Gieboldehausen. Nach beendeter Vollsperrung sorgen Bauarbeiten jetzt erneut für Beeinträchtigungen in der Ortsdurchfahrt Gieboldehausen. Was Autofahrer wissen müssen.

  • Erneut Behinderungen durch Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Gieboldehausen
  • Am 6. Mai startete die Baustelle auf der B27 zwischen Gieboldehausen und Ebergötzen
  • Zunächst war nur der Parkplatz am Krebecker Kreuz von den Bauarbeiten betroffen
  • Pendler brauchten Geduld, denn die Vollsperrung begann ab 27. Mai 2024
  • Drei Wochen lang mussten Umwege gefahren werden
  • Fahrzeit verlängerte sich um ca. 15 Minuten

Aufgrund von Bauarbeiten auf der B27 kommt es erneut zu Beeinträchtigungen in der Ortsdurchfahrt Gieboldehausen. Doch dieses Mal kann auf eine Vollsperrung verzichtet werden. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) Geschäftsbereich Goslar informiert über punktuelle halbseitige Sperrungen. Die Bauarbeitensollen von Montag, 24. Juni, bis Freitag, 19. Juli, andauern.

Teilweise werde der Verkehr durch Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt, so die Behörde. Es handele sich hierbei um noch ausstehende Restarbeiten zur Sanierung der Ortsdurchfahrt, einer Maßnahme aus 2023. Diese Arbeiten waren aufgrund der B27-Vollsperrung zwischen Ebergötzen und Gieboldehausen verschoben worden. „Geplant sind der Einbau von Geländern an den Durchlassbauwerken“, so Pressesprecherin Anna Heinichen. Durchlassbauwerke, wie sie in Fachjargon und Amtsdeutsch heißen, sind Kleinbrücken, die es zum Beispiel kleineren Flüssen und Bächen ermöglichen, unter der Straße hindurchzufließen oder auch Amphibien einen Weg unter der Straße hindurch bieten.

Vollsperrung der B27 zwischen Gieboldehausen und Ebergötzen am 14. Juni 2024 aufgehoben

.„Nach erfolgten Reinigungsarbeiten wird die Strecke im Verlauf des Freitags, 14. Juni, planmäßig freigegeben. Damit endet auch die auf drei Wochen verkürzte Zeit der Vollsperrung wie geplant“, teilt die Goslarer Behörde am Freitag mit. Darüber hinaus heißt es in der offiziellen Mitteilung: „Der Parkplatz an der Bundesstraße 27 bleibt vorerst noch gesperrt. Notwendige Arbeiten an Borden und Schutzplanken stehen noch aus. Die Arbeiten zur Fahrbahnsanierung zwischen Ebergötzen und Gieboldehausen, für die eine Vollsperrung zwingend notwendig war, sind abgeschlossen.“

Punktlandung: Der Verkehr kann wieder rollen. Im Lauf des Freitags, 14. Juni, wurde die Vollsperrung der B27 zwischen Gieboldehausen und Ebergötzen aufgehoben. Im Zuge der Bundesstraße 27 ist die Fahrbahn auf diesem Streckenabschnitt saniert worden. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) Geschäftsbereich Goslar hatte gemeinsam mit der Interessengemeinschaft B27, Vertretern von Behörden und dem ausführenden Straßenbauunternehmen nach einer Lösung gesucht, die ehemals auf zehn Wochen eingeplante Vollsperrung auf das Machbare zu verkürzen. Die geplante Sperrung konnte so auf drei Wochen reduziert werden. Und die Umsetzung ist nun gelungen.B 27: Restarbeiten in der Ortsdurchfahrt Gieboldehausen

Freigabe nach Vollsperrung der B27 zwischen Ebergötzen und Gieboldehausen: Tempolimit für einige Wochen eingerichtet

Vorerst bleibe laut der Landesbehörde eine Geschwindigkeitsreduzierung bestehen, bis die Griffigkeitsmessung durchgeführt werden können. „Dies ist regulär etwa sechs Wochen nach der Freigabe der Fall, wenn der vorhandene Bitumenfilm auf der Straße abgefahren ist“, so die NLStBV Goslar abschließend.

Der Verlauf der Sanierung der B27 zwischen Ebergötzen und Gieboldehausen

Seit Montag, 27. Mai 2024, laufen auf der B27 zwischen Gieboldehausen und Ebergötzen die Bauarbeiten. Die zunächst für viele Wochen angekündigte Vollsperrung der Hauptverkehrsachse vom Harz in die Kreisstadt Göttingen hatte zuletzt für viele Diskussionen gesorgt. Doch jetzt steht fest: Ganz so hart, wie zunächst angekündigt, soll es nun doch nicht kommen. Denn die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar, konnte die Phase der Vollsperrung um einige Wochen verkürzen. Aber jetzt gibt es neuen Zoff: Dabei geht es um die aktuellen Arbeiten.

Im Vorfeld der erneuten Vollsperrung hatte die Interessengemeinschaft (IG) B27 die mangelnde Kommunikation seitens der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) Geschäftsbereich Goslar stark bemängelt. Um die Planungen für alle transparenter zu gestalten, hatte dann die Behörde im April zu einem Info-Abend nach Gieboldehausen eingeladen. Dabei konnte sie Positives verkünden: Es ist gelungen, die zunächst für zehn Wochen geplante Vollsperrung auf ca. drei Wochen zu reduzieren.

B27: Genügen neue Deck- und Tragschicht den Anforderungen?

Doch nun berichten Mitglieder der IG, dass sie am 28. Mai bei einer Besichtigung der Baustelle im Bereich der Kreuzung zum Gewerbegebiet Stockbreite, zu dem eine Zufahrt trotz Baustelle möglich ist, festgestellt hätten, dass im Kreuzungsbereich Teile der Straße zwischen zehn und circa vier bis fünf Zentimeter abgetragen wurden. „Es wurde mit Mitarbeitern der Baufirma gesprochen. Die das bestätigten. Ursprünglich sollten in diesem Bereich ca. 14 Zentimeter abgetragen und neu hergestellt werden. Nach Rücksprache mit einem Straßenbauingenieur sollte ein Unterbau nach den Regelwerken und einem fachgerechten Aufbau der Bauklasse für eine Bundesstraße mit Schwerlastverkehr circa 30 Zentimeter betragen. Festzustellen ist, dass die Tiefe, die jetzt abgefräst wird und neu aufgebaut werden soll, nicht dem entspricht, was zum Beispiel auch auf der Bürgerversammlung zugesagt wurde. Und man kann davon ausgehen, dass das nicht lange halten wird und es bald wieder zu einer Sperrung und einer neuen Sanierung kommen muss!“, so der Vorwurf, den Klaus Rheinländer, Sprecher der IG, erhebt.

B27: Straßenbaubehörde erklärt Arbeitsweise

„Niemand hat auf der Bürgerversammlung Zentimeter angegeben oder zugesagt. Es handelt sich um eine Erhaltungsmaßnahme, nicht um einen Straßen-Neubau“, unterstreicht die Goslarer Behörde. Auf Nachfrage erklärt eine Behördensprecherin zudem die Erhaltungsmaßnahme: „Das bedeutet, etwa vier Zentimeter Deckschicht wird abgefräst und vier Zentimeter auch neu wieder eingebaut. Da die darunter liegende Tragschicht jedoch schadhafte Stellen hat, wie zuvor bekannt war, wird in diesen Bereichen auf etwa acht Zentimeter abgefräst. Anschließend werden etwa elf Zentimeter wieder aufgebaut. Wir verstärken also um drei Zentimeter.“

Los ging die Baustelle am Montag, 6. Mai, mit der Sanierung des Parkplatzes zwischen Ebergötzen und Krebecker Kreuz. 
Los ging die Baustelle am Montag, 6. Mai, mit der Sanierung des Parkplatzes zwischen Ebergötzen und Krebecker Kreuz.  © FMN | Kathrin Franke

Von Parkplätzen bis Vollsperrung: Das ist alles für die Baustelle an der B27 geplant

Die Bauarbeiten begannen zunächst am Montag, 6. Mai, mit der Erneuerung des Parkplatzes an der B27. Die Arbeiten zur Fahrbahnsanierung zwischen Ebergötzen und Gieboldehausen schlossen sich jetzt am 27. Mai mit der Einrichtung der Vollsperrung an. „Aufgrund des angepassten Bauverlaufs konnte die Zeit der Vollsperrung auf drei Wochen reduziert werden“, teilt die Straßenbaubehörde mit. Zuvor waren zehn Wochen angekündigt worden.

Die Straßenbau-Kolonne arbeite von Gieboldehausen nach Ebergötzen in drei Bauabschnitten, begonnen werde mit dem dritten Abschnitt.

Der erste Bagger steht vorab für die Sanierung des Parkplatzes an der B27 bereit. 
Der erste Bagger steht vorab für die Sanierung des Parkplatzes an der B27 bereit.  © FMN | Kathrin Franke

B27: Die Bauabschnitte zwischen Gieboldehausen und Ebergötzen

  1. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich von Ebergötzen bis zum Krebecker Kreuz
  2. Im Abschnitt zwei wird zwischen dem Krebecker Kreuz und der Ab-/Auffahrt Wollbrandshausen gearbeitet. Der Verkehr von Krebeck nach Wollbrandshausen kann während der Baumaßnahme immer fließen. Im Kreuzungsbereich mit der Bundesstraße 27 wird eine Ampelanlage den Verkehr regeln.
  3. Abschnitt drei beginnt an der Ab-/Auffahrt Wollbrandshausen und reicht bis zum Ortseingang Gieboldehausen.

Umleitung: So lässt sich die Baustelle und Vollsperrung an der B27 umfahren

Die Umleitung für den überregionalen Verkehr von Gieboldehausen nach Ebergötzen wird laut Landesstraßenbaubehörde ausgeschildert. Sie verläuft für die Dauer der Vollsperrung über die B247 nach Obernfeld, Mingerode und weiter nach Duderstadt. Von dort geht es auf die B446 über Seulingen nach Ebergötzen.

Der Verkehr von Ebergötzen nach Gieboldehausen wird entsprechend umgekehrt geführt. 

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