehmen ansprechen

Hier kann man nach speziellen Angeboten für Studierende fragen. In Braunschweig bieten einige Anbieter günstigere Tarife für Studierende oder Auszubildende an.

8. Freundlich kommunizieren

Ist natürlich bei Nachrichten oder Mails an Anbietende wichtig. Wer will schon jemandem eine Wohnung oder ein Zimmer vermieten, der oder die unfreundlich ist? Für den Besichtigungstermin lohnt es sich, ein gepflegtes Outfit auszuwählen.

9. Bei der Besichtigung auf Grundsätzliches achten

Achtet auf wichtige Dinge, wie den Zustand der Fenster und Türen, genügend Steckdosen, Lautstärke von Verkehr oder Nachbarn und eventuellen Renovierungsbedarf. Schimmel in der Wohnung ist ein No-Go und sollte ein Ausschlusskriterium sein. Detaillierte Checklisten, die bei Besichtigungen helfen, gibt es online auf verschiedenen Websites.

10. Unseriöse Angebote ausschlagen

Äußerungen, wie „nur an Singles zu vermieten“, bei denen ein anzüglicher Unterton mitschwingt, sind Ausschlusskriterien. Dann am besten Finger von der Wohnung beziehungsweise dem Zimmer lassen.

11. Das sind Anlaufstellen für Hilfe bei der Wohnungssuche

Hilfe gibt es beim Asta. Auch die Studierenden-Servicebüros der Hochschulen oder das Studentenwerk unterstützen bei der Suche. Für internationale Studierende auf Wohnungssuche bietet der Asta auch Übersetzungshilfen an.

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