Schule und Corona

Niedersachsen plant im Winter Präsenzunterricht an Schulen

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Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne plädiert dafür, die Schulen über den Winter offen zu halten.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne plädiert dafür, die Schulen über den Winter offen zu halten.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Hannover.  Niedersachsens Schulen sollen laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne im Winter offen bleiben. Die hohe Impfquote mache das Szenario wahrscheinlicher.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne peilt für den Winter in der Schule trotz der Corona-Pandemie so viel Normalität wie möglich an. Zwar könne er „nichts versprechen“, aber „wir haben nicht vor, mit einem landesweiten Szenario B oder C zu arbeiten“, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Presse“ (Freitag). Lokal begrenzte Schulschließungen werde es nicht geben.

Über 95 Prozent der Lehrkräfte seien vollständig geimpft, 45 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen hätten mindestens die Erstimmunisierung erhalten. Daher werde es keine generellen Einschränkungen für Schulen und Kitas geben: „Wir wollen die Schulen offen halten.“

Über 1000 Infektionen durch PCR-Tests bestätigt

Tonne sagte: „Einzelne Schüler oder auch mal Klassen können in Quarantäne gehen, aber nicht die gesamte Schule und erst recht nicht der ganze Landkreis.“ Im neuen Schuljahr hätten Schnelltests bislang rund 2600 mal positiv angeschlagen, in etwas mehr als 1000 Fällen hätten PCR-Tests bei Schülerinnen und Schülern eine Corona-Infektion bestätigt. „Das sind alles Infektionen, die wir somit frühzeitig entdecken und aus Schulen heraushalten konnten“, sagte Tonne. Insgesamt seien seit Schulbeginn knapp sechs Millionen Test-Kits ausgegeben worden.

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Tonne betonte, die Aufarbeitung der Folgen der Pandemie für die Schulen werde auch das nächste Schuljahr beeinflussen. „Das ist nicht schlimm, sondern wir wollen den Schulen wirklich die Zeit geben, die Lücken wieder zu schließen“, sagte er mit Blick auf während der Pandemie entstandene Wissenslücken. „Alle Kinder werden trotz Pandemie in der Schule das Rüstzeug erhalten, das sie für ihr späteres Leben benötigen. Und dafür müssen Kinder weder am Wochenende noch in den Ferien in die Schule kommen, das Aufholprogramm läuft in der regulären Schulzeit.“

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