Gesundheitsministerin nennt Angst vor Coronavirus „übertrieben“

Hannover.  Carola Reimann hat vor panischen Reaktionen auf die Ausbreitung des neuen Coronavirus gewarnt. Auch Hamsterkäufe hält sie für übertrieben.

Auch am Donnerstag ist die Zahl der Infizierten gestiegen. Carola Reimann warnt dennoch vor Panik (Archivbild).

Auch am Donnerstag ist die Zahl der Infizierten gestiegen. Carola Reimann warnt dennoch vor Panik (Archivbild).

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat vor panischen Reaktionen auf die Ausbreitung des neuen Coronavirus gewarnt. „Es greift eine Angst um sich, für die es keinen wirklichen Grund gibt“, sagte die SPD-Politikerin im Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Es handelt sich bei Corona nach allem, was wir wissen, um eine Erkrankung, die in den allermeisten Fällen eher leicht verläuft und die wir gut behandeln können, wenn sie denn überhaupt behandelt werden muss.“

Hamsterkäufe nicht nötig

Zweiwöchige „Coronaferien“, wie sie der Virologe Alexander Kekulé vorgeschlagen hatte, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, seien nicht nötig. Auch Hamsterkäufe seien „übertrieben“. Niemand müsse sich Sorgen machen, zu wenig Essen zu bekommen – auch in häuslicher Quarantäne nicht.

„Dann wird Ihnen etwas vor die Tür gestellt“, sagte Reimann. „Das lässt sich alles organisieren, selbst wenn Familienangehörige, Freunde und Bekannte nicht in der Nähe leben.“

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Virus zirkuliert noch nicht

In Niedersachsen gab es nach Behördenangaben bis Donnerstagfrüh elf bestätigte Fälle der Krankheit Covid-19. Die Gesundheitsministerin betonte, das Virus zirkuliere noch nicht, es handele sich um Einzelfälle. Hoffnung mache zudem das nahende Frühjahr: Bei Sonne und Trockenheit würden die Bedingungen für das Virus schlechter. dpa

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